Die Gabe der Jungfrau – Deana Zinßmeister
Verlag: Goldmann | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-424-7036-5
Seiten: 505
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 9,95
ET: 02.2010
Ein Dorf in der Kurpfalz um 1525. Anna Maria wächst mit vier Brüdern auf einem Hof auf. Als ihr Vater zwei seiner Söhne in den Krieg schickt, damit sie für die Sache der Bauern kämpfen, versucht Anna Maria ihn umzustimmen, doch vergebens. Bevor die Brüder aufbrechen, geben sie ihrer Schwester das Versprechen, dass keiner ohne den anderen heimkehren wird. Doch dann sieht Anna Maria die beiden eines Nachts im Traum und weiß, dass sie in Gefahr sind. Nun hält sie nichts mehr zu Hause, denn sie verfügt über die Gabe, in ihren Träumen den Tod vorherzusehen …
Meine Rezension
Zu Beginn des 16.Jahrhunderts brodelt es in Deutschland: Viele Bauern laufen gegen Die Obrigkeit Sturm und fordern mehr Rechte für ihren Stand ein.
In diesen Wirren lebt die junge Anna Maria. Ihr Brüder sind vom Vater in diesen Krieg um mehr Gerechtigkeit geschickt worden. Als die junge Frau einen bösen Traum hat, macht sie sich auf den Weg, um ihre Brüder zu suchen und nach Hause zu bringen, denn sie befürchtet, die beiden sonst nie wieder lebend zu sehen….
Mit Die Gabe der Jungfrau hat Deana Zinßmeister ihren insgesamt vierten Roman veröffentlicht und lange habe ich diesem entgegen gefiebert.
In gerade mal 1 ½ Tagen habe ich den Roman verschlungen und kann eigentlich nur sagen, dass ich absolut begeistert bin und dieser bis jetzt mein absoluter Liebling der Autorin ist.
Auf eine spannende und erfrischende Weise erzählt die Autorin eine Geschichte, die vor Abenteuern nur so wimmelt. Deana Zinßmeister entführt in ein Deutschland, dass gerade im Umbruch ist und schafft es, die Unzufriedenheit, die Unsicherheit und Angst der Menschen einzufangen.
Stellvertretend für diese stehen Anna Maria und ihre Brüder, die in dieser turbulenten Zeit ihren Weg finden müssen.
Mit diesen Charakteren hat die Autorin sympathische Figuren geschaffen, die dafür sorgen, dass man mit ihnen fiebert und ihre Hoffnungen und Ängste teilt.
Die Handlung selbst teilt sich in mehrere Handlungsstränge auf, die am Ende zu einem einzigen zusammen laufen. Im Vergleich zu „Das Hexenmal“ ist es der Autorin gelungen diese Handlungsstränge ‘weicher’ zu gestalten und so enden einzelne Episoden nicht so abrupt, wie es beim Vorgänger der Fall war. Das hilft dabei, einen gleichmäßigen und schnellen Lesefluss beizubehalten.
Neben mehreren Handlungssträngen, wartet der Plot auch mit einigen Überraschungen auf, die dafür sorgen, dass es nie langweilig wird.
Zum Schluss führt die Autorin in einem Nachwort auf, welche Figuren der Realität entsprechen und welche nicht.
Insgesamt fällt es mir schwer das Buch genauer auseinander zu pflücken und zu analysieren, denn ich bin einfach bodenlos begeistert. Es fiel mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Die Gabe der Jungfrau ist ein eindrucksvoller Roman, dem ich jeden Liebhaber von anspruchsvollen historischen Roman nur empfehlen kann.
Meine Bewertung
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Vielen Dank an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
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Die Gabe der Jungfrau
Buchrückentext
Ein Dorf in der Kurpfalz um 1525. Anna Maria wächst mit vier Brüdern auf einem Hof auf, bis ihr Vater zwei seiner Söhne in den Krieg schickt, damit sie für die Sache der Bauern kämpfen. Anna Maria versucht den Vater umzustimmen, doch vergebens. Bevor die Brüder aufbrechen, geben sie ihrer Schwester das Versprechen, dass keiner ohne den anderen heimkehren wird. Doch dann sieht Anna Maria die beiden eines Nachts im Traum und weiß, dass die in Gefahr sind. Nun hält sie nichts mehr zu Hause, denn sie verfügt über die Gabe, in ihren Träumen den Tod vorherzusehen…
Meine Meinung
Die Gabe der Jungfrau ist ein facettenreicher gut recherchierter historischer Roman.
Der Schreibstil von Deana Zinßmeister ist sehr flüssig und lässt sich gut lesen.
Auch wenn hier mehrere Handlungstränge und mehrere Zeitzonen neben einander her gehen, verliert man nicht den Überblick. Ich hatte keine Schwierigkeiten mich auf die Geschichte einzulassen. Ganz im Gegenteil, ich war die ganze Zeit mitten im Geschehen.
Immer wieder begegnen uns neben den Protagonisten auch Zeitgenössische Personen und deren Geschichten. Wie z.B. Fritz Joß, Franz v. Sickingen und viele andere. Man spürt deutlich, dass die Autorin sehr viele Geschichtsbücher gelesen hat und diese kleinen Geschichten bindet sie hier so geschickt hinein, das ein Authentischer historisch korrekter Roman entstanden ist, der mich komplett gefangen genommen hat.
Erzählt wird die Geschichte von Anna Maria und ihrer Familie vor dem Hintergrund der Bauernaufstände um Martin Luther. Und zwar so glaubwürdig, das ich das Gelesene gut nachvollziehen konnte und in die Geschichte hineintauchen konnte. Egal ob wir auf dem Bauernhof ihrer Kindheit waren oder auf der Suche nach ihren Brüdern, oder gar in Gefanengenschaft immer konnte ich die Gefühle der Protagonisten oder deren Handlungsweise gut nachvoll ziehen. Wenn z.B. von kalten Füßen die Rede war, musste ich mir regelrecht warme Socken anziehen, mir war zeitweise heiß und kalt zu gleich.
Ich hatte einige wirklich unterhaltsame spannende Lesestunden, es hätten gerne etwas mehr Seiten sein können. Ich mag einfach solche historisch spannenden Romane.
In einem relative ausführlichen Nachwort geht Deana Zinßmeister noch einmal auf die geschichtlichen Details ein. Was für mich immer sehr wichtig ist, da ich immer gerne weiß, was historisch korrekt ist und was nur Fiktion. Leider muss ich bemängeln, dass keine Karte uns den Weg zeigt, den die Protagonisten gegangen sind. Die wäre zur Orientierung nicht schlecht gewesen.
Meine Bewertung