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Der Hexenturm – Deana Zinßmeister

Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-47248-2
Seiten: 447
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 9,99
ET: 12.2010

Seit ihrer Flucht ins Hessenland sind die fünf jungen Thüringer Johann, Franziska, Katharina, Clemens und Burghard auf der Suche nach einer Bleibe. Sie kommen auf dem Gestüt des Pferdehändlers Rehmringer unter, doch nicht jeder im Dorf ist ihnen wohlgesinnt. Auch in den Nachbarorten herrscht Unfrieden, denn hier überführt der Magier Barnabas als vermeintlicher Hexenerkenner Frauen der Zauberei. An seiner Seite befindet sich eine geheimnisvolle Kinderhexe, und gemeinsam hinterlassen sie eine Spur des Grauens. So kommt es, dass bald auch die jungen Thüringer nicht mehr sicher sind.

Meine Rezension

„Der Hexenturm“ ist der Nachfolgeband von „Das Hexenmal“. Wieder geht es um das Leben der fünf jungen Leute vom Eichsfeld. Durch ihren leicht zu lesenden Stil fiel es mir auch nicht schwer, wieder mit der Geschichte vertraut zu werden. Auf den ersten Seiten gibt es ein paar Rückblenden zu lesen, so dass mein Gedächtnis schnell aufgefrischt war und ich mich auf die nächsten Abenteuer der Fünf einlassen konnte.

In mehren Erzählsträngen schildert Deana Zinßmeister zunächst die weitere Flucht und Suche nach einem neuen Zuhause für die jungen Menschen. Ein zweiter Erzählstrang schildert die Erlebnisse der jeweiligen Verfolger. Zum einen den Vater von Johannes, Casper Bonner und zum anderen die des Mönchs Servatius und seine Begleiter, sowie ein Auftragskiller. Fr. Zinßmeister ist es gut gelungen, die Protagonisten sehr lebhaft dazu stellen. Ein ums andere Mal musste ich doch grinsen, wenn es nicht so lief wie z.B Servatius es gern gehabt hätte.

Auch das Thema der Hexenverfolgung ist der Autorin glaubwürdig gelungen. Allerdings hält sie sich nicht damit auf von den Grausamkeiten der Hexenverfolgung ausführlich zu schildern sondern belässt es dabei es eben zu erwähnen wie schwer es die Beschuldigten hatten um ihre Freiheit zu kämpfen, was leider nur in den seltensten Fällen gelang. Es gibt keine ausführlichen Schilderungen über diverse Foltermethoden oder ähnliches, was mir eben sehr gut gefallen hat. „Der Hexenturm“ ist ein glaubwürdiger Roman über das Leben bezw. Überleben im 17. Jahrhundert.

Am Schluss erwähnen möchte ich noch, dass sich auf den ersten Seiten eine Karte des Saarlandes um 1618 befindet, und im hinteren Teil ein Glossar und ein Personenregister. Außerdem gibt es ein interessantes Nachwort der Autorin. In diesem schildert sie noch einmal kurz was Wahrheit und was Fiktion ist. Mir hat es sehr gut gefallen, ich mag es, wenn ich am Ende weiß was sich tatsächlich ereignet hat und was sich die Autorin ausgedacht hat. In diesem Fall hab ich wieder einiges dazugelernt.

Meine Bewertung

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


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Letztes Update: 18. September 2011

Autor des Artikels

Karin Speck
Rezensentin

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