Nightwalker – Jocelynn Drake
Jägerin der Nacht-Reihe, Teil 1
Verlag: Lyx | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-8025-8251-6
Seiten: 416
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 9,95
ET: 11.2009
Mit eiserner Hand wacht die Vampirin Mira über die jüngeren Nachtwandler in ihrer Domäne. Eines Tages kommt der attraktive Vampirjäger Danaus in ihre Stadt – doch nicht, um Mira zu töten. Er bringt unheilvolle Neuigkeiten: Die Naturi, grausame Elfenwesen, die einst von der Erde verbannt wurden, sind zurückgekehrt! Mira muss sich auf ein Bündnis mit Danaus einlassen, um Menschen und Vampire vor den Naturi zu bewahren …
Meine Rezension
Mira ist eine sechshundert Jahre alte Vampirin, die in ihrem Bezirk für Frieden mit den Gestaltwandlern sorgt, bis eines Tages der attraktive Vampirjäger Danaus in ihr Revier eindringt. Natürlich stellt sie sich dem unausweichlichen Kampf und muss feststellen, dass er kein gewöhnlicher Sterblicher ist. Des weiteren erfährt Mira, dass er nicht gekommen ist, um sie zu vernichten, sondern vielmehr, um sich mit ihr gegen die Naturi, grausame Elfenwesen, zu verbünden.
Mira hatte die Naturi bereits vor 500 Jahren von der Erde verbannt und versiegelt. Nun sind die sie jedoch zurück gekehrt, um das magische Siegel zu brechen und die Vampire sowie die Menschheit auszulöschen. Obwohl in Mira schreckliche Erinnerungen an die Naturi erwachen, verbündet sie sich mit dem geheimnisvollen Danaus und begibt sich zusammen mit ihm auf die Suche nach nach den Ältesten der Vampire, um mit ihnen den gefährlichen Feinden entgegen zu treten.
Ich habe mich schon seit der Ankündigung durch den Verlag sehr auf diesen Buchtitel gefreut und bin sehr glücklich, ein druckfrisches Exemplar auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse ergattert zu haben.
Das Buch liest sich sehr flüssig und auch die Spannung steigert sich stetig während des Verlaufs der Geschichte. Der Roman wurde in der Ich-Form geschrieben und erzählt aus der Sicht der Hauptprotagonistin Mira. Obwohl man durch diesen Erzählstil nur einen Einblick in ihre Gefühlswelt bekommt und man nur das erfährt, was andere Charaktere von sich preisgeben, wurde diese Form von der Autorin nicht ohne Grund gewählt. So wird das Geheimnis, welches der Vampirjäger Danaus mit sich trägt, erst gegen Ende des Buches gelüftet und es bleibt die Geschichte hindurch spannend. Dennoch muss ich dazu bemerken, dass die Sichtweise aus nur einer Person an manchen Stellen und Passagen eintönig und langatmig wirkt. Das soll nun aber nicht heißen, dass das Buch langweilig ist. Im Gegenteil. Der Roman beinhaltet eine aufbauende Story und Action- sowie Kampfszenen, die nicht zu kurz kommen. Dazu kommt, dass „Nightwalker“ leicht dezent erotisch angehaucht ist, obwohl es hier keine Sexszenen gibt. Sehr gut hat mir gefallen, dass einmal die Dinge ins Gegenteil verkehrt wurden. So war es doch bisher (meistens) so, dass der Vampir männlich ist und einen Alphacharakter besitzt, während die Frau ein Mensch ist. Hier ist das nicht so. In diesem Roman ist es genau umgekehrt. Mira fährt als Frau ihren Beschützerinstinkt gegenüber ihren männlichen Gespielen hoch, die ganz normale Sterbliche sind.
Allgemein kann man sagen, dass man in „Nightwalker“ in eine Welt abtaucht, deren Regeln und Geschöpfe, wie zum Beispiel die Naturi und die Bori, eigens für diesen Roman kreiert wurden. Man findet sich aber schnell ein und hat Spaß daran, immer das eine oder andere Neue zu entdecken, auch wenn manche Handlungen und Eigenarten des Hauptprotagonisten nicht ganz mein Geschmack waren. So finde ich es doch sehr seltsam, wie ein Vampirschützling seiner Schöpferin Befehle erteilen kann und zu ihrem Schutz abkommandiert wird. Ein weiterer Punkt, der nicht so ganz nachvollziehbar ist, ist Miras Liebesleben. Obwohl sie einen Menschenmann als Gespielen hat und sich durchaus eine Beziehung anbahnt, landet sie plötzlich auf Danaus Schoß oder küsst den Ältesten Jabari.
Dabei wirkt Mira am Anfang des Buches sehr maskulin, die erst nach und nach in der Geschichte auch durchaus ihre weibliche Seite zeigen kann. Durch die Ich-Erzählform ist sie der einzige Protagonist, dessen Charakter Tiefgang vermittelt. Sie ist eine toughe Heldin mit Fantasyelementen.
Fazit
Trotz der Eintönigkeit, die das Buch an der einen oder anderen Stelle vermittelt, hat es doch einen guten Handlungsfaden und bietet gute Unterhaltung. Allerdings muss man mit der Art des Hauptcharakters klar kommen, sonst hat man es ziemlich schwer. Da die Geschichte in den nächsten Romanbänden fortgesetzt wird (in den USA sind bisher 3 Bände erschienen), bin ich doch schon sehr gespannt, wie es mit Mira und Danaus weitergeht. Es sind noch ein paar Fragen offen, die hoffentlich geklärt werden. Für jeden, der nicht mehr warten kann, möchte ich auf die Homepage der Autorin verweisen. Hier findet man ein paar Informationen über die Nachfolgebücher.
Meine Bewertung
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