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Gezeichnet – P.C. und Kristin Cast

House of Night, Teil 1

Verlag: Fischer FJB | Leseprobe (.pdf)
ISBN:
978-3-5968-6003-6
Seiten:
464
Ausgabe:
Hardcover
Preis:
€ 16,95
ET:
12.2009

HOUSE OF NIGHT: die einzig legitime Nachfolge-Serie der Bis(s) Romane

Als auf der Stirn der 16jährigen Zoey Redbird eine saphirblaue Mondsichel aufscheint, weiß sie, dass ihr nicht viel Zeit bleibt, um ins House of Night, das Internat für Vampyre, zu kommen. Denn jetzt ist sie gezeichnet. Im House of Night soll sie zu einem richtigen Vampyr ausgebildet werden vorausgesetzt, dass sie die Wandlung überlebt. Zoey ist absolut nicht begeistert davon, ein neues Leben anfangen zu müssen, so ganz ohne ihre Freunde das einzig Gute ist, dass ihr unerträglicher Stiefvater sie dort nicht mehr nerven kann.
Aber Zoey ist kein gewöhnlicher Vampyr sie ist eine Auserwählte der Vampyrgöttin Nyx. Und sie ist nicht die Einzige im House of Night mit besonderen Fähigkeiten…
House of Night hat bereits über 8 Millionen Fans in den USA und erscheint in über 41 Ländern. Die Verfilmung von House of Night ist bereits in Vorbereitung – und jetzt erscheint der erste Band der neuen Bestseller-Serie endlich auch auf Deutsch.

Meine Rezension

Zoey Montgomery ist ein ganz normaler Teenager. Jedenfalls bis zu dem Moment, in dem sie vor ihrem Schulschließfach von einem Späher gezeichnet wird. Der blaue Halbmond auf ihrer Stirn, der für alle Menschen weithin sichtbar ist, zeichnet sie nun zum Jungvampyr. Und Jungvampyre haben nur noch ein Ziel: Die House of Night Akademie, das Internat in welchem die gezeichneten Jungvampyre lernen sollen sich wie ein Vampyr zu benehmen und wo sie ihre Wandlung zum Vampyr beenden werden – wenn sie nicht vorher sterben…

Die House of Night Serie wird Land auf Land ab als eine Art Mischwerk aus Harry Potter und Twilight promotet. Sicherlich liegt ein Vergleich zu den beiden überaus erfolgreichen Jugendbuch Serien nahe, doch wird er diesem Werk auch nicht ganz gerecht.

P.C. und Kristin Cast, das Autorenduo, welches aus Mutter und Tochter besteht, haben sich für ihre Vampire einige Neuerungen ausgedacht. Ähnlich dem Zaubererinternat Hogwarts gibt es in Tulsa eine schulische Einrichtung mit Internatsflair, eben das House of Night. Hier lernen die Jungvampyre sich an ihr neues Dasein zu gewöhnen und sich in die vampirische Gemeinschaft einzugliedern. Doch während Harry Potter in einem streng geführten Internat lebt, hat Zoey das Glück, sich eher auf einem Universitätscampus aufzuhalten.

Einen direkten Vergleich kann man ebenfalls nicht zwischen den doch eher weichgespülten Vampiren von Stephenie Meyer und den Vampyren des Mutter – Tochter – Gespanns ziehen. Während Edward und Co doch eher das Leben eines „normalen“ Vampirs führen, wird im House of Night doch auch viel Wert auf das Spirituelle gelegt. Regelmäßige Zeremonien und Rituale gehören zu dem Alltag dieser Vampire dazu wie schlafen und wachen.

Da das Buch ganz offensichtlich ein Jugendroman ist, versteht es sich fast schon von selbst, dass das ganze Drumherum auch mehr an eine typische High School Geschichte erinnert. Doch auch hier trifft dieser Vergleich den Nagel mal wieder nicht auf den Kopf. Während in der Regel diese Geschichten alle eher prüde daher kommen, stehen in diesem Buch Themen wie Homosexualität, Drogen, Alkohol und Sexualität an sich nicht auf der Tabu Themenliste. Ganz im Gegenteil werden diese Dinge hier bei Namen genannt und mal mehr und mal weniger deutlich angesprochen.

Die Charaktere an sich sind ihrem Wirkungsgrad nach gezeichnet. Je wichtiger sie für die Handlung sind, desto besser sind sie ausgearbeitet. Zoey bleibt einem nicht fremd und auch ihre liebenswerte Mitbewohnerin Stevie Rae kommt nicht zu kurz. Erfreulicherweise verzichten die Autoren darauf, für die Handlung uninteressante Personen lang und breit zu beschreiben.

Was zu Beginn ein bisschen stören kann, ist der übertriebene Teenie-Slang. Umgangssprache an sich ist ja etwas ganz nettes, aber Umgangssprache in dieser Masse ist etwas woran man sich als Erwachsener doch erst ein bisschen gewöhnen muß. Ausdrücke aus dem Gossenjargon wie „verfickt“ muss sich der Leser schon bieten lassen. Allerdings nimmt die Intensität der Ausdrücke im Laufe des Buches ab. Oder man hat sich einfach daran gewöhnt. Wie dem auch sei. Gezeichnet lässt sich flüssig lesen und ist ein Pageturner wie ich ihn lange nicht in Händen hatte.

