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Evermore. Der blaue Mond – Alyson Noël

Evermore, Teil 2

Verlag: Page & Turner | Leseprobe
ISBN:
978-3-442-20361-1
Seiten:
369
Ausgabe:
Broschiert
Preis:
€ 17,95
ET:
03.2010

Wahre Liebe fragt nicht nach dem Warum

Ever hat ihre wahre Liebe gefunden. Jetzt ist sie endlich glücklich, denn Damen bleibt für immer bei ihr. So lange hat er sie gesucht, nun kann sie nichts mehr trennen. Ihre Liebe ist unsterblich wie sie selbst. Doch plötzlich droht sich alles zu verändern. Damen wird von einer mysteriösen Krankheit erfasst, die ihn völlig verändert. Seine Kräfte schwinden zusehends, und sein Verhalten wird für Ever immer unerklärlicher. Er scheint sie gar nicht mehr wahrzunehmen und sich von ihr abzuwenden. Aber was kann sie tun, um ihn zu retten? In ihrer Not bricht sie auf in das geheimnisvolle Sommerland, um eine Antwort zu finden, und wird dort vor die schwerste Entscheidung ihres Lebens gestellt.

Meine Rezension

Ever und Damen haben es geschafft. Diesesmal scheint es wirklich so, als könnte sie nichts und niemand mehr aufhalten. Die beiden genießen die großen Gefühle ihrer Liebe und nach und nach wächst auch in Ever der Wunsch, endlich das zu tun, wozu sie und Damen in den vielen hundert Jahren, in denen beide immer und immer wieder voneinander getrennt wurden, nie tun konnten: Ihre Liebe auch endlich körperlich zu vollziehen.

Doch dann kommt ein Neuer an die Schule, Roman. Ever kann von Anfang an nichts mit Roman anfangen, er ist ihr nicht einfach nur durch seine Art unsympathisch, er macht ihr regelrecht Angst. Obwohl Roman vor allen Anderen immer noch so tut, als würde er versuchen, mit Ever ins Reine zu kommen, ist es doch eher so, dass er sie systematisch von ihren Freunden ausgrenzt und auch Damen lässt sich offensichtlich von ihm einwickeln.

Als dann endlich der große Abend für Ever und Damen gekommen ist, lässt er sie sang- und klanglos stehen. Das ganze Wochenende lässt er nichts von sich hören und montags tut er so, als würde er sie nicht mehr kennen. Doch es kommt noch schlimmer. Nicht nur Damen schimpft Ever einen Freak und distanziert sich öffentlich von ihr, sondern auch ihre Freunde gehen auf Abstand. Ever ist sich sicher, dass Roman dahinter stecken muss, doch sie weiß nicht, wieso. Und das ist erst der Anfang…

„Evermore – Der blaue Mond“ ist der zweite Band der Evermore Reihe und liest sich wie schon sein Vorgänger quasi von selbst. Da der Roman in der Ich-Form und im Präsenz erzählt wird, weiß der Leser an jedem Punkt immer nur genauso viel wie Ever. Man rätselt gemeinsam mit dem Mädchen, was denn nun eigentlich gerade passiert ist und wieso. Natürlich bleiben einem auch die manchmal etwas weitschweifigen Gedanken Evers nicht verborgen, aber das gehört wohl einfach dazu und schmälert den Lesegenuss nicht wirklich. Spätestens mit dem Auftauchen Romans gewinnt das Buch an Schwung, die Geschichte kommt ins rollen und das Gefühlschaos beginnt sich zu drehen. Dieses gipfelt dann im finalen Showdown und spätestens hier ist man als Leser ebenso verwirrt wie Ever. Was eben noch ganz logisch und klar war, wird Augenblicklich in Frage gestellt und lässt einen atemlos durch die Seiten hetzen.

Die meisten der handelnden Personen sind dem Leser schon aus „Evermore – Die Unsterblichen“ bekannt. Sowohl die Nebenfiguren als auch die handelnden Hauptpersonen sind glaubhaft beschrieben. Während Damen eine sehr drastische Wandlung in diesem Buch durchmacht, wächst Ever mit der Zeit über sich hinaus. Roman, der neue Bösewicht, bleibt während der Handlung zwar eher bedeckt, doch löst er auch beim Leser ein gewisses Unbehagen aus. Selbst das Verhalten von Miles und Haven, das man sich so sicherlich nicht von seinen besten Freunden erhofft, bleibt schlüssig und nachvollziehbar.

Die Sprache ist nach wie vor die, die man in einem Jugendbuch erwartet – locker, leicht und flüssig. Herausragende Dialoge wird man hier zwar vergebens suchen, dafür schafft es die Autorin aber, den Leser mit ihrer Fülle an Ideen zu begeistern. Gerade das Sommerland, das im ersten Teil schnell als zuviel des Guten erachtet werden kann, nimmt in diesem Band den Leser gefangen. Hier wird deutlich, dass sich die Autorin wirklich etwas dabei gedacht hat und das Sommerland nicht einfach nur als Lückenfüller oder Platzhalter erfunden hat. Ganz im Gegenteil ist es der eigentliche Schlüssel zu allen Fragen. Hier liegen die Antworten versteckt und es ist an Ever, sie zu finden.

„Evermore – Der blaue Mond“ ist eine gelungene und in sich runde Fortsetzung der Evermore – Reihe. Fragen, die im ersten Band offen geblieben sind, werden hier beantwortet. Doch geizt auch dieser Band nicht mit neuen Fragen und gerade das Ende ist ein – im positiven Sinne – übler Cliffhanger. Daran kann auch die 6 Seiten starke Leseprobe zum dritten Teil der Reihe „Evermore – Das Schattenland“, der im November 2010 in den Buchhandel kommt, nichts ändern.

Meine Bewertung

4,5 von 5 Büchern

Vielen Dank an den Page & Turner Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


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Letztes Update: 18. September 2011

Autor des Artikels

Vanessa Brinker
Rezensentin
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