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Sag ja, Ninon – Maud Lethielleux

ninon Verlag: Goldmann | Leseprobe
ISBN: 978-3-442-31221-4
Seiten: 219
Ausgabe: Hardcover
Preis: € 17,95
ET: 04.2010

Als neunjähriges Mädchen hat man es heutzutage nicht leicht, wenn man mit einem Schulranzen in die Schule geschickt wird, auf dem „Atomkraft – nein, danke!“ prangt und wenn man sich beim allgemeinen Fischstäbchen-Essen in der Schulkantine um die Plünderung der Meere sorgt – und dies auch noch lauthals verkündet. Doch das ist nicht das Einzige, womit Ninon zu kämpfen hat: Ihre Eltern haben sich getrennt, und während ihre Mutter zu ihrem neuen Liebhaber in ein schmuckes Haus zieht, ist ihr Vater Fred auf sich alleine gestellt. Fast alleine, denn Ninon hält unerbittlich zu ihm, auch wenn er ihr nicht mehr bieten kann als ein Grundstück, eine Ziegenherde und eine Plane, unter der die beiden solange wohnen, bis sie gemeinsam ein Haus gebaut haben. An der Seite ihres Vaters beginnt für Ninon das größte Abenteuer ihres Lebens – in dem eine Frau in einem weißen Auto eine nicht unmaßgebliche Rolle spielt …

Meine Rezension

Um ehrlich zu sein, finde ich, Sag ja, Ninon ist einfach ein schlecht geschriebener Roman. Ja, Ninon scheint auf den ersten Blick zauberhaft, auch die Handlung drumherum. Aber irgendwie ist alles zu gewollt erzählt. Der Leser wird fast mit dem Kopf darauf gestoßen, wie zauberhaft das Ganze doch sei und wie toll das kleine Mädchen, das noch dazu eine Leserechtschreibschwäche hat, doch ist, weil sie bei ihrem Vater bleibt. Alles ist so konstruiert, von den Problemen mit dem neuen Mann der Mutter bis hin zum Hippiepapa, der mit seiner Tochter ein Haus bauen möchte. Irgendwie wird hier nichts Neues in dem Sinne erzählt. Man hat schnell das Gefühl, alles schon mal irgendwo gehört zu haben. Zudem nervt eben diese aufgezwungene Zauberhaftatmosphäre schon nach ein paar Seiten gehörig. Man merkt, dass eine Erwachsene versucht, sich in die Gedanken eines Kindes hinein zu versetzen. Das gelingt ihr zum Teil sogar, aber wie gesagt, der Nachteil ist, dass man es eben merkt. Und dadurch wird das Buch ein Stückweit unglaubwürdig.
Ein bisschen soll das Ganze wohl auch an Pipi Langstrumpf erinnern, zumindest von der Art her wie die Eigenheiten von Ninon geschildert werden, und dass sie recht frech gegenüber Erwachsenen ist. Das einzige was irgendwie echt ist, ist die Tatsache, dass sich Ninon von den Erwachsenen oft unverstanden fühlt, und dass ihr keiner richtig zuzuhören scheint. Ich habe den Eindruck, dass das Kindern oft auch so passiert. Irgendwie scheint auch keiner der Erwachsenen wirklich zu versuchen, Ninon einige Dinge vernünftig zu erklären, stattdessen wird verrausgesetzt, dass sie alles versteht. Aber eigentlich bleibt mir das Mädchen fremd und ich habe keinen Bezug zu ihr gefunden. Das Buch versucht ein Kinderbuch für Erwachsene zu sein, ist aber dafür zum Teil zu einfach erzählt, für ein Kinderbuch aber zum Teil wohl zu schwierig, weil man als Kind den wahren Hintergrund der Handlung sicher nicht ganz erfassen kann.
Ansonsten versucht die Autorin wohl auch eine gewisse zauberhafte Amélie Atmosphäre herauf zu beschwören, was ihr meiner Meinung nach aber nicht gelingt.
Wie gesagt, man hat nicht das Gefühl, dass die Autorin etwas völlig Neues erzählt und so bleibt es bei einem netten Versuch, der meiner Meinung nach schnell wieder in der Versenkung verschwinden wird. Bei mir hat Ninon jedenfalls keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Letztendlich hat mich das Lesen gelangweilt und ich war froh, als ich das Buch beenden konnte.

Meine Bewertung

1 von 5 Büchern

Vielen Dank dem Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


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Letztes Update: 25. August 2010

Autor des Artikels

Carolin N. Kiener
Rezensentin

Ich bin im Grunde in allen Genres zu Hause, bei Science Fiction und Fantasy bin ich allerdings sehr wählerisch und da kommt mir dann auch längst nicht alles ins Regal.

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