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Die Pforten der Ewigkeit – Richard Dübell

Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3785724224
Seiten: 864
Ausgabe: Hardcover
Preis: € 19,99
ET: 05.2011

1250: Mit dem Tod Kaiser Friedrichs II. beginnt die Zeit des großen Interregnums.
Ein Nachfolger ist noch nicht gefunden, das Reich in Aufruhr.
Im nahen Osten stirbt ein junger Mann in den Armen dreier Kreuzritter. Mit seinem letzten Atemzug berichtet er von einem Geheimnis, das der Kaiser ihm kurz vor seinem Tod anvertraute.
In der Nähe von Bamberg gründen einige unerschrockene Zisterzienserinnen eine neue Zelle inmitten des Waldes. Sie haben den Schutz der Einsamkeit dringend nötig, denn eine von ihnen hat Visionen und läuft Gefahr, als Ketzerin verbrannt zu werden.
Kreuzritter und Ordensschwestern treffen in der Stadt Wizinsten aufeinander.
Hand in Hand bauen sie ein neues Kloster, einen prächtigen Bau, der die Gemeinschaft unter den Schutz des neuen Kaisers stellen und die Pforten der Ewigkeit öffnen soll …

Meine Rezension

„Die Pforten der Ewigkeit“ beginnt damit, dass der große Kaiser Frederico Tod ist. Ein Reich steht ohne Führung da und droht im Chaos zu versinken.

In mehren parallel laufenden Erzählsträngen erzählt Richard Dübell seine Geschichte der Ereignisse in diesen Jahren. Es geht um Politik, Geld, Macht und die Liebe. Die Liebe zu Gott, und die Liebe zu den Menschen.
Zum einen ist da der junge Rogers De Bezers, der auf der Suche nach einem Geheimnis ist, dann die junge Nonne Schwester Elsbeth, die ein Kloster für sich und ihre Schwestern aufbauen möchte und Constantia die mit ihrem Schicksal hadert. Dann gibt es noch diverse böse Buben die alles versuchen, damit weder Schwester Elsbeth noch Roger ihre Ziele erreichen. Hat es zunächst den Anschein als ob hier mehrere Geschichten erzählt würden, merkt man beim lesen schnell, dass die Protagonisten unaufhaltsam auf einander zu steuern.

Der Autor führt den Leser einmal quer durch das damalige Europa über die Kreuzzüge und zurück nach Wizinsten. Die gute Recherchearbeit und die Genauigkeit der Beschreibungen macht dieses Buch zu purem Lesevergnügen. Der Erzählstil von Richard Dübell ist auch hier wieder Detailgetreu und mit einen guten Portion Humor ausgestattet

Einzig bei der Liebesgeschichte, die auch hier nicht fehlen durfte, tat ich mich etwas schwer. Sie war mir am Anfang etwas zu romantisch. Aber nachdem ich die letzte Seite gelesen hatte und noch mal über das gelesene nachdachte, fand ich doch, dass gerade diese Liebesgeschichte der ganzen Handlung die Glaubwürdigkeit und das Menschliche gibt, und somit auch nicht fehlen durfte.

Was mir hier wirklich sehr positive ins Auge fällt, ist das Gesamtpaket dieses Buches. Es fängt beim Cover an, welches sich schon der Farbe wegen von anderen Büchern hervorhebt. Es ist weiß und die Innenansicht einer Kathedrale ist zu sehen. Auf den ersten Seiten befindet sich ein Personenregister und am Ende gibt es ein ausführliches Nachwort des Autors. Für den Geschichtsinteressierten Leser ist dieses sogar relativ lang und ausführlich. Was mir sehr gut gefallen hat. Dann gibt es noch einen kleinen Stadtplan von Wizinsten und als kleines i-Tüpfelchen ist auch noch ein Leseband vorhanden. Kurzum ein durch und durch perfektes Buch.
„Die Pforten der Ewigkeit“ ist für jeden Liebhaber historischer Romane nur zu empfehlen. Ich hatte jedenfalls spannende, unterhaltsame und fesselnde Lesestunden.

Meine Bewertung


Vielen Dank an den Bastei Lübbe für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


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Letztes Update: 18. September 2011

Autor des Artikels

Karin Speck
Rezensentin

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