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Die Teufelshure – Martina André

Verlag: Rütten & Loening
ISBN:
978-3-352-00773-6
Seiten: 662
Ausgabe:
Broschiert
Preis:
€ 17,95
ET:
11.2009

Schottland, 1647 / Edinburgh 2009

Schottland 1647. Der Highlander John Cameron hat Krieg und Pest überlebt, als er auf Madlen MacDonald trifft, von der es heißt, sie sei die Mätresse eines zwielichtigen Lords und mit dem Teufel im Bunde. Nach einer gemeinsamen Liebesnacht wird John wegen falscher Anschuldigungen ihres Gönners zum Tode verurteilt. Im Verlies erfährt er, dass der Lord Häftlinge kauft, um an Ihnen Experimente durchzuführen. Edinburgh 2009. Die Biologin Lilian versucht, den Erinnerungscode in menschlichen Genen zu entschlüsseln. Bei einem Selbstversuch sieht sie einen Mann in altertümlicher Kleidung. Auf der Suche nach den Hintergründen dieses Mysteriums, gerät sie in ein Herrenhaus und steht plötzlich vor John Cameron, dem Mann aus ihrer Vision. Welches Geheimnis hütet der Schotte? Und warum behauptet er, sie sei in großer Gefahr?

Meine Rezension

Im Mittelpunkt des neuen Romans von Martina André steht der Highlander John Cameron, der durch seine Liebe zu Madlen in die Fänge des undurchsichtigen Lords Chester Cunningham gerät. Es wird gemunkelt, der Lord stehe mit dem Teufel im Bunde. Tatsächlich muss John Cameron schmerzhaft feststellen, dass er Cunningham nicht gewachsen ist. Beim Versuch Madlen aus dem Einflussbereich des Lords, dessen Mätresse sie ist, zu bringen, werden John und seine Freunde von übernatürlich starken Kämpfern gefangen genommen und als angebliche Revolutionäre vor Gericht gestellt. John wird zum Tode verurteilt, seine Freunde sollen im Gefängnis schmoren. Doch noch bevor John am Galgen hängt, werden er und seine Freunde von Cunninghams Leuten abgeholt und auf eine dunkle Festung gebracht. Dort werden sie seltsamen medizinischen Versuchen ausgesetzt. Doch John und einigen seiner Freunde gelingt die Flucht …

Rund 350 Jahre später unterzieht sich die Molekularbiologin Lilian einem Selbstversuch mit einer Substanz, die laut südamerikanischen Schamanen die in den Genen gespeicherten Erinnerungen freisetzen soll. Tatsächlich sieht sich Lilian unvermittelt John gegenüber. Als sie dem Mann kurze Zeit später auch tatsächlich begegnet, glaubt Lilian zunächst an eine Täuschung. Doch nach und nach beginnt sie zu begreifen, dass John durch Cunninghams Machenschaften mehr oder weniger unsterblich geworden ist. Und dass er nach wie vor gegen den dunklen Lord kämpft.

Die Autorin hat mit der Teufelshure ein Thema aufgegriffen, das die Menschheit seit vielen Jahrhunderten beschäftigt: Den Wunsch nach ewiger Jugend und Unsterblichkeit. Gleichzeitig schafft sie um Lord Cunningham eine düstere Atmosphäre, die ihn als teuflisches Wesen erkennen lässt. Die Figuren des Romans bedienen die gängigen Klisches: Gut und Böse sind klar zu erkennen, John entspricht dem aktuellen Bild eines starken Highlanders und Madlen wie Lilian sind attraktive und unerschrockene Frauen. Dennoch sind die Charaktere gut gewählt und vor allem die Nebenfiguren sind äusserst fein gezeichnet. So fein, dass sie still und leise den Hauptprotagonisten den Rang ablaufen und sich als eigentliche Lieblinge der Leserinnen und Leser herausstellen.

Die Story ist spannend aufgebaut und stimmig – sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart. In einer leicht eingängigen Sprache spielt Autorin Martina André mühelos mit den Tempi. Sie hat die passende Mischung aus ruhigen, stimmungsvollen Augenblicken und dramatischen, schnellen Szenen gefunden. Wer sich einmal auf die Geschichte eingelassen hat, mag das Buch nicht mehr aus den Händen legen, selbst wenn die düstere Szenerie des Romans manchmal einiges abverlangt. Mit viel Fingerspitzengefühl hat es die Autorin vermieden, ins Horror-Genre einzutauchen, auch wenn da und dort nur noch eine hauchfeine Trennung existiert.

So präsentiert Martina André schliesslich einen Roman, der ebenso Elemente von historischen Romanen wie auch von Thriller und Mystik enthält. Damit ist “Die Teufelshure” keinem Genre zweifelsfrei zuzuordnen, vermag aber eine breite Schicht von Leserinnen und Lesern anzusprechen. Mit ihrem vierten Roman hat Martina André bewiesen, dass sie grosses Potential hat und von ihr noch ettliche Beiträge zur Spannungsliteratur erwartet werden dürfen.

Meine Bewertung

4 von 5 Büchern


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1 Kommentar zu „Die Teufelshure – Martina André“

  • Andy:

    Das hört sich fast so an als würde dieses Buch demnächst in meinem Regal landen. Ich hatte letztes Jahr bereits “Das Rätsel der Templer” von Martina André gelesen und fand deren Erzählstil sowie ihre Grundidee hinter der Geschichte toll.

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Autor des Artikels

Rita Dell'Agnese
Rezensentin

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Ab 15.04.2010 mit Autorin:

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