Thaddeus und der Februar – Shane Jones
Verlag: Eichborn | Leseprobe
ISBN: 978-3821861074
Seiten: 174
Ausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag
Preis: € 16,95
ET: 02.2010
Viele hundert Tage schon währt die kalte Herrschaft des Februars: Der Wechsel der Jahreszeiten ist außer Kraft gesetzt, finstere Priester patrouillieren, Papierdrachen dürfen nicht mehr zum Himmel aufsteigen, Kinder verschwinden im Wald. Traurigkeit legt sich über die Stadt wie der Schnee, der endlos fällt, doch die Erinnerung an warme Tage lebt weiter. Die Stadt beschließt, in den Kampf zu ziehen, den Winter zu besiegen, und Thaddeus, der Ballonfahrer, soll ihr Anführer sein. Doch dann stößt Thaddeus in einer Hütte am Waldrand auf den Februar selbst – und es ist ein Mann, der eine Geschichte schreibt: die Geschichte der Stadt …
Meine Rezension
Es ist kalt und trostlos: der Februar beherrscht schon viel zu lange das kleine Dorf, in dem Thaddeus und seine Familie lebt. Der Februar droht, das Leben lahm zu legen.
Doch das wollen sich die Bewohner nicht gefallen lassen: sie erklären ihm den Krieg.
Es ist jetzt schon zwei Wochen her, dass ich dieses Buch beendet habe und ich kann immer noch nur sagen: Wow!
Es ist verdammt lange her, dass ich so etwas außergewöhnliches wie Thaddeus und der Februar in den Händen hielt und das Buch sprachlos zuschlug.
Shane Jones hat mit diesem gerade mal 174 Seiten starken Büchlein eine Geschichte erschaffen, deren Ausmaß und deren Charme sich erst am Ende offenbaren.
Fairerweise muss aber gesagt sein, dass sich nicht wirklich alles erschließt und aufschlüsseln lässt.
Selbst der Autor sagte in einem Interview, dass auch er wohl nicht alles erklären kann, und das, obwohl er die Geschichte selbst erdachte.
Dennoch steckt dieses doch surreale Buch voller phantastischer Bilder und hat meine Fantasie von Anfang gefordert und angeregt.
Es ist ein Buch, das überrascht und in seinen Bann zieht.
Auch die Aufmachung des Buches ist wirklich fantastisch. Ich muss jetzt noch immer wieder das Buch in die Hand nehmen und es betrachten.
Nimmt man den Schutzumschlag ab, erwartet einen ein wunderschönes Cover: eine schwarz-weiß Karikatur einer Winterlandschaft. Doch auch das Durchblättern ist eine wahre Freude: Ria Brodell versah dieses ungewöhnliche Buch mit wunderschönen Zeichnungen.
Shane Jones hat mit Thaddeus und der Februar (Spike Jonze (Wo die wilden Kerle wohnen) sicherte sich wohl schon die Filmrechte) ein absolut außergewöhnliches Buch geschrieben, dass mir immer noch die Worte raubt, dass ich aber uneingeschränkt weiter empfehlen kann.
Ich kann eigentlich nur sagen: Herr Jones, bitte mehr davon!
Meine Bewertung
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Vielen Dank dem Eichborn-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
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