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Boston Run – Frank Lauenroth

Verlag: Sportwelt Verlag | Leseprobe
ISBN: 978-3-941297-05-0
Seiten: 224
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 8,95
ET: 08.2010

Das amerikanische Militär trat eines Tages an die NSA heran und bat um die Entwicklung einer Möglichkeit einen durchschnittlichen Soldaten mehr Leistung zu verschaffen. Er soll schneller, stärker und ausdauernder im Kampf werden.
Viele Möglichkeiten wurden auf den Tisch gebracht bis sich die NSA für die Forschung an einem Serum entschied. Das Serum war mehr ein Dopingmittel als eine Droge, die es dem Probanden ermöglichte übermenschliche Ausdauer aufzuwenden.
Der Kopf hinter dieser Forschung war Christopher Johnson, ein brillanter aber auch recht eigenwilliger Geist, der sich jedoch kurz vor der Präsentation des Mittels mit der NSA überwarf und einfach aus dem Staub gemacht hat.
Und mit ihm ging auch das neue Wundermittel, denn keiner seiner Assistenten hatte je daran gedacht etwas aufzuschreiben oder die Arbeitsabläufe aufzuzeichnen so das Johnson der einzige Mensch war, der die genaue Zusammensetzung kannte.
Dies liegt nun Jahre zurück. Auf Johnsons Name ist zwar noch immer ein Haftbefehl ausgestellt, aber keiner glaubt mehr wirklich daran das Genie fangen zu können, bis zum heutigen Tag.
Ein anonymer Tipp lässt das NSA Team in Boston hellhörig werden, denn Johnson soll nicht nur in der Stadt sein, sondern auch etwas mit dem diesjährigen und genau heute stattfindenden Boston Marathon zu tun haben. Und lange muss das Team um Rachel Parker nicht warten, denn ein völlig unbekannter Läufer deklassiert bereits am Anfang des Laufes die Weltspitze des Marathonsports.
Parker weiss, wenn sie den unbekannten Läufer mit der Nummer 368, der höchstwahrscheinlich mit dem verschwundenen Serum gedopt ist, schnappen dann würden sie auch an Christopher Johnson und damit an das Rezept des Serums kommen.
Parker weiss aber auch um die Schwäche des Serums. Selbst wenn Johnson das Mittel noch weiter verbessert und dessen Wirkungsgrad erhöht hat, so würde es sich dennoch innerhalb von weniger als 2 Stunden im Körper des Läufers völlig abgebaut haben, rückstandslos und ohne die Möglichkeit eines Nachweises oder gar einer Analyse.
Somit beginnt nicht nur ein gnadenloser sondern auch heikler Wettlauf gegen die Zeit, da weder der Läufer verletzt werden darf noch die öffentliche Ordnung, durch den Einsatz des Geheimdienstes bei dieser Großveranstaltung, gestört werden soll.

Zugegeben, es ist schon eine interessante Mischung die Frank Lauenroth hier abliefert. Einen Thriller rund um eine Marathonveranstaltung zu stricken ist mal etwas ganz anderes als immer nur den selben gleichen Terroristen, Verschwörungstheoretikern oder durchgeknallten Massenmördern hinter herzujagen.
Auch die Tatsache, dass er sein Charakterensemble schön kompakt hält und die Geschichte auf gut 200 Seiten unterbringt spricht für die Qualitäten des Autoren. Es wird nie langweilig, ständig ist die Handlung und somit auch das Buch in Bewegung und wo andere Bücher erst mal kleine Pausen dazwischen schieben müssen, um diverse Gegebenheiten oder frische Charaktere einzuführen startet Boston Run erst richtig durch. Bei dem Tempo fällt es dann auch fast nicht auf das sich Lauenroth an manchen stellen im Buch, vorzugsweise in der ersten Hälfte, auch dogmatisch an das 1 mal 1 des Creative Writings hält und erfahrene Leser doch recht rasch die Strukturen und den Aufbau des Buches durchschauen.
Auch birgt die kompakte Riege an Figuren seine Tücken, wie man am Ende feststellen muss. Dem Schreiber bleibt keine Zeit die Hauptfiguren etwas ausführlicher vorzustellen, so dass das Ende nicht ganz den gewünschten Effekt bei dem hier schreibenden Rezensenten hatte. Denn unterm Strich blieben nur 3 Charaktere übrig, die sich das Ende dann untereinenader ausmachen mussten, wodurch der wohl beabsichtigte Knalleffekt ausblieb. Für Finten und falsche Fährten blieb einfach kein Platz im Buch, da hätte man sich wirklich mehr trauen können.

Dennoch. Frank Lauenroth besticht in seinem bisslang dritten Buch durch seine Ortskenntnisse und dem Umstand, dass es in seinem Buch nicht an allen Ecken rumst und kracht, aber deswegen nicht minder spannender zugeht, als bei einschlägigen Genrekollegen. Zwar verzichtet er nicht ganz auf Action, aber im Vordergrund steht eindeutig die etwas geradlinige aber unterhaltsam und vor allem sehr gut und flott zu lesende Story.
Wer also was dünnes für zwischendurch sucht wird mit diesem Thriller sicher nicht enttäuscht werden.

Vielen Dank an den Sportwelt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


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1 Kommentar zu „Boston Run – Frank Lauenroth“

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Letztes Update: 18. September 2011

Autor des Artikels

Daniel
Rezensent

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