Der Sterbende Detektiv – Leif GW Persson
Verlag: btb
ISBN: 978-3442753079
Seiten: 544
Ausgabe: Broschur
Preis: € 14,99
ET: 04.2011
Ein brutaler Mord in den Schären. Und ein Ermittler, dem nicht mehr viel Zeit bleibt
Stockholm, vor einer Würstchenbude: Der pensionierte Lars Martin Johansson, legendärer Mordermittler und bei seinen ehemaligen Kollegen als der Mann bekannt, der um die Ecke denken kann, erleidet einen Schlaganfall. Gerade noch rechtzeitig wird er in ein Krankenhaus eingeliefert. Als er dort drei Tage später wieder aus dem Koma erwacht, rechtsseitig gelähmt, steht eines fest: von Johannson, wie man ihn einst kannte, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Seine Lebensgeister werden erst wieder geweckt, als ihm seine behandelnde Ärztin von einem brutalen Mord an einem kleinen Mädchen erzählt, der 25 Jahre zurückliegt und nie aufgeklärt wurde. Vom Krankenbett aus beginnt Johansson mit den Ermittlungen. Er will Gerechtigkeit, und er ahnt, dass das womöglich sein letzter Fall sein wird …
Meine Rezension
Für mich war es der erste Fall von dem schwedischen Autor Leif GW Persson.
Der im Ruhestand lebende Detektiv Lars Martin Johannson erleidet einen Schlaganfall und landet im Krankenhaus. Dort wird er nicht nur medizinisch versorgt sondern bekommt auch Hinweise auf einen 25 Jahre zurückliegenden Fall. Ein neunjähriges Mädchen wurde damals vergewaltigt und ermordet und der Täter nie gefasst. Nun soll sich Lars Martin diesen Fall noch einmal ansehen. Erschwerend kommt hinzu, dieser Fall ist verjährt und man könnte den Täter nun auch nicht mehr bestrafen.
Lars Martin macht sich trotz gesundheitlicher Probleme an die Arbeit. Zur Seite stehen ihm sein alter Freund und Kollege Jarnebring, seine eigene Krankenschwester Matilda, sowie sein Fahrer Max. Sie alle versuchen dem Detektiv hilfreich mit Rat und Tat zur Seite zustehen und ihn vor allem dazu zubringen gesünder zu Leben. Auch seine Frau Pia würde dies sehr begrüßen, aber Lars Martin ist in seinen Gewohnheiten sehr eingefahren und lässt sich nicht gern dazwischen reden. Somit ist es für die Menschen in seinem Umfeld nicht immer leicht.
Lars Martin lässt seine Beziehungen spielen und kommt an die alten Unterlagen des Falls.
Der Autor hat die Details schön ausgearbeitet und so kann der Leser mit Lars Martin zusammen den Fall bequem von der Couch aus lösen. Stück für Stück kommt man der Lösung näher. Nach etwa zwei drittel des Buches ist der Täter überführt und gefunden und nun geht es darum ihn der gerechten Strafe zuzuführen, denn die Tat ist Erschreckenderweise verjährt.
Dem Autor ist es gelungen hier nicht nur einen Kriminalfall zu schildern sondern auch die Krankengeschichte eines Schlaganfallpatienten und so erlebt der Leser wie es sich anfühlt, aus der gewohnten Lebensweise herausgerissen zu werden und auf Hilfe anderer angewiesen zu sein. Mit einer guten Portion trockenen Humors schildert Herr Persson die Gefühle von Lars Martin und so musste ich doch zwischendurch immer wieder vor mich hin grinsen.
Mein Fazit
“Der Sterbende Detektiv“ ist ein Krimi aus Sicht eines schwer kranken Detektivs der nicht aus seiner Haut kann. Der Kriminalfall ist gut aufgebaut und durchdacht und lässt genug Raum für eigene Gedanken. Er hat mir gut gefallen. Ich würde jederzeit wieder zu einem Krimi von Leif GW Persson greifen.
Meine Bewertung
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Vielen Dank an den btb Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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