Archiv für die Kategorie „Mystery“
Die achte Karte – Kate Mosse
Verlag: Knaur | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-426-63162-1
Seiten: 752
Ausgabe: Taschenbuch
ET: 10.2009
Preis: € 9,95
Als die junge Meredith auf der Suche nach ihren Wurzeln durch Paris streift, stößt sie auf ein seltenes und unvollständiges Set Tarotkarten aus vergangener Zeit. Die geheimnisvollen Abbildungen schlagen sie sofort in ihren Bann, denn eine Figur trägt unverkennbar Merediths Gesichtszüge. Was die junge Frau nicht weiß: Die Karten erzählen von einem schrecklichen Unglück in ihrer Familie – und es scheint, als habe sie die alten Geister wieder geweckt …
Meine Rezension
„Die achte Karte“ ist der zweite Roman von Kate Mosse und ganz ähnlich angelegt wie ihr Erstling, „Das verlorene Labyrinth“. Die Geschichte wird auch hier auf zwei Zeitebenen erzählt: Ende des 19. Jahrhunderts und 2007. Auch hier bieten beide Erzählebenen Thrillerelemente und mysteriöse bis paranormale Phänomene. Und leider gibt es noch eine weitere Parallele zu „Das verlorene Labyrinth“. Auch hier spart Kate Mosse nicht mit französischen Sätzen, die weder im Text noch in einem Glossar erläutert werden.
Stilistisch und sprachlich kann ich kaum etwas aussetzen. Das Buch liest sich von Beginn an wirklich flüssig und angenehm. Der Drang, weiterzulesen ist sehr groß. Vor allem der Anfang ist äußerst rasant erzählt, dabei spannend und geheimnisvoll und mit sympathischen Figuren bestückt. Der Einstieg fiel mir damit besonders leicht. Die Sprache passt perfekt in die jeweilige Zeitebene, so dass auch das richtige Gefühl für die entsprechende Zeit aufkommt. Allerdings geizt Kate Mosse nicht mit französischen Sätzen, die ich mit meinem mageren Schulfranzösisch oftmals nicht bewältigen konnte. Vielleicht hat sich die Autorin dadurch französisches Flair erhofft. Leider kann dieses Stilmittel keine besondere Atmosphäre schaffen, sondern hat mich nur frustriert, da es nirgendwo Erläuterungen zu diesen Sätzen gibt.
Die Handlung beider Zeitebenen ist insgesamt spannend erzählt, überzeugender hingegen ist eindeutig das ausgehende 19. Jahrhundert. Es strahlt in meinen Augen wesentlich mehr Atmosphäre aus und ist von der Thematik her deutlich abwechslungsreicher und interessanter. Zwar ist auch das Heute flüssig und durchaus spannend erzählt, allerdings konnte ich mit dem Tarot, das hier zentraler Bestandteil der Handlung ist, wenig anfangen. Der Plot um dieses bestimmte Tarot ist für mich oftmals einfach nicht nachvollziehbar. Zwar nimmt dieses Tarot auch in der Vergangenheit Raum ein, doch ist es nicht das vordergründige Thema. Auch werden im Gegenwartsteil kleinere Handlungsfäden oftmals nicht bis zum Ende ausgeführt, sondern verlieren sich.
Am Ende bleibt hinsichtlich des Tarots vieles ungeklärt bzw. zu flüchtig aufgeklärt. Man kann die Auflösung nicht greifen, hat nur ein unbestimmtes Gefühl und schlägt das Buch eher unzufrieden zu. Ich hatte den Eindruck, es fehle noch was, die Geschichte sei nicht auserzählt. Zu viele Fragen bleiben unbeantwortet. Betrachtet man die Handlung ohne das Tarot und allem, was unmittelbar damit im Zusammenhang steht, hätte sich eine schöne, runde Geschichte ergeben, gerade in der Erzählebene des 19. Jahrhunderts. Hier gibt es viel Potential, auch ohne paranormale Ereignisse. Ich mag Mystery und Fantasy durchaus, wenn sie glaubhaft und verständlich erzählt wird. In „Die achte Karte“ ist das leider nicht immer gegeben.