Auf die Aufmachung des Buches möchte ich noch etwa genauer hinweisen. Das Cover alleine ist schon sehr schön, doch was mich besonders gefreut hat ist, dass sich die Muster vom Cover auf den Seiten jeweils in der unteren äußeren Ecke wiederfinden, auf denen ein neues Kapitel startet. Eine kleine aber doch sehr feine Aufmachung vom Verlag.

Ich freue mich jedenfalls auf den zweiten Band der Reihe und kann jedem das Buch nur empfehlen, der ein bisschen Zerstreuung sucht und einfach mal wieder ein nettes Vampirbuch lesen möchte.

Meine Bewertung

4,5 von 5 Büchern

Vielen Dank an den Fischer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


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1 Kommentar zu „Gezeichnet – P.C. und Kristin Cast“

  • Meine Meinung:
    Zoeys Leben, das so normal ist, wie das einer 16jährigen mit Familienproblemen eben ist, ändert sich von jetzt auf nachher, als sie gezeichnet wird. Nach der Schule, mitten in einem Gespräch mit ihrer besten Freundin, tritt ein Vampyr auf sie zu, und drückt ihr ein Mal auf die Stirn, dass sie nun zu seinesgleichen machen wird.
    Ihre Freundin nimmt Reißaus, ihr Nochfreund findet es scharf und ihre übergläubigen Eltern wollen einen Exorzismus an ihr durchführen. Doch bevor das geschieht, kann sie sich zu ihrer Großmutter retten, die sie in das “House of Night” bringt. Einem besonderen Internat für Jungvampyre, in der sie lernt, ein Vampyr zu sein.
    Schon nach wenigen Stunden dort macht sie sich eine wichtige Persönlichkeit unter den älteren Mitschülern zur Feindin, verguckt sich in deren Freund, lernt neue Freunde kennen und entdeckt ein Veränderung an sich, die sie völlig aus der Bahn wirft.
    Doch dabei erinnert sie sich immer wieder an weise Worte ihrer Grandma und der Vampyrgöttin Nyx, die ihr erschienen ist. Diese Sätze helfen ihr immer wieder in aussichtslosen Situationen und weisen ihr den richtigen Weg, wenn sie diesen selbst nicht findet.

    Kaum ein paar Seiten gelesen, schon hatte mich das “House of Night”-Fieber gepackt, das gerade unter den Vampirfans die Runde macht.
    Zoey war mir nach wenigen Sätzen schon sehr sympathisch. Sie ist ein Außenseiter, wie ich es in der Schule auch war, wodurch ich mich sofort identifizieren konnte. Ich konnte ihr Verhalten sehr gut nachvollziehen und verstand sie in allen Bereichen, als wäre ich selbst wieder 16.

    Zoeys psychische und physische Veränderungen sowie die alltäglichen Rituale, zur Huldigung der Göttin wurden anschaulich beschrieben und das, was Zoey dabei empfand, konnte ich fast selbst spüren.
    Anfangs hatte ich etwas Angst um Zoey, da sie gewisse Gepflogenheiten im Internat noch nicht kannte. Und wenn sie dazu noch auf ihre “Rivalin” traf, hatte ich immer das Gefühl, diese möchte ihr in irgendeiner Form eines auswischen.
    Daher war ich sehr froh, dass ihre Zimmergenossin sich als wahre Freundin herausstellte und Zoey immer mit Rat und Tat zur Seite stand.
    Eine actionreiche Spannung baute sich eigentlich nie wirklich auf und doch war immer eine gewisse Anspannung zu spüren, die mich durch das Buch zog. Es fiel mir unglaublich schwer, den Roman einmal aus der Hand zu legen, um mich um andere Dinge zu kümmern, so gefesselt war ich von der Geschichte.

    Der Schreibstil war einfach gehalten, aber mit einer Intensität, dass ich alles was Zoey fühlen und spüren konnte, fast selbst erlebte. Ich war von Anfang an ihr Schatten und war hautnah in der Handlung dabei.
    Einzelne Szenen wurden unverblümt geschildert und auch die Wortwahl war dementsprechend angepasst. So konnte ich auch aus den Dialogen herauslesen, dass es sich hierbei um ein echtes Jugendbuch handelt. Alles war umgangssprachlich gehalten und die Autorinnen nutzten die Redewendungen, die ein Teenager nun einmal gebraucht.
    Die Figuren an sich wurden eher oberflächlich vorgestellt, doch das machte mir rein gar nichts aus. Ich denke, im Laufe der Serie wird dies nach und nach geschehen.

    Fazit:
    Ein gelungener Auftakt einer Jugendbuchserie um eine Vampyrschule, auf dessen zweiten Teil ich mich schon sehr freue!
    Somit vergebe ich diesem Roman die volle Punktzahl und mache es zu meinem zweiten Highlight im Monat August 2011.
    Ich bin begeistert!

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Letztes Update: 18. September 2011

Autor des Artikels

Vanessa Brinker
Rezensentin
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