Geschmiedet in Feuer und Magie – Daniel Fox
Die Magie der Jade, Teil 1
Verlag: Blanvalet | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-442-26675-3
Seiten: 608
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 9,95
ET: 04.2010
Kaiser Chien Hua befindet sich auf der Flucht vor Rebellen und muss sich auf die Insel Taishu zurückziehen – wo die Jade abgebaut wird, der er seine übernatürlichen Fähigkeiten verdankt. Hier will er sich und die Seinen gegen die Usurpatoren verteidigen. Doch vor der Insel liegt ein Drache mit Feuer und Magie an den Meeresgrund gekettet. Und der Mönch, der für die Kontrolle über den Drachen mit großem Schmerz bezahlt, ist seines Leidens überdrüssig …
Meine Rezension
Ein Kaiser mitsamt seinem ganzen Hofstaat auf der Flucht, ein Drache, der nur mittels Hilfe von magischen Ketten auf dem Grund des Meeres gefangen gehalten wird, ein einfacher Minenarbeiter, der einen außergewöhnlichen Jadestein findet und sich auf die Reise macht, um ihn persönlich beim Kaiser abzugeben und ein junger Schreiber, der von Piraten entführt und gezwungen wird, mit seiner ganzen Kraft den Drachen in Schach zu halten.
All dies sind Elemente, aus denen man einen großartigen und fesselnden Fantasyschmöker hätte machen können. Das Buch verlangt einem wirklich einiges an Geduld und Durchhaltevermögen ab. Hat man anfangs vielleicht nur Probleme, sich mit den vielen fremdartigen Namen vertraut zu machen, erschweren danach viele unterschiedliche Handlungsstränge das „Dranbleiben“ und so habe ich ungewöhnlich lange gebraucht, um das Buch zu ende zu lesen. Nach jeder Lesepause musste ich mich wieder neu orientieren: „Wo genau befinden wir uns, um wen geht es, wer war das noch mal? “ Zudem kann man sich auch nie sicher sein, ob die Person, von der man gerade liest, im weiteren Verlauf der Geschichte noch einmal eine Rolle spielt oder ob sie nur einem bestimmten Zweck diente und danach ins Nichts entschwindet. Aber nicht nur der Aufbau der Geschichte ist ungewöhnlich, auch der Sprachstil ist es. Kurze knappe Sätze wechseln sich mit langen Schachtelsätzen ab, die sich ungemein gut anhören, bei denen man aber kurz innehalten muss, um ihre Bedeutung vollends zu erfassen. Manche dieser Sätze, ja sogar ganze Passagen zergehen auf der Zunge, aber inmitten des langweiligen Storyaufbaus versanden sie zusehends.
Die fantastischen Elemente sind rar gesät und erschöpfen sich in der Magie der Jade und des Drachens. Letzterer, nunja, eigentlich ist es eine Drachin ist zwar unterschwellig immer da, hat aber nur gegen Ende, bei dem dann endlich einige der Handlungsfäden verknüpft werden, einen größeren Auftritt. Was nach dem Lesen bleibt, ist das zwiespältige Gefühl, dass die Geschichte spannend sein könnte, wenn sie anders erzählt würde.
Wann die beiden Folgebände erscheinen, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar, aber immerhin findet sich auf der Verlagsseite schon der Titel des zweiten Bandes: „Im Schatten von Stein und Drache“.
Fazit
Schwer gemachter Einstieg in eine komplexe Welt, für die man wegen der Längen viel Geduld mitbringen muss.
Meine Bewertung
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Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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