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Vlad – C.C. Humphreys

Verlag: Heyne | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-453-52597-9
Seiten:
624
Ausgabe:
Taschenbuch
Preis:
€ 8,95
ET:
12.2009

Sein Name heute: Dracula. Sein Name damals: Vlad …Rumänien im Jahre 1431. In der eisigen Kälte des Winters wird dem Fürsten der Wallachei ein Sohn geboren und auf den Namen Vlad getauft. Noch viele weitere Namen werden dem jungen Fürsten verliehen, doch es sind zwei Titel, die ihn zur Legende machen: Dracul, Sohn des Drachen – und Vlad, der Pfähler …

Ein noch nie da gewesener Roman über den dunkelsten Mythos unserer Zeit …

Meine Rezension

„Ich bin gefangen. In diesem Käfig aus Fleisch. Und doch behaupte ich, ein Falke zu sein und frei zu fliegen.“ (Jalaluddin Muhammad Akbar)

Auf einer Burg in der Walachei im März 1481 soll das Leben von Vlad III. Drăculea, Fürst der Walachei niedergeschrieben werden, dazu werden Ion Tremblac, Freund und Kampfgefährte Vlads, Ilona Ferenc, die Mätresse Vlads und sein Beichtvater Bruder Wassili zur letzten Beichte befohlen. Die Geschichten der drei werden von Kardinal Domenico Grimani (päpstl. Legat), Graf Janos Horvathy von Pécs und Petru Iordache, Spartar, der Burg Poenari gehört, und von drei Mönchen zeitgleich aufgeschrieben.

Die Geschichte beginnt im Jahr 1446, wie Vlad als Geisel der Türken unter dem Sultan von Rum, Murad Han II., ausgebildet wird. Sein Erzfeind, Mehmet Celebi, Sohn des Sultans, sieht dabei gar nicht gern, dass sich Vlad bei den Lehrern behaupten kann und angesehen ist. Aus Dankbarkeit näht Vlad seinem Lehrer Hamza Agha (später Hamza Pascha) einen Falknerhandschuh, wo er auch ein Zitat von Jalaluddin Muhammad Akbar einnäht.

Als Vlad seinem Erzfeind Mehmet eine Niederlage einbringt, wird er als Strafe nach Tokat gebracht, in eine Schule wo einem die Kunst des Folterns beigebracht wird. Dort muss Vlad mit ansehen wie ein Mann gepfählt wird, diese Art des Folterns setzt Vlad so unter Schock, dass er sich davon wochenlang nicht erholen kann. 1447 werden Vlads Vater und sein ältester Bruder ermordet. Der Sultan Murad II. lässt Vlad frei und schickt ihn nach Hause in die Walachei wo er seinen rechtmäßigen Thron besteigen kann.

Fürst Vlad III. erlässt das Gesetz das jeder der Unrechtes begeht, gepfählt wird. Dies betreibt er so intensiv, dass er einen goldenen Kelch, mit Diamanten und Rubinen verziert, auf den Brunnen des Marktplatzes von  Târgovişte stellt, so dass jeder seinen Durst stillen kann und dafür diesen Becher benutzen darf. Als einer versucht, diesen Becher zu stehlen wird er gefangen genommen und mit samt seiner ganzen Familie öffentlich auf dem Marktplatz gepfählt.

Als die Türken, angeführt von dem neuen Sultan Mehmet II. der Eroberer, kurz vor der Eroberung der Walachei waren, ließ Vlad mehrere hundert gefangener türkischer Soldaten auf einem Feld vor Târgovişte pfählen, was Vlad den Beinamen Ţepeş einbracht, was soviel wie der Pfähler heißt.

Vlad starb im Jahr 1476 im Kampf gegen die Türken.

C.C. Humphreys recherchierte die historischen Überlieferungen Vlads III. sehr genau und versucht, aus allen Quellen die Geschichte von Vlad Ţepeş III. – so gut wie es geht -  in eine chronologische Reihenfolge zu bringen. Belegbare historische Hintergründe, als auch Legenden um Vlad, hat Humphreys eingearbeitet.
Das Buch liest sich durchweg spannend und flüssig. Ein Pageturner, der das Leben von Vlad so beschreibt, dass man der Meinung ist, genau so und nicht anders verlief das Leben von dem wohl berühmtesten Fürsten der Walachei.
Die künstlerischen Freiheiten hat sich Humphreys nicht nehmen lassen und gerade das Ende des Buches kommt sehr überraschend.
Aufgrund dessen, dass sehr viele Charaktere vorkommen und eine Gegend beschrieben wird wie es sie heute nicht mehr gibt, findet man vorn im Buch ein Personenregister und eine Landkarte an der man sich orientieren kann. Humphreys verwendet in der Geschichte viele Fremdwörter aus der türkischen und walachischen Sprache, die in einem Glossar am Ende des Buches nachzulesen sind.

Im Nachwort des Autors liest man, was C.C. Humphreys nachweisbar recherchiert und welche Legenden er eingearbeitet hat.
Das Cover des Buches zeigt eine Burg auf einen Hügel, was mich an die Burg Poenari in der Walachei erinnert.

Fazit

Ein Buch, was das Leben von Vlad III. sehr spannend beschreibt. Doch wer einen Vampirroman erwartet, der sollte sich besser an Bram Stokers Dracula halten.

Meine Bewertung

5 von 5 Büchern

Vielen Dank an den Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


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Letztes Update: 01. Juli 2010

Autor des Artikels

Jörg Neumann
Rezensent

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Ab 20.09.2010 mit Autorin:

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