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Salon der Lüste – Kathryn Smith

Die Schattenritter, Teil 3

Verlag: Droemer/Knaur
ISBN: 978-3-426-50528-1
Seiten: 345
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 7,95
ET: 01.2009

Er neigte den Kopf zu ihr, so dass sie seine Wärme spürte und den würzigen Duft seiner Haut einatmete. »Was ich herauszufinden versuche, Miss Dearing, ist, ob Sie auf der Speisekarte stehen.«

Das Maison Rouge ist eines von Londons edelsten Bordellen – und ein sicheres Haus für Vampire, denen dort Unterkunft und warmes Blut geboten wird. Nun aber löst der Mord an zwei Freudenmädchen Bestürzung und Angst im Maison Rouge aus. Der Vampir Saint verspricht, den Täter zu finden, bevor ein weiterer Mord geschieht. Die schöne Ivy steht ihm dabei tatkräftig zur Seite – ob er will oder nicht. Saint fühlt sich wie magisch von der verführerischen Tochter der Hausherrin angezogen. Genau wie der Killer …

Meine Rezension

Das Buch ist wie seine beiden Vorgänger superschön aufgemacht. Auf dem Cover sieht man eine Frau und einen Mann, die im Inbegriff sind, sich gleich zu küssen. Das Bild wurde in türkis/smaragdgrün gehalten, während sich lediglich die Lippen der Frau in rot hervorheben. Der Buchtitel sowie der Name der Autorin wurden in goldener Schrift gehalten und runden das Gesamtbild ab.

Dieses Buch ist der dritte Teil der Schattenritter, von dem jeder der sechs Bücher einem anderen Vampirkrieger gewidmet ist. Das Buch hat mich, wie sein Vorgänger, voll überzeugt und mich sofort in seinen Bann gezogen.
Die Handlung ist spannend und bietet, aufgrund der leichten Anlehnung an einen Krimi, Actionszenen. Das heißt nicht, dass die Autroin auf Romantik verzichtet. Das Buch ist trotzdem sexy, spannend, humorvoll und übersinnlich.

„Salon der Lüste“ spielt, wie bereits in dem Buchtitel angedeutet, in einem exklusiven Freudenhaus. Trotz dieses leicht anrüchigen Themas, gibt es in diesem Buch natürlich wieder erotische Szenen, die gut beschrieben und über die ganzen Geschichte verteilt und eingewoben sind.
In der vorliegenden Geschichte geht es um die junge Ivy und den Schattenritter Saint, auf dessen Geschichte ich mich schon sehr gefreut habe.
Saint ist einer der sechs Söldner, die vor 600 Jahren vom französischen König Philip ausgesandt wurden, um beim Massaker vom 13.10.1307 bei den Tempelrittern zu plündern. Jedoch entdeckten sie bei ihrem Raubzug nicht den Heiligen Gral, sondern den Blutgral, der von Lillith, der Mutter aller Vampire, verflucht ist und alle Männer ungewollt in Vampire verwandelte.
Der Roman ist flüssig geschrieben, und einfach zu lesen. Kathryn Smiths Schreibstil ist locker und einmal angefangen zu lesen, liest sich das Buch wie von selbst. Die Seiten fliegen nur so dahin, dass man gar nicht merkt, wie schnell man sich dem Ende der Geschichte nähert. Die Autorin weiss ganz genau, die Emotionen ihrer Protagonoisten lebendig darzustellen, und dies in durchdachten und lebhaften Dialogen umzusetzen. Die Autorin bringt immer wieder neue und vor allem unerwartete Handlungen und Wendungen in ihre Geschichte ein, sodass das Buch auf keiner einzigen Seite langweilig wird. Im Gegenteil. Dadurch dass die Geschichte wie ein Krimi aufgebaut ist, und es gilt, Mordfälle zu lösen, baut sich die Spannung mit Fortschreiten der Handlung immer weiter auf. Auch wenn ich leider zugeben muss, dass ich gleich von Anfang an gewusst habe, wer der Scharlatan in diesem Roman ist.

Die Charaktere in diesem Roman sind allesamt lebhaft und gefühlvoll dargestellt. Sie sind farb- und facettenreich und man kann ihre Beweggründe und ihr Handeln sehr gut nachvollziehen.
Saint, einer der fünf verbleibenden Schattenritter, hat vor 27 Jahren die damalige Schwangere Madeline, Ivys Mutter, vor dem Tod gerettet und brachte sie in ein Londoner Freudenhaus, welches nun unter ihrer Leitung steht. Den Schattenrittern steht dieses Etablissement bei Bedarf als Unterschlupf zur Verfügung, in dem sie auch Nahrung finden. Nicht nur dass grausame Morde geschehen, mit dem das Freudenhaus in Verbindung gebracht wird, und Saint diese Morde aufklären will, so verliebt er sich doch noch ausgerechnet in Madelines Tochter Ivy.
Ivy ist ein Sturkopf, was man ihr nicht verübeln kann, wenn man bedenkt, dass sie in einem Freudenhaus aufgewachsen ist und tagtäglich zwar mit dem Etablisement zu tun hat, jedoch nicht selber ihre Dienste anbietet. Bevor sie sich ihren Gefühlen gegenüber für Saint im Klaren wird, geraten die beiden immer wieder aneinander, und es ist sehr schön mitzuerleben, wie sich die beiden zueinander hingezogen fühlen, obwohl keiner von den beiden anfangs eine feste Beziehung will.
Beide kämpfen mit ihren widersprüchlichen Gefühlen. So glaubt Ivy durch ihr Leben in einem Freudenhaus und der Vergangenheit ihrer Mutter nicht an die Liebe und Saint kann sich nur sehr schwer seine tiefen Gefühle für die Tochter seiner besten Freundin eingestehen. Sehr schön finde ich, dass endlich mal ein Romanheld eine richtige Schwäche hat und diese auch voll und ganz auslebt. So leidet Saint an Klaustrophobie. Diese Schwäche macht ihn für mich noch viele interessanter, denn ein „Traummann“ muss nicht unbedingt wie Superman perfekt und übermenschlich sein.

Fazit

Man muss die Bücher der Schattenritter-Reihe in keiner bestimmten Reihenfolge lesen, da jede Geschichte der einzelner Vampirkrieger für sich abgeschlossen ist und man hierfür keine Vorkenntnisse benötigt. Dennoch fand ich sehr wichtig zuerst das Vorgängerbuch „Kuss der Dunkelheit“ gelesen zu haben, da mich immer wieder interessiert hat, ob Saint etwas von seiner Tochter erfährt. Umso schöner fand ich es, am Ende nicht enttäuscht worden zu sein und konnte mich richtig in seine Vatergefühle und sein Glücksgefühl hineinversetzen.
Das Buch bietet neben einer Krimigeschichte spannungsvolle Dramatik, gespickt mit Liebe und Erotik, und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Roman, in dem es um den Vampir Reign geht.

Wir danken der Verlagsgruppe Droemer/Knaur für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Meine Bewertung


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Letztes Update: 01. Juli 2010

Autor des Artikels

Yvonne Staller
Rezensentin

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Ab 20.09.2010 mit Autorin:

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