Das Geheimnis von Alexandria – Suzanne Frank
Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3-442-35776-5
Seiten: 544
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: nicht mehr lieferbar
ET: 01.2004
Wer tötete Kleopatra? Starb sie an einem heißen Augusttag in Alexandria durch den Biss einer Natter, wie seit Jahrhunderten die Geschichtsschreiber behaupten? Auf einer Reise durch Zeit und Raum sucht die junge Wissenschaftlerin Zimona die Wahrheit – und entdeckt eines der großen Geheimnisse der faszinierenden Pharaonin. Hat Kleopatra die unwiederbringlich verloren geglaubte Bibliothek von Alexandria retten können? Nur ein einziger Mann versteht die begeisterte Suche der schönen Fremden nach diesem einzigartigen Schatz der Menschheit. Er ist auch an ihrer Seite, als Zimona sich eines Tages entscheiden muss: für eine sichere Zukunft oder eine leidenschaftliche Vergangenheit …
Meine Rezension
Nachdem ich von Suzanne Franks Chloe & Cheftu-Reihe sehr angetan war, hab ich mich trotz der überzähligen, negativen Kritiken auch an ihr neuestes Buch gemacht und wurde herb enttäuscht.
Die Geschichte wirkt chaotisch und undurchdacht, die Charaktere sind (bis auf Kleopatra) sehr stereotyp und lieblos gezeichnet und die eingebauten Science-Fiction-Elemente sind derart an den Haaren herbei gezogen und unverständlich nahgebracht, dass man nur mit dem Kopf schütteln konnte. Was mich sehr gestört hat, ist das fehlende Nachwort. So erfährt man als Leser nicht, was sich die Autorin ausgedacht und was sie eventuell recherchiert hat, da sie viel des gängigen Bildes der historischen Kleopatra verändert hat. Die meiste Zeit fragte ich mich daher: ” Realität oder Fiktion?”
Auch strotzt das Buch nur so von Logikfehlern, die keinesfalls an der Übersetzung liegen können, sondern eindeutig durch die Autorin verschuldet wurden.
Gedankengänge werden begonnen und nicht beendet, so dass ich als Leser mehr als einmal allein im Wald stand. Es schien, als wüsste Suzanne Frank selbst nicht so genau, wohin das Buch führen soll und erinnerte oftmals an eine Rohfassung und nicht an einen veröffentlichten Roman.
Erst im letzten Drittel scheint es so etwas wie einen roten Faden zu geben, den die Autorin weitgehends verfolgt, auch wird die Geschichte etwas spannender, kurzweiliger und vor allem nicht mehr so verworren. Auch wird die Protagonistin ein wenig sympathischer.
Und hier lässt sich auch endlich eindeutig erkennen, dass zumindest dieser Teil des Buches der Phantasie der Autorin entspringt.
Als empfehlenswert würde ich dieses Buch leider nicht einstufen. Man könnte es lesen, um zu sehen, wie man es nicht machen sollte.
Meine Bewertung
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