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Magierdämmerung: Für die Krone – Bernd Perplies

Magierdämmerung, Teil 1

Verlag: Lyx | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-8025-8264-6
Seiten: 448
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 12,95
ET: 09.2010

London 1897. Eines Nachts findet der junge Reporter Jonathan Kentham in einer Gasse einen sterbenden Mann. Dieser übergibt ihm einen Ring, der Jonathans Leben grundlegend verändern soll. Unfreiwillig wird er in den Kampf rivalisierender Magier hineingezogen. In den Ruinen des untergegangenen Atlantis wurde ein uraltes Siegel gebrochen und die Wahre Quelle der Magie geöffnet. Die ganze Welt droht im Chaos zu versinken …

Meine Rezension

Jonathan ist ein realistischer junger Mann. Er ist Reporter beim Strand Magazine und hat sich frisch verliebt. Sein Leben verläuft eigentlich genauso, wie er sich das immer vorgestellt hat: in geregelten Bahnen. Auf dem Heimweg von einem Rendezvous mit seiner Angebeteten findet er einen sterbenden Mann in der Gasse. Dieser gibt ihm einige kryptische Sätze und einen Ring mit auf den Weg. Und ab diesem Moment ist für Jonathan nichts mehr, wie es sein sollte.
Über Nacht verändert sich nich nur seine Welt, sondern auch seine Sicht der Dinge. Er entwickelt magische Kräfte und findet neue, merkwürdige Freunde, die ihn mehr als einmal in Schwierigkeiten bringen, anstatt ihm zu helfen. So versuchen sie alle zusammen den mysteriösen Mord an dem Mann aufzuklären, von dem Jonathan den Ring hat. Während dessen verändert sich das Gefüge der Welt und es droht eine Macht auszubrechen, die die Welt ins Chaos stürzen kann.

Jonathan ist als Protagonist in etwa so unauffällig, wie er als Menschen sein könnte… Schüchtern, still und leicht unromantisch. Dass ausgerechnet er ein solches Abenteuer erleben soll, trägt nicht nur zu seiner Verwirrung bei, sondern auch zu einer Charakterwandlung, die bis zum Ende des Buches noch lange nicht abgeschlossen ist. An seiner Seite finden wir den Kutscher Randolph und den schrulligen und leicht durchgedrehten Magier Holmes (allerdings nicht Sherlock, sondern Jupiter). Beide haben magische Tierbegleiter – Nevermore (Rabe) und Watson (Geisterkatze). Die drei Protagonisten versuchen also zunächst den Mord an dem Magier Albert Dunholm aufzuklären. Jonathan soll eigentlich der Hauptprotagonist sein, tritt aber neben Randolph und Holmes deutlich in den Hintergrund…

Und hier haben wir schon mal die erste Sache, bei der ich am schwanken bin, ob es mir gefällt oder nicht: die Gleichnamigkeit von Holmes und Watson ist beabichtigt. Angeblich hat der damalige Autor (so die Geschichte im Buch) Jupiter Holmes als reales Vorbild gehabt. Dann der Kutscher Randolph – der merkwürdig hinkt und ständig eine komische Mütze auf hat – sein Geheimnis verrate ich nicht, aber es erinnert mich ganz stark an “Diebe im Olymp”. Der Name Albert Dunholm laß sich in meinem Kopf eigentlich jedes mal wie Albert Dumbledore… Diese Übereinstimmungen mag ich nicht. Ich finde auch, obwohl der Autor sich größte Mühe gegeben hat, dem Ganze einen eigenen Charme zu geben, ist es ihm nicht ganz gelungen den Vorgeschmack existierender Charaktere zu übertünchen. Damit wäre aber auch der einzige negative Kritikpunkt an diesem Buch bereits abgehandelt.

Das Buch spielt in mehreren Szenen gleichzeitig und behandelt insgesamt nur wenige Tage. So sind Jonathan und seine Begleiter einem Mörder hinterher, der von einer bestimmten Gruppe Magier angeheuert ist – daher spielt die zweite Szene im Orden selbst, wo ebenfalls “Ermittlungen” von zwei interessanten Protagonisten geführt werden. Weiterhin sind schottische Magier auf dem Weg nach London – sodass wir immer mal auch die Ereignisse außerhalb von London erleben. Und dann gibt es noch die Geschichte um den Bösewicht und sein Treiben an sich. Auf diese Weise bekommt der Leser ein großes Puzzle und in regelmäßigen Abständen fügen sich immer mehr neue Teile zusammen… bis es zum Schluß ein großes, fast vollständiges Ganzes ergibt. Fast, da es eine Fortsetzung gibt und das Ende definitiv offen ist. Interessant ist vielleicht noch, dass ich das Gefühl hatte, es sammeln sich in diesem Band die “Helden”, die die Welt vor dem nun auf den Plan getretenen Bösewicht retten sollen. Wir haben alle kennen gelernt, die sind nun alle zusammen, wir kennen die Pläne des Bösen und dann ist das Buch zu Ende – allerdings ist klar: nun gilt es die Welt zu retten.

Der Schreibstil des Autors ist meistens leicht und flüßig. Er bedient sich ab und an gerne Fremdwörter (lateinischen oder unbekannten Ursprungs), was auf mich einen pseudo-gehobenen Eindruck macht. Aber an dieser Stelle soll es einfach seine Art sein und ihm nicht zum Nachteil ausgelegt werden. Die Erzählung beschreibt durch die mehreren Szenarien auch mehrere Spannungsbögen und läuft in einem finallen Eklat. Stellenweise hatte ich Schwierigkeiten das Buch aus der Hand zu legen, während es wieder Seiten gab, die mich ohne zu zögern das Buch zuschlagen liessen. Ich kann leider nicht genau sagen, woran das lag – unter Umständen an den einzelnen Charakteren, die man unterschiedlich stark ins Herz schließt.

Alles in einem mochte ich das Buch und bin gespannt auf die Fortsetzung.

Meine Bewertung


Vielen Dank an den Egmont-Lyx Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Dieses Buch ist eingereicht für die 1. Station der “All You Need Is Fantasy” Challenge


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1 Kommentar zu „Magierdämmerung: Für die Krone – Bernd Perplies“

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Letztes Update: 18. September 2011

Autor des Artikels

Aleksandra G.
Rezensentin

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