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Die ewige Prinzessin – Philippa Gregory

Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-16469-1
Seiten: 620
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 9,99
ET: 09.2010

Katharina von Aragon ist erst 14 Jahre alt, als sie den Thronfolger Englands heiraten muss. Sie verlässt ihr Heimatland Spanien, und damit alles, was sie liebt. Am englischen Hof, wo spürbar schroffere Sitten herrschen, sehnt sie sich zurück nach Badekultur und exotischen Früchten, nach luftigen Gewändern und lauen Sommernächten.Katharina wird die erste Frau Heinrich VIII. Als Erste lernt sie den tyrannischen Herrscher aus nächster Nähe kennen, als Erste leidet sie unter seinen unzähligen Liebschaften, und als Erste erfährt sie, was es bedeutet, ihm keine Sohn schenken zu können – ein Schicksal, von dem nicht nur ihre Ehe, sonder die Zukunft eines ganzen Landes abhängt.

Meine Rezension

Dies ist mein zweiter Roman, den ich von Philippa Gregory gelesen habe. Sie hat einen flüssigen Schreibstil der sich gut lesen lässt. So habe ich mich auf spannende Lesestunden eingestellt, leider wurde ich hier ziemlich enttäuscht. „Die ewige Prinzessin“ war im Großen und Ganzen einfach zu langatmig. Philippa Gregory hat sich so etwa zwei drittel des Buches bei der Prinzessin von Wales Catalina aufgehalten. Sie hat zwar versucht, ihr Leben zu schildern und ihre Gefühle wiederzugeben. Dies war aber mehr oder weniger nur langweilig dargestellt. Es gab einfach zu viele Textzeilen in denen die junge Catalina zu Gott betet und um Beistand bittet und immer wieder darauf hinweist, dass sie die Prinzessin von Wales ist. Zwar hat Philippa Gregory auch die Ehe zwischen Arthur, dem älteren Bruder von Henry VIII, geschildert, aber diese Schilderungen waren für mich sehr unglaubwürdig und ohne jegliche Spannung. Als aus Catalina dann endlich die Königin Katharina wurde und ich dachte nun aber, war das Buch auch schon gelesen und wirklich spannender wurde es auch nicht. Die Tatsache, dass Katharina von ihren Eltern zu einer Kriegerprinzessin erzogen wurde und auch eine Kämpferin war, hat die Autorin hier leider nicht dargestellt.

Auch fehlte der eigentlich spannende Teil, nämlich der, der sie als erste Ehefrau von Henry VIII beschreibt, ihr Leben an der Seite eines Mannes der unzähligen Geliebte gehabt hat und seine Macht jederzeit demonstriert hat, ist hier irgendwie fast nicht geschildert worden. Auch dass sie mehrere Kinder geboren hat und diese leider verstarben, bleibt unerwähnt. Was ich sehr enttäuschend fand, weil es sich genau um die Jahre ihres Lebens handelt über die sehr wenig geschrieben wurde. Ich hatte mich darauf eingestellt eben diese Jahre nun zu lesen, schade dass dem nicht so war. Die Lebensweise der Katharina von Aragon, die die Autorin hier schilderte, war für mich wenig glaubwürdig und auch nicht nachvollziehbar.
„Die ewige Prinzessin“ ist eigentlich ein Band einer Reihe über die Frauen Henry VIII, es gibt seit einigen Jahren auch schon einen Teil über Mary Boleyn: „Die Schwester der Königin“. Dieser Teil war spannend, facettenreich und richtig interessant. Im Vergleich dazu ist „Die ewige Prinzessin“ einfach nur blass.

Alles in allem war „Die ewige Prinzessin“ trotzdem ein netter historischer Roman, der für mich eher in die Rubrik komplette Fiktion gehört und nicht wirklich autobiografisch war, wie ich anfangs vermutet hatte. Auch fehlten leider einige Hintergrundinformationen, wie ein Glossar oder vielleicht ein Stammbaum der Königsfamilie, um sich in dieser Epoche zurecht zu finden. Eine kleine Karte Englands wäre auch nicht schlecht gewesen. Das Nachwort, welches sich am Schluss befindet, klärt leider auch nicht, was Fiktion oder Wahrheit ist.
Für Leser, die mehr über die Zeit Henry VIII und seine Frauen erfahren wollen, ist „Die ewige Prinzessin“ nicht zu empfehlen.

Meine Bewertung

Vielen Dank dem Lübbe Verlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplars!


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Letztes Update: 18. September 2011

Autor des Artikels

Karin Speck
Rezensentin

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