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Die letzte Prophezeiung – Roger R. Talbot

Die letzte ProphezeiungVerlag: Rütten & Loening | Leseprobe (.pdf)
ISBN:
978-3-352-00774-3
Seiten: 563
Ausgabe: Hardcover
Preis: € 19,95
ET:
07.2009

In Dublin wird ein Computerspezialist entführt, in Rom stürzt sich ein Theologieprofessor aus dem Fenster. Die beiden Fällen haben nichts miteinander gemeinsam, bis auf ein Bindeglied: Liam Brine, Bruder des Einen, ehemaliger Student und Freund des Anderen! Liam glaubt nicht an einen Selbstmord seines Mentors, zumal dieser ihm eine geheimnisvolle Botschaft hinterlassen hat. Zusätzlich muss er sich um das Verschwinden seines Bruders kümmern, wobei er tatkräftige Unterstüzung von seiner Ex-Schwägerin erhält. Unter Einsatz ihres eigenen Lebens finden die Beiden heraus, dass es einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen gibt – und das es hier um viel mehr geht als einen Entführung und einen Mord. Das Ende der Welt, so wie wir sie kennen, steht bevor.

Meine Rezension

Wie Klappentext und Kurzbeschreibung des Buches es schon vermuten lassen, handelt es sich um einen Religionsthriller im Stile von Dan Brown. Aber R.R. Talbor braucht sich wahrlich nicht hinter Dan Brown zu verstecken. “Die letzte Prophezeiung” ist ein spannender Verschwörungsthriller, ein Buch, das einen bis zum großen Finale in seinen Bann zieht!

Das Muster des Buches ist klassisch: ein Mann der durch Zufall in Geschehnisse verwickelt wird mit denen er eigentlich nichts zu tun hat. Eine starke und kluge Frau an seiner Seite! Eine Veschwörung, die weit in die Vergangenheit reicht, eine Geheimgesellschaft und ein großer, böser Feind aus dem Osten, der die Welt, wie wir sie kennen, zerstören will!

Das Buch beginnt vom Gefühl her eher langsam, auch wenn zwei einschneidende Ereignisse geschehen, die Liams Leben und auch seinen Glauben für immer verändern werden! Molteni, sein Mentor, stürzt sich aus dem Fenster seine Hotelzimmers. Sein letztes Wort, ein Buch und Andeutungen über die Apokalypse des Johannes lassen Liam an einem Selbstmord zweifeln. Als dann noch sein Bruder entführt wird, reist Liam nach Dublin, wo er auf seine Ex-Schwägerin Alanna trifft. Auch die Entführung von Liams Bruder ist rätselhaft, er wurde von Arabern entführt, aber bis jetzt ist keine Lösegeldforderung eingegangen. Führte Liams Bruder ein Doppelleben oder hat er etwas herausgefunden, das er nicht wissen durfte? Für Liam und Alanna beginnt eine rasante Verfolgungsjagd, die sie quer durch Europa führt.

Häufig wechselt Talbot den Schauplatz der Ereignisse, so dass es als Leser nicht immer einfach ist, der Story zu folgen. In parallelen Handlungssträngen agieren die “gute und die böse Seite”, viele verschiedene Personen werden eingeführt, von denen einige sehr mysteriös und undurchschaubar sind. Andere hingegen sind sehr stereotypisch “böse”. Diese “schwarz” und “weiß” Malerei zieht sich durch das ganze Buch, leider ist mir dabei keine der Personen so richtig ans Herz gewachsen!

In einem weiteren Handlungsstrang wird der Leser in die Vergangheit geführt, zum 1. Konzil von Nicäa im Jahre 325! Geschickt verwebt der Autor Wahrheit und Fiktion und enthüllt eine erschreckende “Wahrheit”, die unsere Welt bedroht!

Was mir besonders gut gefallen hat, sind die sehr aktuellen Bezüge des Buches! Besonders die Technologie der Biometrie spielt eine große Rolle in diesem Roman! Aber es geht auch um große Konzerne, um Scheinfirmen, um Korruption und Kursmanipulationen, um Landerwerb, um Vertreibung von Einheimischen! Und um Katasptrophen, die die Menschheit in den letzen Jahrzehnten durchmachen musste!

Dan Browns Bücher “leben” hauptsächlich in der Vergangenheit, Roger Talbot schafft den Bezug zu aktuellen und erst kürzlich vergangenen Ereignissen. Leider verstrickt er sich meiner Meinung nach dabei zu sehr in Details. Einiges habe ich einfach überlesen, da mir die Fakten irgendwann zu viel wurden. Einige religiös- und sprachwissenschaftliche Erkenntnisse waren für mich als Leser zu kompliziert dargestellt und daher nicht nachvollziehbar. Die vielen Handlungsstränge verwirren und dadurch wird der Fluß der Story gestört. Talbot wollte meiner Meinung nach manchmal vielleicht ein bisschen zu viel und schafft am Ende den großen Bogen nicht ganz, um alle Handlungsstränge zu einem Ende zu führen, und um alle offenen Fragen zu beantworten.

Dennoch ist das Buch sehr spannend und unterhaltsam und hat mich – mal wieder – dazu angeregt, mich mehr mit einzelnen Stellen der Bibel zu beschäftigen. Das Ende der “Haupthandlung” ist ziemlich überraschend , überraschend von der Story und überraschend gut! Und offen genug, um meiner Fantasie freien Lauf zu lassen!

“Die letzte Prophezeiung” ist ein Buch, das – auch aufgrund der aktuellen Besteller von Dan Brown – mehr Aufmerksamkeit verdient.

Auch das Cover meiner gebundenen Ausgabe finde ich sehr gelungen und auch sehr passend zum Buch, was ja leider oft nicht der Fall ist!

Aufgrund der Tatsache, dass ich mit den Personen nicht warm geworden bin und dass mir die Details manchmal zu viel wurden bewerte ich das Buch mit sieben von zehn Punkten.

Zum Schluß gilt mein Dank dem Aufbau-Verlag, der der Buchcouch dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

Meine Bewertung

3,5 von 5 Büchern


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Letztes Update: 01. Juli 2010

Autor des Artikels

Andrea Mülders
Rezensentin

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Ab 20.09.2010 mit Autorin:

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