Hexenhügel – Marion Zimmer Bradley
Clair Moffat und Colin MacLaren 03
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3404772711
Seiten: 720
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: 5,95 €
ET: 07.2008
Außerdem im Band enthalten: Die Hüter der Schatten, Teil 2 der Clait Moffat und Colin MacLaren Reihe.
Meine Rezension
Sara verliert in sehr kurzer Zeit Bruder und Mutter. Auf dem Rückweg von der Beerdigung, genau in dem Moment, als ihr Vater ihr ein großes Familiengeheimnis anvertraut, baut die Limusine einen Unfall – und Sara verliert auch ihren Vater. Der Schock ist unvorstellbar. Sie bleibt allein, kaum Mittel und völlig durcheinander. Da kommt das Schreiben eines Anwalts, dass sie das Haus einer Tante (in irgendeinem zurückgebliebenen Kaff in den USA) geerbt hat… Sara Latimer nutzt das als Chance und kämpft sich dahin durch um zur Ruhe zu kommen… doch die findet sie auch dort nicht. Eine ganze Reihe merkwürdiger Geschehenisse und Erlebnisse machen ihr und dem Leser Angst. Allerhand Widerwertiges und Unglaubliches passiert, bis man nicht weiß, was echt und was unecht ist.
Dieses dritte Band der Übernatürlichen Reihe, in der Clair Moffat und Colin MacLaren vorkommen, beschäftigt sich in meinen Augen weniger mit Parapsychologie oder Übernatürlichen Phänomenen, sondern mehr damit, wie Sekten überschnappen und Scharlatene durchdrehen und viele Menschen mit zum Durchdrehen bringen können. Ich fand das Buch Stellenweise ziemlich gruselig… schon fast wie einen Barbara Erskine… Und, wie gesagt, dieser Band regt einen dazu an, nicht alles zu glauben. Das ist übrigens eine ziemlich gute Überleitung zu der Parapsychologischen Reihe von MZB – Geisterlicht etc. – hier wird gleich auf den ersten Seiten die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, dass es echte parapsyhologische Erscheinungen gibt und dass es Scharlatane gibt. Ich muss sagen, ich habe ein bißchen gebraucht um zu verstehen, was für eine Funktion Hexenhügel hatte. Aber dann hatte ich es. Das ist einfach zu abgedreht und das Ende war doch ziemlich eindeutig… oder vielleicht nur fast. Ein paar Dinge sind trotzdem noch ein bißchen magisch…
Vom Schreibstil und Materie war ich Anfags ziemich enttäuscht. Obwohl das Buch als das letzte von den dreien entstanden ist, hatte ich fast das Gefühl, es würde nicht von MZB stammen. Die Sprache und Stilmittel, das war irgendwie nicht sie. Meine Meinung über die Materie habe ich bereits revidiert. Und in diesem Band haben Clair und Colin überhaupt nichts zu tun und eigentlich auch keinen Sinn – ihre Rolle hätte jeder andere Spielen können. Das hat mich a. ziemlich enttäuscht und b. in der Annahme bestärkt, dass das Buch nur unter dem Namen MZB veröffentlicht wird, und dass da jemand einfach nur auf einen Erfolgszug aufspringen wollte… ich weiß auch nicht. Das Buch ist zwar lesenswert, hat aber ein paar sprachliche und inhaltliche Mängel, deshalb:
Meine Bewertung
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