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Das Geheimnis der Krähentochter – Oliver Becker

Verlag: Gmeiner
ISBN: 978-3-8392-1071-0
Seiten: 466
Ausgabe: Broschiert
Preis: € 12,90
ET: 07.2010

Zwischen Liebe und Hass. Der Schwarzwald im Jahre 1636: Ein abgeschiedenes Tal wird von den Schrecken des Dreißigjährigen Krieges erreicht. Eine Gruppe von Söldnern überfällt den Petersthal-Hof, mordet und verschwindet wieder im Dunkel der Wälder. Es gibt nur eine Überlebende: die Magd Bernina. Sie wird von einer Frau gerettet, die in der ganzen Gegend als Hexe verschrienen ist und nur die „Krähenfrau“ genannt wird. Welche Geschichte verbirgt sich hinter dem geheimnisvollen Bild, das Bernina in den Trümmern des abgebrannten Hofes findet? Bald steht die junge Frau nicht nur vor dem Rätsel der Zeichnung, sondern auch vor der Entscheidung zwischen zwei Männern…

Meine Rezension

“Das Geheimnis der Krähentochter”  ist der Debüroman von Oliver Becker. Er schildert in düsteren, beklemmenden Worten das Schicksal Berninas einer einfachen Magd in den Wirren des dreißigjährigen Krieges, allerdings nur aus ihrer Sicht. Was dem Autor sehr glaubwürdig gelungen ist. Mir hat es gut gefallen. Obwohl es sich hier um eine düstere Zeit handelt, verzichtetet der Autor darauf die Kriegsgreul Detaliert zu beschreiben, wobei er wiederum das anstrengende Leben zu dieser Zeit sehr gut geschildert hat. Er schafft eine spannende Atmosphäre der ich mich einfach nicht entziehen konnte. Die Charaktere und ihre Handlungen sind so gut beschrieben dass ich sie deutlich vor mir sehen konnte.

Mit Personen wie der schwarze Reiter oder der geheimnisvollen Krähenfrau sind dem Autor spannende Chartere gelungen, die dem ganzen etwas Geheimnisvolles, Aufregendes gaben, und mir zeitweilig Gänsehaut verursachten. Was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Außerdem gewährt er einen kleinen Einblick in die damalige Medizin. Mit dem Feldscher Melchert Poppel ist ihm ein weiterer interessanter Charakter gelungen, der mir ebenfalls gut gefallen hat.

Mit dem Überfall auf den Petersthal-Hof ändert sich das Leben von Bernina komplett. Der Autor baut hier schon auf den ersten Seiten Spannung auf, und diese geht auch während der gesamten Handlung nicht verloren. So lernt sie den Gaukler Anselmo kennen und auch den Krieg und somit Oberst Jakob von Falkenberg. Ihr Leben in dieser Zeit hat der Autor glaubwürdig geschildert, so konnte ich die Gefühle und ihre Handlungsweise gut nachvollziehen. Egal ob Bernina im Kriegsgeschehen war oder auf einem einsam gelegenen Schloss.

Im Vordergrund steht aber die Suche Berninas nach ihrer großen Liebe, was sich als schwieriger herausstellt, als sie am Anfang glaubte, da sie plötzlich zwischen zwei Männern steht. So hat Oliver Becker eine Liebesgeschichte geschrieben, die einhergeht mit Liebe und Hass voller Leidenschaft, eine Liebesgeschichte die mir sehr gut gefallen hat, da sie keineswegs kitschig ist, sondern sehr spannend und immer wieder andere Wege einschlägt. Es ist nicht nur die Suche nach dem Vermissten sondern auch eine Suche nach ihrer eigenen Vergangenheit. Die durch die gesamte Handlung läuft und erst auf den letzten Seiten komplett geklärt wird. Was mir wiederum sehr gut gefallen hat. Vor allem, dass die ganze Handlung nicht so leicht zu durchschauen war und sich die Zusammenhänge erst nach und nach offenbarten fand ich gut.

Was mir hier nicht so gut gefällt ist, das es hier kein Nachwort gibt indem Herr Becker noch mal kurz erläutert was Wahrheit und was Fiktion ist oder woher die Idee der Protagonisten stammt. Ich finde so etwas gerade bei historischen Romanen immer sehr interessant. Dies hat aber meinen Gesamteindruck nicht weiter gestört.

“Das Geheimnis der Krähentochter“ war für mich ein durch und durch gelungenes Lesevergnügen und ich freue mich schon darauf wieder etwas von Oliver Becker zu lesen. Vielleicht ja irgendwann eine Fortsetzung von Bernina. Die Möglichkeit dazu hat der Autor in den letzten Sätzen durchaus offen gelassen.

Meine Bewertung

Vielen Dank an den Autor Oliver Becker für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


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1 Kommentar zu „Das Geheimnis der Krähentochter – Oliver Becker“

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Letztes Update: 18. September 2011

Autor des Artikels

Karin Speck
Rezensentin

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