Schwarze Glut – Joy Nash
Immortal, Teil 3
Verlag: Knaur
ISBN: 978-3-426-50214-3
Seiten: 448
Ausgabe: Taschenbuch
ET: 06.2009
Preis: € 7,95
Geschaffen am Anbeginn der Zeit, um die Menschheit zu schützen, sind die Krieger in Vergessenheit geraten. Doch die Magie lebt weiter – in Vampiren, Werwölfen und anderen mystischen Wesen. Als sich einer von ihnen dem Bösen verschwört, braucht die Welt die Hilfe der Unsterblichen…
Er sieht sie im Traum: ihre schimmernde Haut, das seidene Haar und die ozeanblauen Augen, in denen sich ihre Leidenschaft spiegelt. Sie hat all das, was Kalen verzweifelt versucht, in seinen Bildern einzufangen – und in seinem Bett zu bekommen. In Wirklichkeit jedoch schleicht sich die Hexe Christine in seine Gedanken, um ihn, den Unsterblichen Krieger, davon zu überzeugen, mit ihr gegen das Böse zu kämpfen, das dabei ist, die Welt zu verdunkeln …
Meine Rezension
Das Cover der „Immortal“-Reihe ist sehr schön aufgemacht und hat, durch die immer wiederkehrende Ähnlichkeit der Motive, einen hohen Wiedererkennungswert. So bleiben der Schriftzug, sowie die schnörkelige Verzierung, die matt auf Glanz gedruckt wurde, im oberen und unteren Bildrand immer gleich, während sich lediglich das Motiv verändert. Im Vordergrund von „Schwarze Glut“ erkennt man eine Frau, die aufgrund der Personenbeschreibung sehr gut die Hauptprotagonistin Christine sein könnte. Im Hintergrund sieht man die Skyline einer sehr großen, amerikanischen Stadt bei Nacht.
„Schwarze Glut“ ist der dritte Teil der „Immortal“-Reihe, die von insgesamt drei Autoren geschrieben wird. Nach Jennifer Ashley und Robin T. Popp, hat Joy Nash nun diesen Roman geschrieben, und hat sich in Hexerei, Magie und sehr vielen, ausführlichen Sexszenen ausgetobt.
Zeitlich spielt die Handlung dieser Geschichte nach dem 1. Teil, „ Dunkle Leidenschaft“, und parallel zu dem 2. Teil, „Geliebter der Nacht“.
In der vorliegenden Geschichte geht es um den dritten der fünf unsterblichen Krieger, Kalen, der sich auf einem Schloss in Schottland niedergelassen hat.
Die erste Hälfte des Buchs hat sich etwas gezogen, da es eine Weile gebraucht hat, bis Christine Kalen gefunden hat, und sie zu ihm auf die Burg kommt. Auch dreht sich die Handlung in dieser Zeit hauptsächlich um ausschweifende Sexszenen, bei denen Christine in Kalens Träume kommt. Erst ab der zweiten Hälfte gewinnt die Geschichte langsam an Fahrt und nimmt an Spannung und Action zu. Auch baut die Autorin gekonnt an der einen oder anderen Stelle Überraschungen in den Handlungsfaden ein, die ihr sehr gut gelungen sind, bis der Leser schließlich an das bombastische Finale gelangt, auf das ich aber nicht näher eingehen will, da es jeder für sich selbst erleben muss.
Der Roman liest sich sehr flüssig und ist genau das Richtige, wenn man nicht groß über das Gelesene nachdenken, sondern sich einfach entspannen will. Sehr schön finde ich, dass Joy Nash den Inhalt der ersten beiden Bücher ihrer Schriftstellerkollegen in ihre Geschichte eingewoben hat, und die Inhalte somit übereinstimmen. Leider empfand ich die vielen detaillierten Erotikszenen zu viel, und hatte das Gefühl, dass dadurch das Niveau dieser paranormalen Liebesgeschichte auf eine Liebesschnulze herab gesetzt wird. Das ist sehr schade.
Die Charaktere wurden von der Autorin zwar sehr gut ausgearbeitet, und bieten wie in jedem Liebesroman die typischen Charaktereigenschaften, aber ich fand im Allgemeinen die Nebencharaktere viel interessanter. Denn, während in den ersten beiden Romanen der „Immortal“-Reihe Gestaltwandler und Vampire eine Nebenrolle erhielten, so waren es in dieser schottischen Geschichte die dazu passenden Fabelwesen wie Elfen, Feen und Sidhe. Ebenso fand ich den Nebencharakter Mac, ein pubertierender Halbgott, der seine Zeit mit musizieren und Rollenspielen verbringt, sehr interessant, und ich freue mich schon auf den 6. Teil, „Gebieterin der Finsternis“, in dessen Handlung er seine eigene Geschichte bekommen hat.
Mit der Hauptprotagonistin in dieser Geschichte kam ich irgendwie nicht zurecht, da ich sie, durch ihr kaum vorhandenes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, sehr leblos und introvertiert fand. Das merkt man insbesondere an den Szenen mit der Haushälterin Pearl, von der sich Christine widerstandslos beleidigen lässt, und dann immer noch sehr freundlich ihr gegenüber ist.
Kalen hingegen hat mich sehr fasziniert. Er lebt zurückgezogen auf einem Schloss mitten in Schottland. Da er eine dreitausendjährige Unsterblichkeit auf dem Buckel hat, und ein äußerst charmanter und zuvorkommender Mann ist, weckt er den Eindruck eines edlen Ritters aus einer längst vergangenen Zeit. Ansonsten ist er aber, wie jeder typische männliche Hauptcharakter in paranormalen Liebesgeschichten, besitzergreifend und dominant.
Fazit
Aufgrund der vielen Sexszenen am Anfang des Buches, sowie die Tatsache, dass es erst nach der ersten Hälfte der Geschichte rund geht, wird das Buch nicht jedermanns Sache sein. Man muss einfach die Realität ausblenden, und sich über die Geschichte amüsieren. Mir persönlich hat Mac sehr gut gefallen, und ich freue mich schon auf seine Geschichte. Ansonsten kann ich es jedem Leser empfehlen, der gerne paranormale Liebesromane liest, und sich für die keltische Mythen- Sagenwelt interessiert, die es in Schottland gibt. Ich bin schon sehr auf die Nachfolgebücher gespannt, von denen es bis jetzt insgesamt 7 Romane gibt, deren letzter, „Schwarzer Kuss der Nacht“, voraussichtlich im Januar 2010 erscheint.
Meine Bewertung
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Vielen Dank an den Knaur Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.
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