Blutfehde – Caitlin Kittredge
Nocturne City, Teil 2
Verlag: Lyx | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3802582943
Seiten: 448
Ausgabe: Kartoniert mit Klappe
Preis: € 9,95
ET: 09.2010
Als die Leichen einiger hochrangiger Hexen entdeckt werden, nimmt die Polizistin und Werwölfin Luna Wilder die Ermittlungen auf. Am Tatort findet sich stets dieselbe kryptische Botschaft, und alles deutet auf eine Blutfehde zwischen rivalisierenden Hexenzirkeln hin. Luna bittet den raubeinigen Werwolf Dmitri Sandovsky um Hilfe, der ihr noch immer viel bedeutet.
Meine Rezension
Luna Wilder ist wieder da, mit Ihrem explosiven Temperament und atemberaubenden Tempo. Auf dem Weg zur Arbeit stößt sie auf einen Junkie, der anscheinend an einer Überdosis gestorben ist. Doch Luna wäre nicht Luna, wenn sie sich mit einer einfachen Erklärung zufrieden geben würde. Und so wandelt sich dieser „einfache“ Fall in Null Komma Nichts in einen Krieg zwischen Caster- und Bluthexen, bei dem die Schwarz-Weiß-Einteilung in Gut und Böse schnell ausgedient hat.
Doch dies Mal darf Luna nicht allein auf eigene Faust ermitteln, sondern bekommt eine Partnerin – eine reiche Barbiepuppe deren einzige Gemeinsamkeit mit Luna ihre schnippische Ader zu sein scheint. Und als wäre das nicht schon Strafe genug für Luna, stammt ihre Partnerin Shelby auch noch aus dem mächtigsten Casterhexenclan von Nocturne City.
Dieser Roman versetzt den Leser rasant aus einem Sadomasoclub in das Inferno eines magischen Autobombenanschlags und weiter in die tiefsten Abgründe der Stadt. Doch gleichzeitig wird man auch emotional mitgerissen von Lunas Verzweiflung über das Verschwinden ihres geliebten Dmitri, ihren dummen, aber verständlichen, Versuchen sich über ihn hinwegzutrösten und ihrer Wut als er dann gänzlich anders als erwartet wieder in ihr Leben tritt. Auch Shelby brilliert durch ihren facettenreichen Charakter, der einem immer wieder Rätsel aufgibt und doch konsistent ist. Zusätzlich beschert uns dieser Band eine interessante Begegnung mit Joshua, dem Werwolf, der Luna einst verwandelte.
Leider ist meiner Meinung nach das Ende, bezüglich Dmitris „Lösung“ seiner Probleme, absolut nicht schlüssig. Hingegen wird der Leser aber dafür mit einer interessanten Wendung belohnt, die Lunas Mangel an magischen Kräften in Frage stellt. Vielleicht ist sie ja doch nicht eine so minderwertige Insoli wie gedacht…
Insgesamt hat dieser Band seine kleinen Schwächen, aber es ist eine deutliche Reifung der Autorin im Vergleich zum ersten Band zu erkennen. Kamen einem doch so einige Beschreibungen im ersten Band schon bekannt aus anderen Werken vor, ist dies nun ein sehr eigenständiges Buch von Caitlin Kittredge. Wer Lunas pessimistische, bissige Art im ersten Band lieb gewonnen hat, wird auch diesen Band verschlingen, interessante Bekanntschaften machen und am Ende neugierig auf den nächsten Band sein.
Meine Bewertung
Vielen Dank an den Lyx-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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