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Jill Kismet. Dämonenmal – Lilith Saintcrow

Jill Kismet, Teil 1

Verlag: Lyx | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3802583063
Seiten: 364
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 9,95
ET: 04.2010

Nach dem Tod ihres Meisters Mikhail ist Jill Kismet die oberste Jägerin ihrer Heimatstadt und unterstützt die Polizei im Kampf gegen übernatürliche Geschöpfe. Der Kuss eines Dämons hat Jill erstaunliche Fähigkeiten und Kräfte verliehen. Da wird sie an den Schauplatz eines grausamen Verbrechens gerufen: Ein Unbekannter hat vier Polizisten ermordet und verstümmelt, und die Polizei vermutet, dass ein Gestaltwandler die Tat begangen haben könnte. Jill erhält Unterstützung von dem gut aussehenden Werpuma Saul, für den sie schon bald tiefere Gefühle hegt. Aber kann die hartgesottene Jägerin ihm gegenüber ihre Seele öffnen?

Meine Rezension

Der Einstieg in diese ganz andere Welt, in der sich Werwesen, Dämonen und Höllenbrut tummeln und in der die Menschen, von Jill einmal abgesehen, nur eine Nebenrolle spielen, fiel mir sehr schwer. Dies liegt zum einen an der Hetze von einem Schauplatz zum nächsten, bei der weder der Leser noch Jill zur Ruhe kommen und zum anderen an Jill selber. Anfangs wirkt sie wie eine mäßige Anita Blake-Kopie. Auch der Fall, an dem sie arbeitet, erinnert an die Mordfälle, mit denen Anita zu tun hat. Leser mit schwachen Nerven sollten sich wappnen. Das Blut fließt in Strömen und es wird nicht einfach nur gemordet, sondern ausgeweidet, verstümmelt, zerlegt.

Die im Klappentext angedeutete Liebesgeschichte findet leider nur am Rande statt. Leider deshalb, weil dieses angedeutete Romanze wirklich gut rüberkommt und dies die einzigen Szenen sind, bei denen Jill und somit auch der Leser mal kurz eine Verschnaufpause einlegen. Es überwiegen eindeutig die Action- und Krimielemente.

Der Auftakt zu dieser mehrteiligen Reihe (Band 2 und 3 sind bereits angekündigt) ist insgesamt nur bedingt gelungen, was meiner Meinung nach an der Hauptfigur Jill liegt. Sie ist unnahbar und unglaubwürdig schmerzfrei. Im Laufe der Geschichte wird zwar klar, warum das so ist, aber das machte es mir nicht leichter, sie irgendwie zu mögen. Gegen Ende gab es dann endlich eine Szene, die ich richtig gut fand und wenn es in den Folgeteilen so weitergeht und Jill hoffentlich ein Stück weit menschlicher wirkt, kann das vielleicht mit der Serie doch noch was werden. Potential hat diese Kriminalgeschichte, in der die “Bösen” aus der Hölle kommen, nämlich durchaus.

Fazit

Nicht ganz ausgereifter Auftakt zu einer neuen Urban Fantasy-Reihe mit einer spröden, unzugänglichen Jägerin, die es gleich mit mehreren Ausgeburten der Hölle zu tun bekommt.

Meine Bewertung

Vielen Dank an den Egmont-Lyx Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


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Letztes Update: 18. September 2011

Autor des Artikels

Annette K.
Rezensentin

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