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Die Goldspinnerin – Gerit Bertram

Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3-7645-0371-0
Seiten: 509
Ausgabe: Broschürt
Preis: € 14,99
ET: 2010

Lübeck, anno 1396. Die selbstbewusste Goldspinnerin Cristin Bremer führt mit ihrem Mann Lukas eine angesehene Werkstatt in der florierenden Hansestadt. Mit der Geburt ihrer ersten Tochter scheint das Glück des Ehepaares perfekt zu sein. Doch kurz darauf wird Lukas vergiftet und die junge Mutter des Mordes und der Hexerei beschuldigt – und dem Henker übergeben. Nur dessen Sohn Baldo glaubt an ihre Unschuld, denn wie könnte eine so schöne und gutherzige Frau eine kaltblütige Mörderin sein? Gemeinsam müssen sie aus der Stadt fliehen, doch nichts wird Cristin daran hindern heimzukehren, um dienhinterlistigen Mörder ihres Mannes zu überführen und ihre Tochter, die man ihr weggenommen hat, wiederzufinden …

Meine Rezension

Hinter dem Autorennamen Gerit Bertram verbirgt sich ein Autorenteam von zwei Schriftstellern. Dies ist mein erster Roman, den ich von diesem Team gelesen habe.
In einem leichten, einfachen Schreibstil entführt uns dieses Autorenpaar nun ins Lübeck des 14 Jahrhunderts. Die einzelnen Abschnitte sind angenehm kurz gehalten und auch die Sätze sind kurz.
Wobei der Titel „Die Goldspinnerin“ ein klein wenig irreführend ist. Die Protagonistin Cristin ist so ca. 50 Seiten lang „Die Goldspinnerin“ danach ist sie erst Mutter, dann Witwe, Hexe und anschließend auch noch Heilerin.

Sie versucht nun gemeinsam mit Baldo, dem Sohn des Henkers, den Tod ihres Mannes aufzuklären. Am Anfang war das auch noch interessant zu lesen. Es gab spannende Momente dabei, als die Beiden z. B. in den Lübecker Spelunken nach Spuren suchten, leider waren diese Momente aber nur sehr kurz. Gerit Bertram schickt die Beiden anschließend auf eine Reise nach Polen, wo sie zwischendurch Bernsteine an der Ostesee gesammelt haben, um dann anschließend an dem polnischen Königshof aufgenommen zu werden, wo die Königin ihnen selbstverständlich behilflich ist. Mir war diese ganze Geschichte zu naiv geschrieben. Ich hatte eher das Gefühl, mich auf einer beschaulichen Landpartie zu befinden.
Die ganze Handlung hatte keinen richtigen Zusammenhang und die Lösungen kamen dann auch eher zufällig daher. „Die Goldspinnerin” machte auf mich den Eindruck, dass es sich hier um lauter kleine Geschichten aus dem Mittelalter handelt die dann aneinandergefügt wurden um ein ganzes zu ergeben. Leider wirkte das auf mich einfach unglaubwürdig und Zweitweise auch langweilig. Was ich sehr schade fand, denn es gab auch gute Momente, wie z. B. als die Krimielemente durchkommen wollten und Cristin und ihre Begleiter die ersten Hinweise im Lübecker Umfeld oder eben später in Polen auf die Mörder ihres Gatten fanden.

Cristin, ihr Bruder Piet und der Henkersohn wirkten auf mich blass und unscheinbar und dieser Eindruck hatte auch bis zum Ende bestand. Ich wurde mit diesen Protagonisten nicht zu richtig warm.

Positiv fand ich, dass sich in der Coverinnenseite ein Stadtplan Lübecks befand und hinten eine Karte Nordeuropas mit Kennzeichnungen, welchen Weg die Protagonisten genommen haben. Auch gibt es ein Glossar der fremden Begriffe. Das kleine Nachwort am Ende klärt leider nicht wie viel Wahrheit und Fiktion sich in diesem Roman befindet. Schade, mich als Leser interessiert es schon, woher die Idee zu der Geschichte stammt.

Meine Bewertung

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


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Letztes Update: 18. September 2011

Autor des Artikels

Karin Speck
Rezensentin

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