Götterfunkeln – Andrea Schacht
Verlag: Sieben Verlag
ISBN: 978-3-941547-01-08
Seiten: 389
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 14,90
ET: 2010
2012 – Wieder einmal nähert sich der Zeitpunkt des Weltuntergangs – diesmal berechnet von den Mayas – und die Götter stimmen darüber ab, wie es mit der Erde weitergehen soll. Gleichzeitig haben sie ihre Paradiese renoviert. Um sie auf Publikumswirksamkeit zu testen, wird einigen Auserwählten die Möglichkeit geboten, diese vor dem erwarteten irdischen Endtermin zu besuchen. Durch einen verrückten Zufall befinden sich Helena und ihr Kater Dante in der Gruppe der Auserwählten. Helena trauert noch immer um ihren Mann, den sie vor zwei Jahren verloren hat, und macht sich Hoffnungen, ihn im Paradies wieder zu finden. Auf Erden aber macht sich Joe, der Mann, der Helena schon seit Jahren in unerwiderter Liebe zugetan ist, auf die Suche nach der Verschwundenen – ein Rennen gegen die Zeit beginnt.
Meine Rezension
Bisher kannte ich von Andrea Schacht nur historische Romane. Da ich diese Autorin aber sehr gern lese und ihren Humor mag, habe ich mich auf diesen Endzeitroman eingelassen. Ich wurde auch nicht enttäuscht, in ihrer gewohnt heiteren Art nimmt Frau Schacht uns hier mit auf die Reise ins Paradies.
Insgesamt dürfen 21 Personen ein Ufo betreten und das neu geordnete Paradies erkunden. Es ist nun aufgebaut wie ein Themenpark und man kann sich aussuchen in welchem Bereich man leben möchte. Von der Hölle bis zum Himmel, vom Nirwana bis in die ewigen Jagdgründe ist alles dabei. Die Autorin hat alle gängigen Götter geschildert und diese auf den neuesten Stand gebracht, so durfte der Götterbote Merkur per Skatbord und anderen modernen Fortbewegungsmitteln seine Botschaften überbringen und auch den anderen Göttern stehen neueste Errungenschaften zur Verfügung, was bei mir ständige Lachattacken auslöste.
Helena und ihre Begleiter erkunden nun eben diesen Themenpark, und lernen dabei einige interessante Dinge kennen, wie z.B. auf Mäthyrer mit Dartpfeilen schießen oder wie Rheinwein in der Hölle schmeckt. In humorvoller Weise schildert die Autorin das neu geordnete Jenseits. Ich musste ständig schmunzeln bei der Vorstellung dieser Neuordnung.
Je weiter ich las, um so deutlicher wurde es, dass es sich hier nicht nur um ein humorvoll geschriebenes Buch handelt, sondern auch eine tiefere Aussage beinhaltet, die zumindest mich innehalten lies, um über das gelesene Nachzudenken. So fragte ich mich doch hin und wieder, wie hätte ich an Helenas Stelle gehandelt oder empfunden.
Neben der Geschichte um Helena gibt es noch einen zweiten Handlungsstrang. Es geht dabei um die Angehörigen die auf der Erde zurückgeblieben sind und nun diese 21 Personen suchen, die als vermisst gelten. Hier zeigt sich einmal mehr, dass die Autorin eine gute Krimiautorin ist. So lässt sie Joe seine Ermittlungen durchführen und der Leser lernt die Angehörigen kennen. Auch wenn mir beim lesen sehr schnell klar war, wie Helena verschwunden ist, hat es großen Spaß gemacht Joe bei seinen Ermittlungen und Helena bei ihrem Streifzug durchs Paradiese zu begleiten.
„Götterfunkeln“ ist ein interessanter, lebendiger, humorvoller Roman der mich etwas nachdenklich zurück gelassen hat. Für mich ein Unbedingter Buchtipp.
Meine Bewertung
Vielen Dank an den Sieben Verlag für die Unterstützung der Leserunde
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