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Das Spiel des Engels – Carlos Ruiz Zafón

Verlag: Fischer | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-100-95400-8
Seiten: 720
Ausgabe:
Hardcover
Preis: 24,95 €
ET:
11.2008

Wir schreiben das turbulente Jahrzehnt vor dem Bürgerkrieg, als alles aus den Fugen gerät. Die Bevölkerung Barcelonas explodiert, die Stadt expandiert, Gaudí erschafft seine Kathedrale, Banden kontrollieren ganze Stadtviertel und die Anarchisten zünden ihre Bomben. Der junge David Martín fristet sein Leben als Autor von Schauergeschichten. Als ernsthafter Schriftsteller verkannt, von einer tödlichen Krankheit bedroht und um die Liebe seines Lebens betrogen, scheinen seine großen Erwartungen sich in nichts aufzulösen. Doch einer glaubt an sein Talent: Der mysteriöse Verleger Andreas Corelli macht ihm ein Angebot, das Verheißung und Versuchung zugleich ist. David kann nicht widerstehen und ahnt nicht, in wessen Bann er gerät…

Mit unwiderstehlicher erzählerischer Kraft lockt uns Carlos Ruiz Zafón wieder auf den Friedhof der Vergessenen Bücher: mitten hinein in einen Kosmos voller Spannung und Phantastik, Freundschaft und Liebe, Schrecken und Intrige. In eine Welt, die vom diabolischen Wunsch nach ewigem Leben und Ruhm regiert wird.

Meine Rezension

Carlos Ruiz Zafón gewann mit seinem Erstlingswerk „Der Fürst des Nebels“ einen spanischen Jugendliteraturpreis. Mit seinem zweiten Buch „Im Schatten des Windes“ hielt er sich wochenlang auch in deutschen Bestsellerlisten. Nun erschien sein drittes Buch: „Das Spiel des Engels“ – das mindestens so viel versprechend scheint wie „Im Schatten des Windes“. Die Geschichte spielt im Barcelona der 1920-1940iger Jahre und lässt den Leser Bilder sehen, wie sie für das Barcelona von Herrn Zafón typisch sind.

David Martín ist ein kleiner Junge, als er seinen Vater verliert und sich ab sofort selbst durchschlagen muss. Dank Barcelonas größtem Wohltäter erhält er einen Job in einer Zeitungsredaktion, wo er den Laufburschen spielen darf, bis sein Schreibtalent entdeckt wird. David wird unter einem Pseudonym bei zwei furchtbaren Verlegern berühmt. Hier fängt die Geschichte an, spannend zu werden: Ein Haus, das eine unvergleichliche Anziehungskraft auf David ausübt, ein dubioser Verleger aus Paris mit einem merkwürdigen Angebot und die ständigen schlimmen Kopfschmerzen, unter denen David leidet… sind alles Dinge, die anfangs scheinbar nicht zusammen gehören. Doch schon bald zieht David in dieses Haus, nimmt das Angebot des Verlegers an und erfährt nach nur einem fFnftel des Buches, dass er einen Hirntumor hat und bald sterben muss. Doch irgendwas stimmt an der Sache nicht und schon nach kurzer Zeit fragt man sich als Leser, welchen Deal David da eigentlich eingegangen ist?!

Das Buch ist sehr spannend geschrieben, mit mehreren sich steigernden Spannungsbögen, sodass man nur selten die Möglichkeit zum Luftholen hat. Es ist durchgehend von einer sehr düsteren Stimmung überlagert, in die nicht nur ein, sondern anscheinend gleich mehrere Geheimnisse verwoben sind. Nur mit großer Mühe gelingt es dem Leser, nicht einfach das Buch hinten aufzuschlagen und schon mal nachzulesen, wie es wohl ausgeht und was des Rätsels Lösungen sein werden…

Ich würde das Buch nicht unter dem Genre „Roman“ im Sinne einer „Liebesgeschichte“ einstufen, sondern eher unter dem Genre „Krimi“ oder vielleicht sogar ein bisschen „Thriller“.

Leider fühlte ich mich stellenweise an die Filme „A Beautiful Mind“ und „Fight Club“ erinnert, sodass ich mir nicht immer sicher war, was in diesem Buch als Schein, als Kriminalität oder einfach nur als krankhafter Geist zu definieren war. Und auch das Ende ließ mich in dieser Hinsicht leicht im Dunkeln und noch einige Zeit am Grübeln.

So kann man abschließend sagen, dass es mal wieder ein gelungenes und spannendes Buch geworden ist, mit dem einzigen kleinen Manko eines unbefriedigten Lesers am Ende.

Meine Bewertung



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Letztes Update: 18. September 2011

Autor des Artikels

Aleksandra G.
Rezensentin

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