Blutsverrat – Barb & J.C. Hendee
Dhampir Reihe, Teil 4
Verlag: Lyx
ISBN: 978-3-8025-8243-1
Seiten: 400
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 13,95
ET: 11.2009
Als Sohn einer Elfe und eines Menschen wuchs Leesil in den unabhängigen Provinzen auf. Seine Mutter bildete ihn zum Spion und Auftragsmörder aus – Fähigkeiten, die der Halbelf später nutzte, um der Knechtschaft unter Lord Darmouth zu entfliehen. Aber das Schicksal seiner Eltern lässt ihm keine Ruhe. Zusammen mit seiner Gefährtin Magiere kehrt Leesil schließlich in seine Heimat zurück, um seine Eltern zu suchen. Doch auch die Vampirjägerin wird von ihrer Vergangenheit verfolgt: Zwei unvorstellbar mächtige Wesen haben es auf ihr Leben abgesehen.
Meine Rezension
Leesil wuchs als Sohn einer Elfe und eines Menschen in einer unabhängigen Provinz auf. Dort lebte er als Spion, Sklave und Assasine und diente dem Tyrannen und Kriegsherrn Lord Darmouth. Leesil diente ihm bedingungslos, um das Leben seiner Eltern zu schützen, doch als er von Lord Darmouth gezwungen wird, seinen Mentor zu verraten, flieht er aus der Sklaverei und der Stadt, wohl wissend, dass seine Eltern verhaftet und hingerichtet werden könnten.
Doch sein Schicksal holt ihn wieder ein, als er erfährt, dass seine tot geglaubte Mutter anscheinend noch Leben ist. So entschließt er sich, zusammen mit Magiere und den anderen Gefährten, nach 8 Jahren in seine Heimatstadt zurückzukehren, und Nachforschungen über seine Eltern anzustellen. Doch nicht nur dass Lord Darmouth nun auf den Verräter Leesil abgesehen hat, so verliert er sich immer mehr in seiner Vergangenheit, die ihm mehr Entsetzen beschert als er vertragen kann.
Das Cover zu „Dhampir – Blutsverrat“ wurde sehr schön zum Thema der Geschichte gehalten. So sieht man auf dem Cover eine Frau, die tatsächlich der Dhampir Magiere sein könnte, die sich zum Teil in Fledermäuse materialisiert.
„Blutsverrat“ ist der vierte Teil des Dhampir-Zyklus von Barb & J.C. Hendee, von dem in Amerika bereits 6 Teile, sowie der Anfang einer zweiten Reihe dieses Zyklus, erschienen sind. Die Autoren haben eine spannende und ernst zunehmende Abenteuergeschichte geschrieben, die großen Unterhaltungswert hat. „Dhampir“ ist eine normale Fantasygeschichte, die auf das Genre der Vampire zurückgreift, ohne dabei in das übliche Klischee der Glitzervampire zu rutschen, sondern vielmehr auf Vampirmythen aufbaut. So verabscheuen sie Knoblauch, fürchten das Licht, und sie können erst sterben, wenn man ihnen den Kopf abhackt und sie verbrennt.
Obwohl Leesil und Magiere in dieser Geschichte ein Paar sind, findet man hier weder eine Liebesgeschichte noch erotische Szenen. Vielmehr geht es in Sachen Dramatik und Action ordentlich zur Sache, wobei die Kampfszenen sehr gut beschrieben sind und auch zum Teil eiskalt rüberkommen.
Der Schreibstil der beiden Autoren ist sehr flüssig. Die Geschichte ist spannend und mitreißend geschrieben, so dass die Seiten sich wie von alleine lesen. Sowohl die eigens ausgedachte Schauplätze der Geschichte als auch die Handlungen und die Charaktere selber sind sehr realistisch dargestellt und genauestens beschrieben. Es stellt sich automatisch ein Kopfkino ein, bei dem man die Erlebnisse der Hauptprotagonisten eintaucht.
Eine Hilfestellung, sich in der Welt von Magiere und Leesil zu recht zu finden, bietet die Weltkarte am Anfang des Buches, von der ich während des Lesens immer wieder Gebrauch machen konnte.
Allerdings muss man auch erwähnen, dass die vorliegende Geschichte in der ersten Hälfte sehr viele Rückblicke beinhaltet, durch die man sich etwas hindurchquält. Erst ab Mitte des Buches wird es dann wieder interessanter und die Spannungskurve nimmt deutlich zu.
Die Hintergrundgeschichte von „Dhampir“ wurde wunderbar ausgearbeitet und die Charaktere sind erfrischend normal und sehr lebendig dargestellt. Sie runden, jeder für sich, mit den eigenen Geheimnissen das Gesamtbild ab. So zum Beispiel der geheimnisvolle Welstil, der Magiere nach seinen eigenen Plänen wie ein Werkzeug beeinflusst und manipuliert, oder der Feenhund Chap, der aus irgendeinem Grund eine Dhampir mit einem Halbelfen zusammen gebracht hat.
Fazit
„Dhampir“ bietet magische Fantasy zusammen mit viel Action und interessanten sowie sympathischen Charakteren. Diese Geschichte ist nicht wie seine Vorgänger in diesem Band abgeschlossen, sondern geht im 5. Teil weiter. Was ich auf der einen Seite sehr schade finde, denn bisher hat man nur einen Teil der Schicksalsgeschichte von Leesils Eltern erfahren, aber auf der anderen Seite bleibt es natürlich spannend. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil von „Dhampir“ und hoffe, dass uns der Verlag nicht allzu lange warten lässt.
Vielen Dank an EGMONT-LYX für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.
Meine Bewertung
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