Sehr befremdet hat mich, dass Kate Mosse es nicht lassen konnte, derzeit populäre Verschwörungstheorien der katholischen Kirche einzubringen. Diese sind für die eigentliche Handlung absolut überflüssig, werden nicht näher verfolgt und wirken daher eher wie Effekthascherei.
Die Figuren fand ich einfach großartig. Sowohl die der Vergangenheit, als auch die der Gegenwart. Sie sind sympathisch, machen neugierig und es fällt leicht, eine Beziehung zu ihnen aufzubauen. Vor allem Léonie Vernier und ihr Bruder Anatole haben es mir auf Anhieb angetan. Ein wunderbares, so verschiedenes Geschwisterpaar, das alle meine Sympathien hatte. Aber auch Meredith Martin war mir sympathisch und ich habe sie gerne begleitet. Die Bösewichte der Geschichte waren überzeugend und zum Glück nicht klassisch böse. Bei ihnen konnte man zumindest teilweise eine Begründung für ihr Verhalten finden, was für mich persönlich eine gut ausgestaltete Figur mit ausmacht.
Fazit
Auch wenn es einige, wenig überzeugende Elemente in der Handlung gibt und das Ende eher unbefriedigend ist, konnte mich das Buch die gesamte Zeit über fesseln. Das Buch ist spannend erzählt, die Figuren sind derart sympathisch, dass sie einen Großteil der Handlung tragen und man gerne einige Ungereimtheiten übersieht. Ich hatte mit „Die achte Karte“ kurzweilige Lesestunden und wenn man den Roman nicht allzu ernst nimmt, kommt man gerade in der Vergangenheit durchaus auf seine Kosten.
Meine Bewertung
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Vielen Dank an die Verlagsgruppe Droemer Knaur für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
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Die verborgene Kammer – Corinna Kastner
Verlag: Bastei Lübbe | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-404-16279-6
Seiten: 591
Ausgabe: Taschenbuch
ET: 05.2009
Preis: € 8,95
In meiner Erinnerung höre ich ihn noch heute, diesen Schrei, die beiden lang gezogenen Silben, die gequält über meine Lippen drangen. Als könne meine Stimme sie wieder zum Leben erwecken.
Als Viktoria überraschend die Hälfte einer Villa an der mecklenburgischen Ostseeküste erbt, ahnt sie nichts von der dunklen Geschichte des Hauses. Auch Roman, der charismatische Fremde, mit dem sie ihr Erbe teilen muss, scheint von der Neuigkeit überrumpelt. Warum hat der Verstorbene, den weder Viktoria noch Roman gekannt haben, sie so großzügig in seinem Testament bedacht? Und was hat es mit dem verschlossenen Zimmer auf sich und den Gerüchten um die seltsame alte Dame, die einst in der Villa lebte?
Meine Rezension
Corinna Kastner schreibt erst seit wenigen Jahren für den deutschen Buchmarkt und ist bereits jetzt für mich nicht mehr weg zu denken. Ihr Debüt hatte Sie mit ihrem Roman „Eileens Geheimnis“ und gewann bereits damit eine große Fangemeinde. Dieses erste sowie die darauf folgenden zwei Werke „Das Erbe von Ragusa“ und „Die geheimen Schlüssel“ werden vom Verlag als Romane verkauft, gehören aber eindeutig in den Bereich Mystic Crime und vielleicht ein bisschen in den Bereich Roman. Das vorliegende vierte Buch von Corinna Kastner ist dem Genre nach zwar anders als Ihre vorhergehenden Werke, aber auch hier überrascht die Autorin durch viele Wendungen, Rätsel und eine neue, ungewohnte Schreibweise.
