Der Orksammler – Jens Lossau, Jens Schumacher
Band 2: IAIT ermittelt (Jorge und Hippolit)
Verlag: Egmont-Lyx | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-8025-8258-5
Seiten: 320
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 9,95
ET: 10.2010
Nacht für Nacht verschwinden Soldaten aus einem Heerlager in der abgelegenen Steinwüste von Torr. Bei den Vermissten handelt es sich immer um Orks, und ihre Leichen tauchen später wieder auf – mit herausgerissenem Herzen! An den Tatorten finden sich Spuren von Magieanwendung. Ein klarer Fall für Meister Hippolit und Jorge den Troll. Die beiden Ermittler verfolgen die Fährte des rätselhaften Mörders in die berüchtigte Grabstadt Torrlem. Hier, zwischen Millionen von Leichen, stoßen sie auf ein grauenhaftes Geheimnis …
Meine Rezension
Ein riesiges Heer lagert vor den Toren der Totenstadt… Tausende starker, gewalttätiger Krieger, aller Rassen sind versammelt, um in den Krieg zu ziehen. Die Stimmung ist gespannt und es wird noch schlimmer, als nicht nur ein Ork verschwindet, sondern bald jede Nacht einer… Als Jorge und Hippolit endlich im Lager eintreffen, wurden bereits sechs Orks verschleppt. Manche von Ihnen wurden wieder gefunden: mit aufgerissener Brust und fehlendem Herzen. Die Krieger fangen an sich Gerüchte über uralte Kreaturen aus Orklegenden zuzuflüstern, über Schatten, die sich von Orkseelen ernähren.
Nachdem Hippolit einige Test durchgeführt hat, wurde zumindest ihm schnell klar, dass keinerlei, oder nur sehr, sehr wenig Thaumaturgie im Spiel ist. Dennoch kann er nicht aufhören zu recherchieren. Jorge und Hippolit verfolgen die Spur des Möders in die Stadt der Toten. Die Stadt, wo alles Leben endet, wo eine riesige Verbrennungsanlage und Friedhof für alle Toten des Landes untergebracht sind.
Wie bereits Band eins beginnt auch der zweite Band sehr unappetitlich und etwas gruselig. Außerdem spielt der zweite Band in einer dermassen trostlosen und grauen Gegend, dass man das schlechte Gefühl, welches die Atmosphäre vermittelt, durchgehend mitempfindet. Diese Stadt der Toten mit ihrem Grau und der alles überlagernden Asche und vermutlich auch Gestank nach verbranntem Fleisch… ist so allgegenwärtig, dass nur noch die grausamen Morde und die Abenteuer der Ermittler eine zusätzliche Stimmung aufkommen lassen.
Jorge und Hippolit kennen wir bereits als Charaktere, die auch diesmal gut gezeichnet sind. Mit gefällt vor allem die tiefe Verläßlichkeit, die diese beiden sehr unterschiedlichen Ermittler einander gegenüber empfinden. Es klingt schon fast nach wahrer Freundschaft. Die Sprüche und ihre Art miteinander umzugehen war auch diesmal wieder amüsant, ebenso, wie das neue Haustier, dass Jorge sich anschafft. Hippolit ist nicht begeistert, was ich ihm sehr gut nachempfinden kann.
Die Ermittlungen finden ziemlich rasant statt. Alle Geschehenisse laufen innerhalb weniger Tage ab, sind recht klar skizziert und diesmal leider ein bißchen vorhersehbar. Diesmal habe ich den Mörder vom aller ersten Bühnenauftritt im Verdacht gehabt und dieser hat sich auch bestättigt. Das hat der Spannung der Ermittlung zwar nicht viel abgenommen, aber ein bißchen schade fand ich das schon.
Alles in einem war es wieder sehr unterhaltsam, wenn auch die Grausamkeit und widerliche Szenen zuzunehmen schienen. Mein Überempfindlichkeitgrad ist nahezu erreicht, mehr sollte wirklich nicht sein. Wem Band eins gefallen hat, wird auch die Fortsetzung nicht missen wollen.
Meine Bewertung
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Vielen Dank an den Lyx-Verlag für das Rezensionsexemplar.
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Oh es gibt ja schon einen zweiten Teil^^ ich hab noch nicht mal Band eins gelesen *g* Aber gut zu wissen das es Nachschub gibt falls mir Band eins gefällt!