Buchcouch-Projekte
Bücher-Challenges

Buecher-Challenges-Banner rund

Ein Gemeinschaftsprojekt mit
Steffis Bücherkiste
Buchcouch-Partner

Buchcouch-Archiv

Ascheherz- Nina Blazon

Verlag: cbt | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3570160657
Seiten: 544
Ausgabe: Hardcover
Preis: € 18,99
ET: 01.2011

Seit einem Unfall ist Summers Gedächtnis wie ausgelöscht. Sie weiß nur eines: Der Blutmann, der sie in ihren Albträumen verfolgt, ist nun in ihr Leben getreten und will sie töten. Und er scheint nicht der Einzige zu sein, der sie verfolgt. Der geheimnisvolle, engelhaft schöne Anzej rettet ihr das Leben. Auf ihrer gemeinsamen Flucht in das ferne Nordland muss Summer erkennen, welchen Verrat sie vor Jahrhunderten begangen hat: Einst gehörte sie zu den Zorya, deren Kuss den Sterblichen den Tod bringt. Doch einem Mann mit sanften Augen, der in ihren Armen sterben sollte, schenkte sie die Ewigkeit. Nun fordert Lady Mars, die Herrin des Todes, das Leben zurück, um das sie betrogen wurde. Kann Summer den Tod ein weiteres Mal überlisten oder muss sie ihre Liebe opfern, um selbst Lady Mars tödlichem Kuss zu entgehen?

Meine Rezension

Wer die Welt, die Nina Blazon in „Faunblut“ geschaffen hat, mochte, kann sich freuen, denn in „Ascheherz“ erfährt man, wie es im Nordland weitergeht. Auch wenn man beide Romane unabhängig voneinander lesen kann, macht es Sinn, mit “Faunblut” zu beginnen, wenn man die Möglichkeit hat. Zwei der Nebenfiguren aus dem Roman spielen Jahre später in „Ascheherz“ eine nicht unerhebliche Rolle und zumindest bei einer dieser Figuren findet so etwas wie ein veränderter Blickwinkel statt, der ihren Motiven eine völlig andere Dimension zukommen lässt.

Zunächst mal geht es aber um Summer, ein Mädchen, das sein Gedächtnis verloren hat und sich auf der Flucht vor einem mysteriösen Blutmann als Schauspielerin durchschlägt. Der Einstieg in die Geschichte war leider sehr langwierig und der Funke wollte nicht überspringen. Summers bruchstückhafte Erinnerungen an ihr altes Leben und ihr sprunghaftes Verhalten sorgen für einen unruhigen Erzählfluss. Zu viel war nebulös und zu viele Hinweise deuteten in eine völlig falsche Richtung, so dass man als Leser nicht einordnen konnte, wohin die Reise ging. Zudem ist Summer kein leicht zugänglicher Charakter, dem man sofort gefühlsmäßig zugetan ist. Interessanterweise waren es die Nebencharaktere wie der Soldat Farrin oder der knurrige Gefängniswärter Tellus, die sofort meine Sympathie hatten. Sie und noch einige andere sind es, die der Geschichte Leben verleihen und von denen man unbedingt wissen möchte, wie es mit ihnen weiter geht.

Ich irrte also ein wenig durch die erste Hälfte und freundete mich mit der Hintergrundstory erst in der zweiten Hälfte an. Hat man es aber bis hierhin geschafft, kann man nur staunen, wie komplex die Welt ist, die Nina Blazon hier „gezaubert“ hat. Viele märchenhaft anmutende Elemente vereinen sich mit düsteren und tragischen Ereignissen zu einem faszinierenden Ganzen und versöhnen für den langatmigen Anfang. Die Sprache ist wunderschön und transportiert mühelos die ganz großen Gefühle. Ungewohnt und irgendwie fehl am Platz empfand ich das Vorhandensein von technischen Errungenschaften wie Zügen und Taschenlampen in einer mittelalterlich anmutenden Welt und so waren die ansonsten berauschenden Bilder, die die Autorin transportiert, oft ein wenig unstimmig. Auch stiften manche Erklärungen über Sterbliche und Unsterbliche mehr Verwirrung als das sie für Aufklärung sorgen.

Vielleicht sind es aber auch genau diese „Brüche“ in der ansonsten so ausgefeilten Story, die das Buch so faszinierend machen. Denn insgesamt hebt sich die Geschichte um Liebe und Tod, um Verrat und Verlust durch neue Ideen von anderen Büchern mit ähnlicher Thematik ab und ich bin sehr gespannt, mit was uns Nina Blazon in ihren nächsten Büchern überraschen wird.

Fazit

Man sollte viel Geduld mitbringen und sich nicht von den absichtlich falsch gelegten Fährten verwirren lassen. Belohnt wird man mit einer ungewöhnlichen Fantasystory , die in düsteren und wunderschönen Bildern schlussendlich doch überzeugen kann.

Meine Bewertung

Vielen Dank an den cbt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Verwandte Artikel:


Kommentieren

Buchcouch-Suche
Buchcouch-Rezensionen

Alphabetisch nach Autor:

[A] [B] [C] [D] [E] [F] [G] [H] [I]
[J] [K] [L] [M] [N] [O] [P] [Q]
[R] [S] [T] [U] [V] [W] [XY] [Z]

Buchcouch-Aktuell

Aus gegebenen Anlass weist die Buchcouch darauf hin, dass Bücher, die ohne vorherige Absprache zur Rezension zugesendet werden, keinen Anspruch auf eine Rezension unsererseits haben. Wir sind nur ein kleines Team und nicht jedes Thema findet einen Abnehmer. Gerne können Sie uns per Email kontaktieren und mit uns Ihre Rezensionswünsche besprechen.

Auch wenn wir am Aufarbeiten sind, einige alte Inhalte von der ursprünglichen Buchcouch-Homepage fehlen noch.

Zum Mitnehmen gibt es auch einige Buchcouch-Banner.

Letztes Update: 18. September 2011

Autor des Artikels

Annette K.
Rezensentin

Buchcouch-Tipp

Aktueller Lese-Tipp

zur Rezension

Neuerscheinungen September

Buchcouch-Leserunden

Seit 24.08.2011 mit Autorin:

Seit 15.09.2011 mit Autorin:

Buchcouch-Freunde
Bücher-Blogs
Autoren-Blogs