Kuss der Dunkelheit – Kathryn Smith
Die Schattenritter, Teil 2
Verlag: Droemer/Knaur
ISBN: 978-3-426-50232-7
Seiten: 394
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 7,95
ET: 06.2009
»›Du wirst mich nicht verlieren – es sei denn, du willst es.‹
Bevor er etwas erwidern konnte, brachte sie ihn mit einem Kuss zum Verstummen. Sie hatten genug geredet …«
Jahrhunderte nach ihrem Tod trauert der Vampir Bishop noch immer um seine große Liebe. Doch als er in diesem Jahr zu ihrem Grab kommt, erwartet ihn dort eine Vampirjägerin. Marika hat nur ein Ziel: Sie will den Blutsauger vernichten – und rechnet
nicht damit, dem melancholischen schönen Mann zu verfallen. Auch Bishop fühlt sich zu der ungestümen Frau hingezogen. Aber darf er es wagen, sein Herz noch einmal zu verlieren?
Meine Rezension
Das Buch ist superschön aufgemacht. Auf dem Cover sieht man den Oberkörper eines jungen Mannes, der eine Rose in der Hand hält. Das Bild wurde in grün gehalten, während sich lediglich die Rose in rot hervorheben. Der Buchtitel sowie der Name der Autorin wurden in goldener Schrift gehalten und runden das Gesamtbild ab.
„Kuss der Dunkelheit“ ist der zweite Teil der Schattenritter, von dem jeder der sechs Bücher einem anderen Vampirkrieger gewidmet ist. Das Buch hat mich, wie sein Vorgänger, voll überzeugt und mich sofort in seinen Bann gezogen. Die Handlung ist sehr kurzweilig, und ich hatte das Buch in einem Rutsch durchgelesen.
Die Handlung in diesem Roman finde ich sogar noch etwas besser als im ersten Buch. Sie ist spannender und bietet durch das Vampirjägerdasein der Hauptprotagonistin mehr Actionszenen. Das heißt nicht, dass die Autorin auf Romantik verzichtet. Das Buch ist trotzdem sexy, spannend, humorvoll und übersinnlich. Natürlich gibt es hier wieder erotische Szenen. Sie sind sehr gut beschrieben und über die ganzen Geschichte verteilt und eingewoben.
Sehr schön verknüpft die Autorin hier die Geschichte um den heiligen Gral mit der eigentlichen Geschichte zwischen den Hauptprotagonisten Marika und Bishop.
So ist Bishop einer der sechs Söldner, die vor 600 Jahren vom französischen König Philip ausgesandt wurden, um beim Massaker vom 13.10.1307 bei den Tempelrittern zu plündern. Jedoch entdeckten sie bei ihrem Raubzug nicht den Heiligen Gral, sondern den Blutgral, der von Lillith, der Mutter aller Vampire, verflucht ist und alle Männer ungewollt in Vampire verwandelte.
Der Roman ist flüssig geschrieben und einfach zu lesen. Kathryn Smiths Schreibstil ist locker und sie weiss ganz genau, die Emotionen ihrer Protagonoisten lebendig darzustellen, und dies in durchdachten und lebhaften Dialogen umszusetzen. Die Autorin bringt immer wieder neue und vor allem unerwartete Handlungen und Wendungen in ihre Geschichte ein, sodass das Buch auf keiner einzigen Seite langweilig wird. Im Gegenteil. Die Spannung baut sich mit Fortschreiten der Handlung immer weiter auf, da die bösartigen und raffgierigen Gegner der Vampirkrieger, der sogenannte Silberhandorden, immer mehr in den Vordergrund treten.
Die Charaktere in diesem Roman sind allesamt lebhaft und gefühlvoll dargestellt und man kann ihre Beweggründe gut nachvollziehen.
Marika ist aufgrund der Tatsache, dass sie eine Halbvampirin und zugleich eine Vampirkriegerin ist, ein starker und sympathsicher Charakter. Sie sieht aufgrund ihrer Vergangenheit in jedem Vampir ein Monstrum, jagt und tötet sie ohne Erbarmen. Eines Tages wird sie angeheuert, den Vampir Bishop lebendig zu fangen und ihn ihren Auftraggebern auszuhändigen. Doch durch Gespräche mit dem so verhassten Vampir beginnt sie, ihn nicht mehr als Monstrum, sondern als Mann zu sehen, der alles woran sie bisher geglaubt hatte, auf den Kopf stellt.
Bishop ist einer der Söldner, die vor 600 Jahren in Vampire verwandelt wurden. Jedoch hadert er nicht mit seinem Schicksal und empfindet sein Vampirdasein nicht als Fluch. Jedoch trauert er noch nach über 300 Jahren um seine einstige große Liebe und wird an ihrem Grab von der Vampirjägerin Marika gefangen genommen. Doch je mehr er sich zu ihr hingezogen fühlt, umso mehr hadert er mit sich selber. Sie hatte ihn schließlich entführt, gequält, bedroht und wollte ihn an irgendwelche Leute ausliefern, die ihn schließllich töten würden. Kann er ihr tatsächlich vertrauen?
Fazit
Man muss die Bücher der Schattenritter-Reihe in keiner bestimmten Reihenfolge lesen, da jede Geschichte der einzelner Vampirkrieger für sich abgeschlossen ist und man hierfür keine Vorkenntnisse benötigt. Dennoch ist die Einhaltung der chronologischen Reihenfolge in dem Sinne hilfreich, dass in jedem Band weitere Informationen über den Silberorden erwähnt werden.
Dieses Buch ist spannender und actiongeladener als sein Vorgänger, leider weniger romantisch, dafür aber genauso fesselnd. Ich kann es jedem empfehlen, der auf eine Vampir-Liebesgeschichte mit Erotik, Romantik, Dramatik und Spannung steht.
Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Roman, in dem es um den Vampir Saint geht, über den man schon in den ersten beiden Büchern erfahren hat.
Wir danken der Verlagsgruppe Droemer/Knaur für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.
Meine Bewertung
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