Himmelsdiebe – Peter Prange
Verlag: Pendo
ISBN: 978-3866122741
Seiten: 499
Ausgabe: Hardcover
Preis: € 19, 95
ET: 08.2010
Als Laura Paddington Harry Winter das erste Mal begegnet, glaubt sie, dem »großen Zauberer« gegenüberzustehen – jenem Mann, von dem sie seit Kindertagen träumt, damit er sie in eine andere Welt entführt. Es ist der Beginn einer großen Leidenschaft – zwischen ihr, der kaum zwanzigjährigen Malerin, und ihm, dem großen Außenseiter der Kunst. Gegen den Willen ihrer Eltern folgt Laura Harry ins Paris der Dreißigerjahre. Als sich auch dort die Welt gegen die beiden verschwört, fliehen sie nach Sainte-Odile, ein Dorf in den Pyrenäen, das zum Paradies ihrer Liebe wird. Einem Paradies, aus dem sie schon bald vertrieben werden. Denn die Zeiten sind dunkel. Und so muss sich in einer Odyssee, die sie quer durch Europa führt, zeigen, was stärker ist: die Wirklichkeit oder die Fantasie. Die Barbarei oder die Liebe.
Meine Rezension
Laura ist zarte 19 Jahre als sie auf einer Vernissage den wesentlich älteren Harry Winter kennen lernt, der in Deutschland zu den entarteten Künstlern zählt.
Sie verliebt sich Hals über Kopf in den charismatischen Maler und ist flieht mit ihm in ein kleines Dorf in Frankreich, um dort ihre Liebe zu zelebrieren, gegen die alle Welt zu sein scheint.
Dort sind die beiden nur mit sich, ihrer Liebe und der Malerei beschäftigt.Was im übrigen Europa, und vor allem Deutschland vor sich geht, ist ihnen egal, denn für sie gibt es nur ihre geschaffene Welt.
Doch als der zweite Weltkrieg ausbricht droht ihre Welt Risse zu bekommen und es muss sich zeigen, was stärker ist: die Liebe, die Malerei oder doch die Wirklichkeit?
Mit „Himmelsdiebe“ habe ich meinen zweiten Roman von Peter Prange gelesen und ich hatte große Erwartungen an den Roman, da mir „Der letzte Harem“ von ihm ausgesprochen gut gefallen hat. Und diese Erwartungen sind nicht enttäuscht worden.
Allerdings war ich, wie ich zugeben muss, zu Beginn etwas enttäuscht von dem Buch. Denn letzten Endes habe ich so etwas in der Art wie „Der letzte Harem“ erwartet, aber „Himmelsdiebe“ ist anders. Würde auf dem Cover nicht der selbe Autorenname stehen, hätte ich wohl daran gezweifelt, dass beide Bücher von Peter Prange geschrieben wurden.
In „Himmelsdiebe“ entführt der Autor den Leser in die Zeit des 2.Weltkriegs. Eine Zeit, in der es vor körperlicher Bedrohung nur so stinkt und viele Menschen die Hoffnung auf ein friedliches, sicheres Leben aufgegeben haben.
Mitten in der unsicheren Lage versuchen sich Laura und Harry ein friedvolles und harmonisches Leben aufzubauen, ein Leben, das sie selbst gestalten und in dem die eigentliche Wirklichkeit keinen Platz hat. Die beiden gehen sogar soweit und versehen ihr Haus mit Schutzgeistern, die die Welt aus ihrer fernhalten sollen.
Es ist faszinierend zu lesen, wie die beiden in ihrer eigenen Welt leben, was sie beschäftigt und bewegt und immer wieder stellt man sich die Frage: wann wird die Wirklichkeit die beiden einholen?
Als es dann passiert, bangt man mit beiden und hofft, dass sie diese Situation gemeinsam überstehen werden und ihr Glück kein jähes Ende findet. Doch hier muss man sich unweigerlich die Frage stellen: Reicht Liebe, reicht die Malerei um zwei Menschen zu vereinen?
Die Charaktere in „Himmelsdiebe“ sind liebenswert, fragwürdig, sympathisch und ablehnenswert zugleich, sie sind einfach authentisch und sorgen dafür, dass ich zu jedem Zeitpunkt das Gefühl hatte, dass die Geschichte genauso hätte verlaufen können.
Letzten Endes fehlen mir selbst nach 2 Wochen immer noch die Worte um diesen außergewöhnlichen Roman zu beschreiben. Man muss ihn einfach selbst lesen, um seinen Zauber zu erliegen.
„Himmelsdiebe“ ist ein Gemälde für sich und lädt zum träumen und mitfiebern ein. Ich habe den Roman sehr gerne gelesen und denke immer noch gerne daran zurück.
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Deine Rezension macht Appetit. Deine Zeilen sprühen nur so voller Begeisterung! “Himmelsdiebe” hatte ich immer auf meiner Liste gehabt, aber irgendwie war ich mir nie sicher, ob mir das Buch gefallen könnte, oder nicht! Jetzt glaube ich, dass ich wahrscheinlich was verpassen würde, wenn ich “Himmelsdiebe” nicht lesen würde. Danke Dir! Liebe Grüße, Tanja