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Das Spiel des Sängers – Andrea Schacht

Verlag: blanvalet | Leseprobe
ISBN: 978-3-7645-0348-2
Seiten: 636
Ausgabe: Hardcover
Preis: € 19,95
ET: 06.2010

Burg Langel im ausgehenden Mittelalter. Seit dem gewaltsamen Tod des Burgherren Eberhardt ist die Lehensnachfolge ungeklärt. Ritter Ulrich von der Arken soll die Burg im Auftrag seines Herzogs nun neu vergeben. Eine erlauchte Gesellschaft findet sich ein; nicht wenige, die Anspruch auf das Lehen erheben. Bis man sich einig wird, soll Minnesänger Hardo Lautenschläger des Abends mit seinen Künsten für Unterhaltung sorgen. Kaum jemand ahnt, welches Geheimnis Hardo mit Burg Langel verbindet – und mit der holden, aber spitzzüngigen Engelin van Dyke, die an Hardos abendlichen Gesängen so gar keinen Gefallen zu finden scheint.

Die Ereignisse spitzen sich dramatisch zu, als Burgverwalter Sigmund vom Söller in den Tod stürzt. Ritter Ulrich lässt die Zugbrücke schließen und befiehlt, dass niemand die Burg verlasse, bis der Mörder gefunden ist….

Meine Rezension

Andrea Schacht gehört für mich zu den Autoren, an denen ich nicht vorbeigehen kann. Ihre historischen Romane sind immer in einem leicht zu lesenden Stil geschrieben, die zu aufregenden Lesestunden einladen. So auch Das Spiel des Sängers.

Die Autorin schickt uns auf eine Reise ins Mittelalter, das durch ihre Art der Darstellung zu einer bunten, farbenprächtigen und heiteren Zeit wird.  Zum einen schildert uns Hardo Lautenschläger selbst seine Eindrücke und Gefühle auf der Burg Langel. Er erzählt uns so ganz nebenbei, in kleinen Dosen verpackt,  Abend für Abend seine Lebensgeschichte, die gleichzeitig auch die Geschichte der meisten der anwesenden Personen auf der abgeriegelten Burg ist. So erschließen sich im Laufe der Geschichte die Zusammenhänge und Verbindungen der einzelnen Lehnsanwerter und man erfährt immer wieder überraschende Details. Er hat mich mit seiner Laute und seiner Geschichte mehrere Abende lang sehr gut unterhalten. Die Autorin hat hier wunderbar Liedgut aus dem Mittelalter mit eingebaut,  so dass ich Hardo wirklich singen und spielen hören konnte.

Glaubte ich mich jedoch zunächst in einem einfachen historischen Roman, stellte ich sehr schnell fest, dass es sich hier, so ganz nebenbei, um einen Krimi à la Agatha Christie handelte, was mich sehr begeistert hat. So versuchen einige der Protagonisten gemeinsam, den mysteriösen Tod des Burgvogts aufzuklären.

Immer wieder wechselt  die Autorin zwischendurch zu den anderen Charakteren des Romans, und ich konnte wunderbar teilhaben an deren Sicht der Dinge und ihren Spekulationen, was den Mord und die diversen Anschläge auf den Minnesänger betrifft. Was mir außerordentlich gut gefallen hat. Ich hatte von Anfang an eine Verbindung zu den Protagonisten und fühlte mich mitten unter ihnen. Natürlich durfte auch die Liebe nicht zu kurz kommen und so durften wir teilhaben an dem Werben und Necken Hardos zu seiner Liebsten und an so manch anderer Verbindung. Keine der aufgeführten Personen hätte ich missen mögen. Wobei Hardo Lautenschläger und seine Liebste sich in mein Leseherz gesungen haben. Ich hatte einige wirklich heitere Lesestunden.

Am Ende befindet sich ein umfangreiches Namensregister, welches hilft, sich unter den Burgbewohnern zu recht zu finden. Sowie  ein kleines Nachwort, wo uns Andrea Schacht noch einmal wissen lässt, was Wahrheit und was Fiktion ist. Was mir immer gut gefällt. Ich mag es, am Ende auch zu erfahren, ob es gewisse Orte oder Personen tatsächlich gegeben hat.

Das Spiel des Sängers kann ich nur jedem empfehlen, der spannende und heitere Lektüre mag.

Meine Bewertung

Vielen Dank an Blanvalet für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.


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Letztes Update: 18. September 2011

Autor des Artikels

Karin Speck
Rezensentin

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