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Denn dein ist die Schuld – Adele Marini

Übersetzung: Katharina Schmidt
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-47287-1
Seiten: 539
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 8,95
ET: 09.2010

Rozzano, eine triste Kleinstadt vor Mailand: Eines Abends verschwinden der elfjährige Ivan und seine sechsjährige Schwester Martina spurlos. Zur gleichen Zeit wird in Mailand der kleine Sohn der wohlhabenden Familie Simonella entführt. In beiden Fällen gibt es keine Zeugen, und Lösegeldforderungen bleiben aus. Chefinspektor Vincenzo Marino, erst kürzlich von Neapel nach Mailand versetzt, und seine neue Kollegin Sandra Leoni sehen einen Zusammenhang und beginnen zu ermitteln. Doch die Wahrheit, die sie zu Tage fördern, übersteigt ihre schlimmsten Befürchtungen.

Meine Rezension

„Denn dein ist die Schuld“ ist ein leicht verständlicher Krimi aus dem kriminellen Umfeld Mailands. Die Autorin hat versucht, das Buch den Polizeiprotokollen anzupassen. So konnte man immer wieder Verhörtexte lesen. Auch wurden die jeweilige Tageszeit und das Datum vor jedem Kapitel angegeben, so das ich schon das Gefühl hatte an der Aufklärung unmittelbar beteiligt zu sein.

Die eigentliche Geschichte um die Entführung der Kinder und ihre Aufklärung war auch interessant zu lesen, zumindest am Anfang. Nach so ca. Dreiviertel des Buches hatte ich aber das Gefühl hier wurden nur noch Seiten gefühlt, die Spannung vom Anfang konnte Fr. Marini leider nicht bis zu Schluss halten. Auch waren für mich die beiden Hauptcharaktere Chefinspektor Vincenzo Marino und seine Kollegin Sandra Leoni nicht wirklich greifbar. Ich fand beide ziemlich spröde und unnahbar.
Die Ermittlungen dieser Beiden führte sie ihn die unterstete Schicht der Gesellschaft, wo Korruption und Mord an der Tagesordnung waren. Dementsprechend schreckliche Details haben die Beiden dann auch ausgegraben. Die eigentlichen Entführungsfälle und die Arbeit der Polizei in Mailand und Umgebung wurde von Adele Marini schon glaubwürdig geschildert. Im Großen und Ganzen fand ich „Denn dein ist die Schuld“ interessant zu lesen.

Sollte es einen weiteren Fall dieser beiden Ermittler geben, würde ich auch den lesen, in der Hoffnung, dass ihre Charaktere etwas mehr ausgearbeitet werden und vielleicht auch ein bisschen an Tiefe gewinnen.

Meine Bewertung

Vielen Dank an den Goldmann-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


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Letztes Update: 18. September 2011

Autor des Artikels

Karin Speck
Rezensentin

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