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Die Teerose – Jennifer Donnelly

Teerosen-Trilogie, Teil 1

Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-24258-5
Seiten: 688
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: 9,95
ET: 11.2004

London 1888, eine Stadt im Aufbruch:

Während in den Gassen von Whitechapel das Laster blüht, träumt die 17-jährige Fiona von einer besseren Zukunft. Als Packerin in einer Teefabrik beweist die junge Irin ihr Gespür für die köstlichsten Sorten und exotischsten Mischungen. Doch dann muss Fiona ihren Verlobten Joe verlassen und sich im New York der Jahrhundertwende eine Existenz aufbauen …

Meine Rezension

Mir wurde “Die Teerose” von Jennifer Donnelly von einer Freundin empfohlen, die mir schon viele wertvolle Buchtipps gegeben hat und auch dieses Mal hat mich ihre Empfehlung nicht enttäuscht.

Gleich von Anfang an war ich in der Geschichte gefangen und unheimlich fasziniert von den Figuren. Jennifer Donnelly hat phantastische Charaktere geschaffen, die einem sehr schnell ans Herz wachsen und deren Leid und Glück mich zutiefst berührt haben. Nicht nur die Hauptfigur Fiona stand mir mit all ihren Facetten vor Augen, sondern wirklich jede Figur, die in diesem Roman eine größere Rolle zu spielen hatte. Ich bin tief beeindruckt von der Fähigkeit der Autorin so lebendige, glaubwürdige Charaktere zu schaffen.

Und nicht nur das kann Jennifer Donnelly ausnehmend gut. Sie hat eine Geschichte geschaffen, die – nicht nur in einzelnen Szenen, sondern von der ersten bis zur letzten Seite -glasklar und gestochen scharf vor meinem inneren Auge ablief. Selten habe ich ein Buch gelesen, das so klare Bilder hervorgerufen hat.

Sehr gut hat mir neben dem sehr flüssigen Lesevergnügen und der Suchtgefahr gefallen, wie Jennifer Donnelly Ereignisse, die Londons Bürger 1888 und 1898 bewegt haben, in ihren Roman eingebaut hat. Das hat sie wirklich gekonnt und auch glaubwürdig miteinander verbunden.

Die Emotionen, die die Autorin beim Leser auslöst, sucht seines gleichen. Gefühlsmäßig war der Roman die reinste Berg- und Talfahrt. Nicht nur für die Hauptfigur Fiona, sondern auch für mich, den Leser. Fionas Geschichte hat mich zutiefst berührt und mehr als einmal saß ich total verheult in meinem Bett, schluchzend auf meinem Sofa. Nicht viele Autoren haben dieses Talent, beim Leser so viel Emotionen zu wecken und daher schneiden diese Bücher bei mir immer besonders gut ab, auch wenn es inhaltlich vielleicht nicht ganz so perfekt ist. Und damit bin ich bei meinem Kritikpunkt.

Fionas Lebensgeschichte ist gut durchdacht und bietet dem romantischen Leserherz eigentlich alles, was es sucht. Allerdings verlief mir das letzte Drittel des Buch stellenweise viel zu problemlos, um noch realistisch zu wirken. Darüber hätte ich noch gut hinwegsehen können, hätte Jennifer Donnelly dieses letzte Drittel nicht auch noch mit einem mehrjährigen Zeitsprung begonnen, der mich doch sehr enttäuscht hat. Plötzlich befand sich nicht nur Fiona in einer anderen Welt, sondern auch der Leser. Mir fiel es doch verhältnismäßig schwer, mich darauf einzulassen und mich in diese Welt hinein zu finden. Ansonsten war “Die Teerose” für mich der perfekte Liebesroman und ich möchte jedem diesen Roman empfehlen, der eine herzzerreißende Liebes- und Lebensgeschichte im ausgehenden 19. Jahrhundert lesen möchte.

Meine Bewertung


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Letztes Update: 18. September 2011

Autor des Artikels

Melanie Vogelsang
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