Die Flammen der Dunkelheit – Evelyne Okonnek
Verlag: Otherworld | Leseprobe
ISBN: 978-3-8000-9509-4
Seiten: 352
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 14,95
ET: 01.2010
Glic, der Sohn eines Dämons , wird in derselben Nacht wie der Königssohn geboren. Schon als Jungen kreuzen sich ihre Wege, und als der mächtige Hohepriester des Landes herausfindet, dass auch der Königssohn dämonisches Blut in seinen Adern hat, bringt Glic ihn in Sicherheit. Gemeinsam wachsen Glic und Dorc heran und werden Elitesoldaten. Bei einer Strafexpedition ins Gebirge der Dämonen, erfahren sie die Wahrheit über das Volk, dessen Erbe sie in sich tragen, und über ihren Auftrag, der das Leben auf der Insel für immer verändern wird …
Meine Rezension
Zunächst mal gibt es einen Pluspunkt für das wunderschön gestaltete Cover und einen weiteren für die Tatsache, dass die deutsche Autorin hier einen Fantasyroman geschrieben hat, der nicht einfach eine Liebesgeschichte in den Mittelpunkt stellt und die magischen Elemente herumdrapiert, sondern mit einer starken Geschichte innerhalb einer komplexen Welt punktet.
Allerdings macht das Buch es dem Leser wirklich nicht einfach. Immer wieder fängt ein Kapitel mit einer anderen Erzählperspektive an und man muss erst rätseln, wen man gerade vor sich hat. Dadurch braucht man anfangs eine gute Portion Durchhaltevermögen, um in die Geschichte zweier verfeindeter Völker hineinzukommen. Die Autorin verzichtet zudem auf die äußere Beschreibung der Protagonisten, sondern legt dafür den Focus verstärkt auf ihre Gedankenwelt. Obwohl die Figuren durchaus vielschichtig angelegt sind, wirkten sie distanziert und gingen mir nicht wirklich nah.
Ein wenig haben mich die grausamen Geschehnisse an die aus der griechischen Sagenwelt erinnert. Verschmähte Liebe, die zwei Völker in ein Blutbad stürzen lässt. Hat man anfangs noch den Eindruck, dass eines der Völker zu Unrecht verfolgt wird, verwischt diese Einschätzung mit der Zeit und so werden auch aus den vermeintlichen Opfern Täter und umgekehrt.
Einiges bleibt jedoch auch nach der Auflösung undurchsichtig und so bleibt bei mir ein gemischtes Gefühl zurück. Vielleicht liegt das aber auch an der Hoffnungslosigkeit, die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht und dies liegt nicht nur daran, dass es in der beschriebenen Welt keine Sonne mehr gibt.
Fazit
Komplexer High-Fantasy-Roman, dessen Figuren nur leider zu distanziert blieben und der mich dadurch emotional nicht erreicht hat.
Meine Bewertung
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Vielen Dank an den Otherworld Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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