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Das Geheimnis des Frühlings – Marina Fiorato

Verlag: Limes Verlag | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-809-02574-0
Seiten: 588
Ausgabe: Hardcover
Preis: € 19,99
ET: 09.2010

Die bezaubernde Luciana Vetra verdingt sich als Straßenmädchen und gelegentliches Künstlermodell. So posiert sie auch für Botticelli und dessen Bild »Primavera«. Als der Maler sie dafür jedoch nicht entlohnen will, entwendet sie eine Miniatur des »Frühlings«, nur um kurz darauf entsetzt festzustellen, dass jemand offenbar über Leichen geht, um an dieses Gemälde zu gelangen. Doch was hat es mit diesem Bild auf sich? – Verzweifelt sucht Luciana den einzigen Mann auf, der gegen ihre Reize immun zu sein scheint: den Novizen Guido. Gemeinsam mit dem klugen jungen Mönch flieht sie durch Italien und kommt dem brisanten Geheimnis des Bildes auf die Spur …

Meine Rezension

Die junge Luciana Vetra arbeitet als Dirne, als sie für den aufstrebenden Maler Botecelli Model sitzen soll.
Bei dieser Gelegenheit stiehlt sie eine Miniatur des Gemäldes, dass von ihr gemalt wurde. Doch schnell wird ihr klar, dass sie sich durch diesen Diebstahl in große Gefahr gebracht hat.
Sie sucht Zuflucht in einem Kloster und zieht dabei den jungen Novizin Guido mit hinein – und beide versuchen das Rätsel des Gemäldes zu lüften, um sich so der scharfen Messer ihrer Feinde zu entledigen.

„Das Geheimnis des Frühlings“ ist ein außergewöhnlicher historischer Thriller, der mich staunen ließ, in seinen Bann zog und mir hin und wieder ein Lächeln auf die Lippen zauberte.
Auf fast 600 Seiten entführt die Autorin den Leser in das Italien des 15.Jahrhunderts.
Der Einstieg in die Geschichte fällt sehr leicht, weil man direkt in die Geschichte gezogen wird, und man nicht mit vielem Vorgeplänkel Zeit verliert. So wird schnell klar, dass Luciana in Gefahr schwebt und diese Gefahr ihr im Nacken sitzt, bis sie es schafft das Geheimnis ihres Diebesgutes zu lüften.

Der lockere Schreibstil trägt dazu bei, dass der Roman schnell zu einem Page-Turner wird. Kurze, prägnante Sätze und pfiffige Dialoge wechseln sich ab und ziehen den Leser mitten ins Geschehen hinein. Manchmal hat man sogar das Gefühl, dass man mit Bruder Guido und Luciana im Raum sitzt und nachdenkt.
Das einzige was mich gerade auf den ersten 100 Seiten gestört hat, war der Sprachstil, der Luciana verpasst wurde: Das junge Mädchen lebt nun mal als Prostituierte. Ein Leben, dass ihr ganzes Sein prägt. Als vielleicht logische Konsequenz schmeißt die junge Frau nur so mit Anzüglichkeiten um sich, dass es wirklich hart an der Grenze zum Ertragbaren kratzt. Allerdings legt sich dies sehr schnell und man kann den Rest des Romanes ohne schlechte sexuelle Andeutungen genießen.

Die Charakter von Bruder Guido und Luciana tragen ihr übriges dazu bei, „Das Geheimnis des Frühlings“ zu einem wirklich gelungenen Roman werden zu lassen.
Mit viel Liebe hat die Autorin sich diesen beiden Personen gewidmet und sie zum Leben erweckt. Während des Lesens hatte ich öfter das Gefühl über ‘echte’ Freunde zu lesen und habe, als die letzte Seite dann doch gekommen war, nur sehr widerwillig Abschied von ihnen genommen.

„Das Geheimnis des Frühlings“ ist ein spannender Schmöker, der gerade jetzt, in der kalten Jahreszeit, dazu einlädt sich stundenlang in eine andere Zeit und Welt zu träumen und auf ein Abenteuer zu gehen.
Mich hat der Roman positiv überrascht und ich kann ihn wirklich empfehlen!

Meine Bewertung

Vielen Dank an den Limes Verlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplars!


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Letztes Update: 18. September 2011

Autor des Artikels

Rebecca Marbaise
Redaktion

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