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Dornröschengift – Krystyna Kuhn

Verlag: Arena
ISBN:
978-3-401-06264-8
Seiten:
197
Ausgabe:
Taschenbuch
Preis:
€ 8,95
ET:
06.2008

Sophie kann es nicht fassen, dass ihr Bruder tot sein soll, gestorben bei einem Tauchunfall in Australien. Doch dann kommt Mikes Freund nach Deutschland und kann die Lücke ein wenig ausfüllen. Bis wieder etwas Entsetzliches passiert und Sophie misstrauisch wird…

Meine Rezension

Sophies Leben hat sich in den letzten Monaten sehr verändert. Ihr großer Bruder Mike, an dem sie sehr gehangen hat, ist bei einem Tauchunfall während seines Aufenthaltes in Australien ums Leben gekommen. Jedenfalls nehmen das die Behörden auf dem fünften Kontinent an und auch ihre Eltern, gerade ihre Mutter, haben keine Hoffnung mehr, dass Mike noch lebt.
Während Sophie versucht ihr Leben nach dieser Nachricht einigermaßen weiter zu führen, verfällt ihre Mutter mehr und mehr. Sie kümmert sich kaum noch um ihre Tochter und vernachlässigt Haus und Hof. Ihr Vater flüchtet sich in seine Arbeit als Arzt und Sophie selber verschließt sich. Sie spricht mit niemanden über Mike und wenn es doch mal passieren sollte, dass sie auf ihren Bruder angesprochen wird, blockt sie ab. Niemand scheint sich dafür zu interessieren, wie sie mit diesem Verlust zurecht kommt und so bleiben ihr nur noch die Mails, die Mike ihr geschrieben hat.

Als Tom, Mikes Freund aus Australien bei dem er die letzten Monate gelebt hat, seinen Besuch bei Sophies Familie ankündigt ändern sich die Dinge. Mit Toms Ankuft wird Sophies Mutter lebendiger, taucht aus ihrem Schneckenhaus wieder auf und auch Sophie ist von Tom recht angetan. Er stellt für sie eine Art Verbindung zu ihrem Bruder dar, doch schon nach kurzer Zeit verändert sich etwas zwischen den beiden.
Als dann eine Klassenkameradin von Sophie spurlos verschwindet und der ganze Ort nach ihr sucht, ist es ausgerechnet Tom der Lisa findet. Tot lehnt das Mädchen im Wald an einem Stein um den sich abenteuerliche Legenden ranken. Von diesem Moment an stellt Sophies Mutter Tom als eine Art Bodyguard für ihre Tochter ab, die den Gedanken daran nicht ertragen kann, dass ihre Tochter unter Umständen alleine in einem kleinen Ort unterwegs ist, in dem ganz offensichtlich ein Mörder sein Unwesen treibt…

Dornröschengift ist nicht der erste Roman den Krystyna Kuhn für die Arena Thriller Reihe geschrieben hat. Doch es ist der erste Roman für mich – sowohl von dieser Reihe als auch von der Autorin. Dass es sich bei dem vorliegenden Buch um einen Jugendroman handelt, merkt man als Leser sehr schnell. Die Charaktere bleiben einem nicht fremd, aber sie gewinnen auch nicht nennenswert an Tiefe. Die Handlung als solche ist solide ausgearbeitet, dennoch fällt die Qualität deutlich ab, wenn man diesen Thriller liest und nicht zur altersgemäßen Zielgruppe gehört. Die eine oder andere Begebenheit erscheint einem dann vorhersehbarer oder auch einfach durchsichtiger, was bei einem Leser der Zielgruppe nicht unbedingt der Fall sein muß.

Während Tom und die Leute aus der Gemeinde nun nach dem Mörder in ihren Reihen suchen, muß Sophie sich auch noch mit einem ganz neuen Gefühl befassen. Sie ist zum ersten Mal so richtig verliebt und ihre Gefühle scheinen erwiedert zu werden. Das Finn nun aber einer der Hauptverdächtigen im aktuellen Mordfall ist, macht die Sache nicht wesentlich einfacher.
Wie es für Jugendromane typisch ist, gibt es keine ausartenden Gefühlsausbrüche bezüglich dieser ersten große Liebe. Sophies und Finns Liebe bleibt nicht genug Raum um sich gegen die laufenden Ermittlungen zu behaupten, die im Vordergrund der Handlung stehen.

In jedem Fall können aber auch Erwachsene ihre Freude an diesem Werk haben, wenn sie bereit sind die Tatsache zu akzeptieren, dass dieser Thriller eben nach anderen Maßstäben entworfen und ausgearbeitet wurde, als die Thriller, die sie in der Regel lesen. Dornröschengift ist durchaus in der Lage spannende und unterhaltsame Lesestunden zu garantieren.

Meine Bewertung

Für Jugendliche: 4,5 von 5 Büchern| Für Erwachsene: 3,5 von 5 Büchern

Vielen Dank an den Arena Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


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Letztes Update: 18. September 2011

Autor des Artikels

Vanessa Brinker
Rezensentin
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