Die verborgene Kammer erzählt die Geschichte zweier Erben: Viktoria und Roman. Beide bekommen jeweils die Hälfte eines Hauses von einem ihnen völlig unbekannten Mann vermacht. Um ihr Erbe auch tatsächlich antreten zu können, müssen Sie „nur“ 2 Monate gemeinsam in diesem Haus im Ostseebad Wustrow leben…
Viktoria ist Schriftstellerin. Sie ist frei in ihrem Leben und hat vor nicht allzu langer Zeit ihre Beziehung mit dem Bruder ihrer besten Freundin beendet. Roman, der andere Erbe, ist für sie genauso ein Fremder, wie der Mann, von dem sie das Haus erben. Das Haus selbst ist ein wahrer Goldschatz, denn es liegt an der Ostsee – nur leider in einem heruntergekommenen Zustand… Doch warum hinterlässt jemand einer Schriftstellerin und einem ihr Unbekannten eine Villa an der Ostsee? Welches Geheimnis gilt es hier zu lüften? Und was hat Romans Familie mit diesem Haus zu schaffen? Das und vieles mehr sind Fragen, denen sich Viktoria und Roman andauernd stellen müssen. Als Sie dann ein altes schwarz-weiß Foto von Zwillingsmädchen und ein altes Tagebuch finden, ist für Fragen keine Zeit, denn sie sind mitten in einer Geschichte, die verspricht, in nicht nur einer Hinsicht ihr Leben zu verändern.
Auch das vierte Buch von Corinna Kastner überzeugt durch einen flüssigen, aber überraschend neuen Schreibstill, der den Leser durch die Zeilen fliegen lässt. Die Protagonisten sind in ihren Charakteren stark und klar ausgeprägt. Der durchgehende rote Faden wird von dem permanent ansteigenden Spannungsbogen der Entwicklungen überlagert. Hinter allem lauert mindestens ein Rätsel und mehrere Schock-Elemente, welche es dem Leser bereits nach 50 Seiten unmöglich machen, dieses Buch aus der Hand zu legen. Corinna Kastner bedient sich auch hier unterschiedlicher Stillelemente und Zeitpassagen.
Dieses Werk wird die CK-Fans nicht enttäuschen – hier ist alles drin, was man braucht und mehr, als man erwartet. Aber auch für alle, die es erst mit Corinna Kastners Büchern versuchen möchten, ist dieses Buch uneingeschränkt zu empfehlen. Ein großartiges Buch!
Meine Bewertung
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Die geheimen Schlüssel – Corinna Kastner
Verlag: Lübbe
ISBN: 978-3-404-15758-7
Seiten: 507
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: nicht mehr lieferbar
ET: 10.2007
Als Juta Berg in einem Salzburger Krankenhaus erwacht, weiß sie weder, wer sie ist, noch, was sie in Salzburg macht. Sie erfährt, dass man sie verletzt und ohne Bewusstsein in den Katakomben eines Friedhofs gefunden hat. Merkwürdige Alpträume plagen sie, in denen ein mysteriöser Fremder sie um Hilfe bittet. Juta ahnt, dass diese Träume und ihr Unfall etwas miteinander zu tun haben. Auf dem Friedhof entdeckt sie das Grab eines Mannes, das ihr Rätsel aufgibt. Der Name auf dem Grabstein kommt ihr bekannt vor. Allmählich dämmert ihr, wer der geheimnisvolle Fremde in ihren Träumen ist. Como, ein Freund aus Kindertagen und ihre erste große Liebe, scheint in großer Gefahr zu schweben …
Meine Rezension
„Die geheimen Schlüssel“ ist nun das dritte Buch, das ich von Corinna Kastner gelesen habe und für mich das beste. „Das Erbe von Ragusa“ war zwar auch wirklich unglaublich, aber von der Spannung her war „Die geheimen Schlüssel“ einfach einen Tick besser.
