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Traummann an der Angel – Mary Janice Davidson

Mermaid-Serie, Teil 1

Verlag: Lyx | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-8025-8250-9
Seiten: 304
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 8,95
ET: 09.2009

Meerjungfrau Dr. Fredrika Bimm hat Angst vor dem offenen Meer. Doch auch wenn sie am liebsten in einem Aquarium schwimmt, findet sie es empörend, dass jemand den Hafen ihrer Heimatstadt mit Abwässern vergiftet. Bei der Suche nach dem Schuldigen wird Fred von zwei attraktiven Männern unterstützt: dem Meeresbiologen Thomas und dem ungezähmten Prinzen des Unterwasservolkes, Artur. Schnell schlagen die Wogen der Gefühle hoch, denn beide Männer wollen Freds Herz erobern …

Meine Rezension

Fred ist eine Meerjungfrau. Aber keine, wie Walt Disney sie gezeichnet hat: sie verfügt über große körperlich Kräfte und kann sich sowohl Beine, wie auch einen Schwanz wachsen lassen. Außerdem ist sie klug, hat einen Dr.-Titel in Meeresbiologie und arbeitet in einem Aquarium… soweit das Bild, welches die Autorin zeichnet. Interessanterweise sieht Fred durchaus gut aus – wenn auch sie sich einfach so gar nicht für Männer interessiert. Nicht aber andersrum. Sie muss sich allerdings auch erst mit aufdringlichen, aber sehr netten, Männer auseinandersetzen, als gleich zwei davon auftauchen und mit aller Kraft um ihre Aufmerksamkeit werben. Und ganz nebenbei versuchen sie einen Fall zu lösen…

Zunächst einmal: das Cover deutet es bereits an – es ist ein Buch der leichten Unterhaltung. Bestens geeignet für träge, heiße Sommernachmittage, am besten irgendwo am Strand. Man muss keinen Deut denken und manchmal ein bißchen lachen. Es ist sogar besser, man denkt nicht nach, denn dann fallen dem Leser einige Unstimmigkeiten auf. Entweder Denk- oder vielleicht Übersetzungsfehler… wer weiß.

Nun kommen wir zu den Protagonisten: Die Hauptprotagonistin Fred ist vulgär, ausfallend und gewalttätig. Am liebsten ist es ihr, sie schlägt alles zu Kleinholz und wenn nicht, dann erzählt sie lange, wie das gehen könnte. Schimpfwörter sind an der Tagesordnung. Dennoch, wenn man sich erstmal an sie gewöhnt hat, ist sie fast sympatisch… wenn auch nicht ganz logisch. Ständig regt sie sich über Sachen auf, die Kleinigkeiten sind, bei ihr aber irgendwie den Weltuntergang darstellen… Dadurch hat es wirklich lange gedauert, bis ich mich mit ihr einigermassen angefreundet habe – und dann war das Buch schon zu Ende. Die Geschichte ist nämlich nur knappe 200 Seiten lang und das auf kleinen Seiten und mit viel Platz nach jedem Kapitel.

Die beiden männlichen Protagonsiten sind ebenfalls nicht sehr konsequent. Der Meermann Artur taucht aus seinem Unterwasserkönigreich auf und ist sooo weltfremd, dass man sich fragt, wie er Fred überhaupt gefunden haben kann. Der zweite, der Meeresbiologe Thomas, ist auf den zweiten Blick irgendwie ein Depp. Den konnte ich bis zum Schluss nicht ernst nehmen, trotz Dr.-Titel (daran mangelt es hier sowieso nicht).
Es gibt eine kurze und heiße Liebesgeschichte – und deshalb auch ein bißchen Erotik, die aber hinter der schlichten Kriminalstory im Hintergrund bleibt.

Alles in einem: leichte Kost, ganz lustig, wenn auch nicht immer gut nachvollziehbar, gut für eine Ablenkung. Und auch wenn ich ursprünglich dachte, es handelt sich hierbei um einen “Bridget-Jones-Verschnitt” – nein, so viel Stil hat dieses Buch nicht, aber unter Umständen durchaus den Witz. Wenn auch ich viele der Kino-Witz-Anspielungen nicht nachvollziehen konnte. Da fehlt mir wohl der amerikanische Blick oder so. Also zur Geschichte: sie ist seicht, aber amüsant. Man muss sie nicht lesen, kann es aber tun.

Meine Bewertung

Vielen Dank an den Egmont-Lyx Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


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Letztes Update: 18. September 2011

Autor des Artikels

Aleksandra G.
Rezensentin

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