Hexenwut – Cay Winter
Babel, Teil 1
Verlag: Lyx | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3802582950
Seiten: 400
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 9,95
ET: 10.2010
Als Hexe führt die junge Babel ein Doppelleben. Offiziell ist sie als Personal Trainerin bei einer Firma angestellt. Insgeheim erledigt sie jedoch mit Hilfe von Magie Aufträge ganz anderer Art. Als eine rätselhafte Mordserie die Stadt erschüttert, wird Babel von den Alben engagiert, um den Täter zu finden. Schon bald gerät auch ihr Ex-Geliebter, der Halbdämon Samuel, unter Verdacht, von dem Babel aus erster Hand weiß, wie gefährlich er werden kann. Als sie auch noch mit dem Alben Tom anbandelt und selbst unter Verdacht gerät, zieht sich die Schlinge um ihren Hals immer weiter zu. Um die Katastrophe abzuwenden, muss sie Kräfte nutzen, von denen sie sich geschworen hatte, sie nie wieder anzurühren…
Meine Rezension
Die Grundstory setzt sich aus bekannten Elementen zusammen: eine Hexe muss plötzlich bei mehreren Mordfällen ermitteln und steht dabei zwischen zwei Männern nichtmenschlicher Herkunft. Hat man schon einige Male gelesen. Ein besonderes Merkmal gibt es dennoch: die Geschichte spielt irgendwo in einer Stadt in Deutschland, die allerdings an keiner Stelle näher benannt wird. Schön wäre gewesen, wenn sich dies in irgendeiner Weise bemerkbar gemacht, aber das Umfeld bleibt nebulös und es hätte genauso eine Stadt in einem anderen europäischen Staat sein können. Der Albe Tom und der Halbdämon Samuel liefern sich dabei einen Kampf um Babels Zuneigung und wirken dabei lange nicht so gefährlich wie es im Klappentext angedeutet wird.
Wirklich gut gelungen ist die Darstellung der Magie, die die Hexen von den Menschen unterscheidet und so sind die Momente, in denen Babel ihre Magie benutzt, diejenigen, die Bilder vor dem inneren Auge entstehen lassen.
Der Kriminalfall, bei dem Babel den Mörder mehrerer Plags aufdecken soll, ist nicht wirklich spannend, was vielleicht auch daran liegt, dass Babel sich wie ein kriminalistischer Laie, der sie ja nun mal ist, ungeschickt in der Gegend herumermittelt. Nun gut, sie versucht es.
Was ich wirklich schrecklich finde, ist der Name, der hier den Albenabkömmlingen gegeben wurde: Plags? Ich assoziiere damit “Plage” und vermutlich soll das auch so wirken, aber ich hätte einen anderen Namen für dieses betörende Völkchen, das ein wenig an Zigeuner erinnert, bevorzugt.
Die erotischen Szenen sollen anscheinend das Ganze abrunden, wirken aber in ihrer Ausführlichkeit ein wenig übertrieben und fügen sich nicht so ganz flüssig in die übergeordnete Handlung ein. Punkten kann die Story dann aber ganz am Schluss und nach dem eigentlichen „Showdown“, denn dort wird endgültig das düstere Geheimnis um Babel offenbart, das im nachinnein manche ihrer teilweise unverständlichen Handlungen in einem anderen Licht erscheinen lässt. Vor allem aber gibt es dadurch wirklich Anreize, wissen zu wollen, wie es mit Babel, Tom, Sam und – nicht zu vergessen- dem Dämonenpapagei weiter geht.
Der 2.Teil (Dämonenfieber) steht schon in den Startlöchern und erscheint voraussichtlich im Mai dieses Jahres.
Fazit
Kein herausragender, aber gelungener Einstieg in eine Hexenreihe made in Germany.
Meine Bewertung
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Vielen Dank an den Egmont-Lyx Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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