Corinna Kastner zaudert nicht lange, sondern katapultiert den Leser sehr zügig in eine geheimnisvolle, spannungsgeladene, mysteriöse Atmosphäre, die bis zum Ende kontinuierlich anhält. An Spannung verliert der Roman nicht eine Seite lang, im Gegenteil, es wird immer mehr Spannung aufgebaut, bis zu einem Punkt, wo ich glaubte, es nicht mehr aushalten zu können. Das schafft die Autorin vor allem dadurch, dass sie statt im Laufe der Handlung Fragen zu beantworten immer weitere in den Raum wirft, an denen ich fast verzweifelt bin. Mir war es unmöglich mich dem Roman zu entziehen, solange ich noch mitten in der Geschichte war. Atemlos bin ich von Seite zu Seite geflogen. Dabei verwebt Corinna Kastner ihre realen Schauplätze wunderbar mit mysteriösen, paranormalen Ereignissen. Dabei ist sie derart überzeugend, dass ich ihr jedes Wort glauben würde. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und Dank des brutalen Spannungsaufbaus einfach nicht aus der Hand zu legen. Und was mich besonders gefreut hat, das Buch konnte mich emotional berühren. Nicht nur die eine oder andere Gänsehaut überfiel mich, auch Tränen sind geflossen…
Die Figuren dieses Romans sind alle nicht leicht zu durchschauen, nur Juta ist für mich wirklich einzuordnen gewesen, allerdings hat auch das aufgrund ihres Gedächtnisverlustes eine Weile gedauert. Ihre männlichen „Begleiter“ hatten alle irgendetwas an sich, was mich an ihren Absichten zweifeln ließ. Bis zum Schluss konnte ich niemandem über den Weg trauen, da ging es mir ganz wie Juta. Die Charaktere sind nicht nur sehr facettenreich, sondern auch ungeheuer lebendig und interessant. Es war ein leichtes sie mir bildlich vorzustellen, genau wie die wunderbaren Handlungsorte. Egal wohin es Juta auch verschlug, jede Stadt, Sehenswürdigkeit oder Landschaft konnte ich mir glasklar vorstellen, so als wäre ich selbst schon dort gewesen. Dieses Beschreibungstalent ist eine der großen Stärken der Autorin, das fiel mir schon bei „Das Erbe von Ragusa“ auf. Ein weitere Gabe Corinna Kastners ist zweifellos der Aufbau von dichter Atmosphäre, der man sich nicht entziehen kann, man wird regelrecht in sie rein gesogen.
Die Handlung ist packend aufgebaut und schickt den Leser quer durch Europa. Erst zum Ende bekommt man Antworten auf unzählige Fragen, die sich im Laufe der Geschichte gestellt haben. Sehr lange Zeit hatte ich nicht einmal eine Ahnung, wohin mich dieser Roman überhaupt bringen will, was äußerst spannend war. Die Auflösung ist nachvollziehbar und gelungen umgesetzt. Und ich habe mich mehrmals gefragt, wie man auf derart geniale Ideen kommen kann. Wirklich großartig! Selbst als meine (und Jutas )Fragen beantwortet wurden, war immer noch ausreichend Spannung übrig, da das Finale selbst zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar war. Mit dem Ende bin ich rundherum zufrieden, es lässt keine Fragen offen und für die eigene Phantasie bleibt noch genug Raum, um sich auszumalen wie die Geschichte wohl weiter verlaufen könnte, ohne dabei auf eine Fortsetzung abzuzielen.
Insgesamt ist „Die geheimen Schlüssel“ ein mehr als gelungener Mystery-Roman, der mich unsagbar begeistert hat – ein Roman der Superlative. Corinna, bitte mach weiter so!
Meine Bewertung
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Eileens Geheimnis – Corinna Kastner
Verlag: Lübbe
ISBN: 978-3-404-15310-7
Seiten: 495
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: nicht mehr lieferbar
ET: 05.2005
Eine Geschichte von Schicksal und Liebe. Und einem Geheimnis, das alles veränderte.
Die Inschrift ist kaum noch lesbar, so verwittert ist das keltische Kreuz auf dem Friedhof der Insel Guernsey. Und doch birgt die Schrift ein Geheimnis, das Daniels Vater mit in den Tod genommen hat. Als Daniel versucht, das Rätsel zu lösen, trifft er auf die blinde Nathalie. Kann ausgerechnet sie die Fäden zusammenführen, die das Schicksal Jahrzehnte zuvor geknüpft hat? Daniel und Nathalie kommen gemeinsam der Wahrheit Stück für Stück näher. Und bringen Ereignisse ans Licht, die für manche besser begraben geblieben wären ….
