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Im Königreich der Kälte – Nick Lake

Verlag: Pan | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-426-28303-5
Seiten: 382
Ausgabe: Hardcover
Preis: € 14,95
ET: 11.2009

Light ist ein ungewöhnliches Mädchen – und das liegt nicht nur daran, dass ihre Mutter eine Inuit war, ihre Haare weiß sind wie Schnee und sie in einem alten Haus aufwächst, in dessen Wänden sich ein Geist verbirgt. Als ihr Vater bei einer Polarexpedition verschwindet, weiß Light, dass nur sie ihn retten kann. Ihre gefährliche Reise führt sie tief in das Königreich der Kälte. Doch Light ist nicht allein: Sie findet wahre Freunde – und wer hat je behauptet, dass es sich dabei um Menschen handeln muss?

Meine Rezension

Die Hauptfigur Light ist 12 Jahre alt und ein Albino. D.h. sie hat eine sehr helle Haut und weiße Haare. Ihre Mutter, die allerdings schon lange tot ist, war eine Inuit, ihr Vater jedoch ein Ire. Ihr Vater ist Polarforscher und während seiner Abwesenheit lebt Light zusammen mit dem “Angestellten” Butler.
Jedoch gilt ihr Vater bereits seit langem als vermisst und es ist sehr unwahrscheinlich, dass er noch am Leben ist und so wird ihr nahe gelegt, ihn zu beerdigen, trotz fehlender Leiche.
Dies geschieht dann auch so. Doch kurz nach der Beerdigung begegnen ihr plötzlich verschiedene Wesen, u.a. eines mit einem Haifischkopf und es kommt das Gerücht auf, dass ihr Vater vielleicht doch nicht tot ist, sondern von dem Herrn der Kälte, Frost, entführt wurde! Schnell beschließt Light zusammen mit anderen Personen dem auf den Grund zu gehen und ihren Vater zu suchen und sich Frost entgegenzustellen…

Die Geschichte klingt eigentlich interessant und spannend, jedoch mangelt es an der Umsetzung.
Das Buch umfasst fast 400 Seiten, hat also eine “normale” Buchlänge, aber hierfür war es eindeutig zu kurz. Zwar ist Light die Hauptperson, aber dennoch hätte man ruhig die anderen Personen etwas mehr ausschmücken können. Ich habe, nach Beendigen des Buches, das Gefühl, überhaupt nichts über die anderen Personen zu wissen, bzw. zu zwei oder drei anderen nur eine Kleinigkeit, aber das ist mir eindeutig zu wenig. Auch anfangs bekommt der Leser nicht viel Zeit sich mit den Figuren anzufreunden, sondern es wird schnell gemacht, damit das Abenteuer in der Antarktis endlich losgehen kann. Dadurch wirkt es sehr gehetzt und das besserte sich im Verlaufe des Buches nicht. Es gab viele Szenen, die durchaus ausbaufähig sind, wenn sich der Autor nur bloß die Mühe dafür gemacht hätte.
Aber das größte Manko ist wirklich bei den Personen. Dadurch, dass ich kaum etwas über sie wusste, ist es mir auch teilweise schwer gefallen, ihr Handeln nachzuvollziehen.

Ich habe das Buch angefangen im Glauben, dass es sich hiermit um “All Age Fantasy” handelt, jedoch bin ich mir mittlerweile nicht mehr so sicher. Jugendliche könnten hieran sicherlich ihre Freude haben, aber ich finde, für Erwachsene könnte es teilweise etwas zu kindlich sein und vorallem ist es doch etwas vorhersehbar. Vorallem was das Ende betrifft, was für mich auch eindeutig zu sehr “Friede, Freude, Eierkuchen” war. Eben perfekt für Jüngere.

Jedoch war nicht alles schlecht an dem Buch.
Über Eskimos, Inuits, etc. habe ich bisher noch gar nichts gelesen und somit war mir das alles fremd. Aber ich fand es sehr interessant, wie und welche Geschichten/Sagen dieses Volkes hiermit eingeflossen sind – auch wenn laut Autor manche etwas verändert wurden. Das und auch Figuren aus den Geschichten fand ich sehr schön.

Das Buch spielt zum größten Teil in der Arktis, also in der Kälte und passt somit perfekt zu dem Wetter, das wir momentan haben: Kälte und viel Schnee.

Die Aufmachung des Buches ist wirklich sehr gelungen. Zum einen das Cover, das in den Farben weiß und hellblau gehalten wurde und alleine dadurch schon recht eisig und winterlich wirkt.
Das Buch selbst ist in drei Teile gegliedert und diese nochmals in Kapitel. Die Kapitel sind in der Regel sehr kurz, etwa vier oder fünf Seiten und an jedem Kapitelbeginn gibt es ein kleines Bildchen und Muster, das optisch auf alle Fälle sehr ansprechend ist. Auch gibt es im Buch selbst noch fiktive Zeitungsartikel, Tagebucheinträge, etc. was ebenfalls sehr toll aussieht. Preislich ist das Buch für 14,95 € zu haben, was auf alle Fälle angemessen ist und ich persönlich nicht als zu teuer empfinde.

“Im Königreich der Kälte” ist ein eher mittelmäßiges winterliches Fantasybuch, was man schnell und einfach lesen kann und durch sein ansprechendes Äußeres besticht, aber dennoch nicht lange im Gedächtnis bleiben wird.

Vielen Dank dem PAN- Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Meine Bewertung

3 von 5 Büchern


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Autor des Artikels

Katharina Sulkowski
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