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Das Geheimnis des Notizbuchs – Eva Haas

Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-4536-0170-3
Seiten: 288
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 12,00
ET: 02.2011

Vier Frauen, ein Notizbuch und ein unglaubliches Familiengeheimnis

Deutschland 1934: Eve ist neun, als sie mit ihren Eltern von Berlin nach London emigriert. Sie glaubt, aus einer jüdischen Familie zu stammen. Als Eve – Jahre später – beschließt, ihrer Herkunft auf den Grund zu gehen, entdeckt sie jedoch eine ganz andere Geschichte: Ihr Ururgroßvater war Prinz August von Preußen, der seine Tochter zum Schutz vor Neidern als Kind seines jüdischen Schneiders ausgab. Diese Entscheidung, die Eves Urgroßmutter 1843 das Leben rettete, wird ihrer Großmutter – ein Jahrhundert später – zum Verhängnis…

Über die Autorin

Eve Haas wurde 1924 in Breslau geboren. 1934, ein Jahr nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, emigrierte sie mit ihrer Familie nach England. Schon früh begann sie, zu schreiben und als freie Autorin für Zeitschriften zu arbeiten. Sie war über 42 Jahre verheiratet und hat drei Söhne. Eve Haas lebt in Hampstead bei London.

Meine Rezension

Eve Haas hat sich dafür entschieden „Das Geheimnis des Notizbuchs“ in der Ich-Perspektive zu schreiben. Auf diese Weise gelang es ihr mich sofort in ihren Bann zu ziehen. Der Leser erlebt nun selbst ihre Suche nach der Vergangenheit ihrer Familie mit. Und genau wie Fr. Haas wurde auch ich in den Bann gezogen von Prinz August von Hohenzollern. Normalerweise lese ich ein Buch ohne zwischendurch das I-Net zu nutzen, hier aber musste ich doch gleich einmal googeln was es über diesen Hohenzollerprinzen so zu lesen gibt. (Es war sehr interessant).

Im Prolog erfährt der Leser gleich als erstes wie die damals noch junge Eve, an das Notizbuch geraten ist und genau wie Eve war ich sofort neugierig und wollte wissen was in diesem Buch steht und wer genau es verfasst hat. Erst Jahre später macht sich Fr. Haas auf den Weg das Geheimnis zu lüften. Gleichzeitig hat sie ihre Gedanken und Erlebnisse aufgeschrieben, und so kann der Leser nun den Weg den Eve gegangen ist Nachverfolgen. Ich selbst war beeindruckt von der Hartnäckigkeit mit der die Autorin vorgegangen ist. Letztendlich hat es Jahre gedauert bis sie alle Rätsel um ihre Vorfahren entschlüsselt hatte und das Puzzle ein ganzes ergab.

So erfährt der Leser sehr viel über das Leben von Fr. Haas und ihrer Familie. Die bedrückende Atmosphäre z.B. die Eve und ihren Mann umgab als sie zu Recherzwecke 1973 in die ehemalige DDR fuhren war zum greifen nah. In diesem Roman geht es nicht nur darum herauszufinden was es mit dem Notizbuch auf sich hat, es ist auch eine Reise durch die Vergangenheit Preußens und war sehr beeindruckend.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Buches ist Fr. Haas bereits 85 Jahre alt und hat ein großen Teil ihres Lebens damit verbracht, dass Geheimnis um dieses Notizbuch zu lüften.

Mein Fazit

„Das Geheimnis des Notizbuchs“ ist eine Reise in die Vergangenheit nicht nur von Eva Haas und ihrer Vorfahren sondern auch eine Reise durch die deutsche Geschichte. Ich war beeindruckt von diesem zeitgenössischen Bericht und kann es nur jedem ans Herz legen, der sich ein bisschen für historische Persönlichkeiten und Ereignisse interessiert.

Meine Bewertung

Vielen Dank an den Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


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Letztes Update: 18. September 2011

Autor des Artikels

Karin Speck
Rezensentin

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