Meine Rezension
“Eileens Geheimnis” ist ein sehr spannendes, kurzweiliges Buch, das mir wirklich gut gefallen hat, meiner Meinung nach aber nicht an “Das Erbe von Ragusa” heran reicht.
Gleich von Anfang an wird eine schöne Spannung aufgebaut, die zwar hin und wieder ein wenig nachlässt, aber nie ganz abebbt, sondern immer wieder neu zum Leben erweckt wird und dabei jedes Mal eine Steigerung erfährt.
Sprache und Stil haben mir sehr gut gefallen und lassen die Seiten nur so dahin fliegen. Gerade Nathalies Humor hat mir sehr gut gefallen und hat dem Roman den nötigen Witz gegeben.
Leider kam ich an manche Figuren nicht richtig oder erst sehr spät ran. Nathalie war mir auf Anhieb sympathisch und auch ihre Facetten gefielen mir sehr gut. Allerdings bekam ich zu Daniel keinen Zugang, erst auf den letzten Seiten hatte ich eine Vorstellung davon, wer er eigentlich ist.
Obwohl mir der Roman an manchen Stellen bedauerlicherweise zu früh zu voraussehbar war, habe ich mich sehr gut unterhalten, was nicht nur am Spannungsaufbau und an der Handlung lag, sondern auch an den wunderbaren Beschreibungen der Handlungsorte und des Alltags der blinden Nathalie. Gerade Nathalies Bewältigung des Alltags hat es mir ganz besonders angetan.
Freunde des Mystery-Romans werden sicher ihre Freude an diesem Roman haben und daher kann ich es bedenkenlos weiterempfehlen und wünsche viel Spaß mit “Eileens Geheimnis”!
Meine Bewertung
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Das Erbe von Ragusa – Corinna Kastner
Verlag: Lübbe
ISBN: 978-3-404-15498-2
Seiten: 550
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: 7,95 €
ET: 05.2006
Mit der kostbaren Perlenkette, die Nella von ihrer Mutter geerbt hat, hat es eine geheimnisvolle Bewandtnis. Ein fremdes Gesicht scheint sich vor ihres zu schieben, sobald sie sich im Spiegel betrachtet. Als sie kurz darauf den Antiquitätenhändler Safet kennen lernt, führen die Perlen sie an die dalmatinische Küste nach Dubrovnik. Dort findet sie einen Hinweis auf die einstige Besitzerin des rätselhaften Schmuckstücks – Mirjana, die im 16. Jahrhundert als Hexe angeklagt wurde. Nella weiß, sie muss Mirjanas wahres Vermächtnis retten – vor wem genau, erfährt sie jedoch erst, als es beinah schon zu spät ist…
Meine Rezension
Das Buch ist unterteilt in Gegenwart (Nella) und Vergangenheit (Mirjana), und dabei sehr gekonnt miteinander verwoben.
Von Anfang an baut Corinna Kastner eine Spannung auf, die von Seite zu Seite anwächst und sich erst ganz zum Schluß in einem überraschenden Ende entläd. Das Buch ist ein wahrer Page-Turner, der es dem Leser nahezu unmöglich macht, das Lesen zu unterbrechen. Das verbieten schon der Spannungsbogen und die originellen Wendungen.
Die Charaktere sind interessant und ausserordentlich facettenreich, so kann man einige Charaktere bis zum Schluss einfach nicht einordnen. Nella ist sympathisch, zum Teil ein wenig naiv, dabei aber eine recht starke Persönlichkeit.
Auch arbeitet Corinna Kastner gekonnt mit leichtem Witz und unteschwelligem Humor, ohne dabei albern zu werden. Ihre Landschaftsbeschreibungen sind so realistisch, dass man die Gegend klar vor Augen hat, ohne je dort gewesen zu sein.
Zu Beginn gab es einige Schwächen in Sprache und Stil, schien die Geschichte doch etwas holprig, aber das gab sich zum Glück recht schnell und Corinna Kastern fand ihren Schreibfluss.
Fazit
Ein schönes, kurzweiliges Buch, das sehr gut unterhält und einen die ganze Zeit über in Atem hält.
Meine Bewertung
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