Verrat – Claudia Kern
Verlag: Blanvalet | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-442-24421-8
Seiten: 408
Ausgabe: Broschiert
Preis: € 13,00
ET: 02.2009
Ana, die einzige Tochter des Fürsten von Somerstorm, befindet sich auf der Flucht vor den geheimnisvollen Nachtschatten. Die Gestaltwandler haben – so glaubt Ana – ihre gesamte Familie ermordet und so die Kontrolle über das Fürstentum an sich gerissen. Ana flieht nach Szranizar und findet dort tatsächlich Unterstützung. Doch plötzlich steht die Armee der Nachtschatten vor der Stadtmauer. Die Verteidiger sind chancenlos – und so muss Ana erneut die Flucht ergreifen …
Meine Rezension
Ana Sommerstorm ist immer noch im Land unterwegs und versucht irgendwie Westfall zu erreichen, um dort Unterstützung zu erbitten. Denn sie will eines: ihr Land von den Nachtschatten zurückfordern.
Auch ihr Bruder Gerit versucht derweil sein Glück, während Westfall einen neuen Fürsten bekommt und sich gegen den Feind behaupten muss…
Verrat ist der zweite Teil der Serie „Der verwaiste Thron“ von Claudia Kern.
Den ersten Teil habe ich vor knapp einem Jahr gelesen und er ist mir komischerweise (komischerweise, weil meine Rezension zu dem Roman damals eher positiv war) doch eher negativ in Erinnerung. Daher habe ich auch nicht wirklich viel von diesem Teil erwartet.
Und in der Tat: die Trilogie um den verwaisten Thron ist keine Serie der Extraklasse. Schaut man sich das Genre an, gibt es viele Bücher die qualitativ besser zu sein scheinen, wie dieses Buch.
Denn leider hat das Buch die ein oder andere Schwäche:
Bereits beim ersten Teil hatte ich bemängelt, dass die Charaktere sehr an der Oberfläche bleiben. Ähnlich sieht es im zweiten Band Verrat aus. Zwar sieht man Ansätze von Entwicklungen bei der Protagonistin Ana, allerdings sind diese auch nur angedeutet. Es findet zu keiner Zeit eine Auseinandersetzung mit den Charakteren und deren Gefühlswelt oder im Allgemeinen mit ihrem Wesen statt. So lernt man auch keine Person wirklich kennen und man wahrt eine doch relativ große Distanz zu diesem.
Ebenso wird vieles nur angedeutet: was hat es mit den Vergangen auf sich? Was geschah mit den Zauberern? Fragen, die nicht beantwortet werden. Es wird immer wieder auf die Geschichte des Landes verwiesen, aber auch da fehlen genauere Erläuterungen.
Und dennoch hat mir Band 2 wesentlich besser gefallen, wie der erste.
Zwar sind mir die oben genannten Kritikpunkte immer wichtig bei einem Roman, der mich überzeugen soll, aber die Autorin schafft es mit etwas ganz anderem, mich an ihr Buch zu binden: die Geschichte.
Es geht zwar „nur“ um den altbekannten Kampf zwischen Gut und Böse, jedoch schaffte die Autorin es durch einige Wendungen und Schauplatzwechsel eine spannende Geschichte zu erzählen. Man möchte doch wissen, wie es weitergeht und wer den Kampf um die Macht gewinnt.
Wenn man sich also auf die bloße Handlung konzentriert kann man durchaus ein paar schöne, spannende Lesestunden verbringen.
Daher durchaus zu empfehlen!
Meine Bewertung
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