Buchcouch-Projekte
Bücher-Challenges

Buecher-Challenges-Banner rund

Ein Gemeinschaftsprojekt mit
Steffis Bücherkiste
Buchcouch-Partner

Buchcouch-Archiv

Archiv für die Kategorie „Krimis & Thriller“

Rendezvous mit dem Tod – Frank Tallis

Verlag: BtB | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3442740482
Seiten: 416
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 12,95
ET: 09.2010

Ein perfider Serienmörder sucht Wien zu Beginn des 20. Jahrhunderts heim. Den ermordeten jungen Frauen ist keine Verletzung anzusehen. Bei genauer Untersuchung des Hinterkopfes entdeckt der Pathologe, dass eine Hutnadel durch eine kleine Öffnung der Schädeldecke ins Gehirn getrieben wurde. Die Ermittlungen führen Inspektor Oskar Rheinhardt auf die dunkle Seite Wiens, wo er bald die Hilfes seines Freundes Max Liebermann, des jungen Psychoanalytikers, nötig hat …

Meine Rezension

Wer Frank Tallis Krimireihe um den Psychoanlaytiker Max Liebermann kennt weit das er damit ein kurzweiliges Krimivergnügen erwartet das ihn so ganz nebenbei in das Wien der Jahrhundertwende entführt. Auch mit diesem Band der Reihe gelingt es Tallis die Zeit, über die er schreibt, ein zu fangen. Einen Fokus legt er hierbei auch auf auf die psychoanalytischen Erkenntnisse dieser Zeit, die er durch Max Liebermann vermittelt. Hier hat Tallis meiner Meinung nach recht gut recherchiert und er gibt auch im Nachwort über seine Quellen Auskunft, sodass man sich ein eigenes Bild machen kann, wenn man sich dafür näher interessiert.
Das Privatleben der Ermittler nimm dieses mal eine eher untergeordnete Stellung ein, das hat mir gut gefallen weil ich finde das es in den letzten Fällen etwas überhand genommen hatte. Dem Kriminalfall fand ich vor allem auch deshalb interessant, da man auch die Sicht des Mörders kennenlernt und so einen Blick in seine tiefsten Abgründe werfen kann. Die Lösung als solche bietet allerdings keine allzu große Überraschung, der aufmerksame Krimileser wird sich sicher nicht so leicht hinters Licht führen lassen. So war mir die Wendung gegen Ende recht schnell klar.
Insgesamt betrachtet habe ich mit Rendevous mit dem Tod einen netten Leseabend verbracht und werde die Reihe gerne weiter verfolgen!

Meine Bewertung

Vielen Dank an den BtB Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Verwandte Artikel:


Die Perspektive des Gärtners – Hakan Nesser

Verlag: BtB | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-442-75173-0
Seiten: 320
Ausgabe: Hardcover
Preis: € 19,99
ET: 08.2010

Wo ist Sara? Vierzehn Monate ist es her, dass Erik und Winnie Steinbecks vierjährige Tochter verschwunden ist. Beim Spielen von einem fremden Mann auf der Straße angesprochen, in einem dunklen, großen Wagen mitgenommen. Das ist alles, was man weiß. Danach verliert sich die Spur. Kein Erpresserbrief, kein Hinweis auf mögliche Täter. Es ist nicht der erste Schicksalsschlag für Winnie – war doch ihr erster Mann zusammen mit der gemeinsamen Tochter tödlich verunglückt. Um Abstand zu gewinnen, schlägt Winnie Erik deshalb vor, in die USA zu ziehen. Die beiden lassen sich in New York nieder. Und zunächst scheint dies die rettende Idee. Winnie fängt wieder an zu malen, Erik geht jeden Tag in eine öffentliche Bibliothek, um dort zu schreiben. Schon bald jedoch kippt die Situation. Seltsame Dinge geschehen. Winnie behauptet zu wissen, dass Sara noch lebt. Sie malt ein Bild, das exakt die Situation der Entführung wiedergibt, alles ist fotogenau wiedergegeben – bis auf das Gesicht des Mannes. Erik ist beunruhigt. Durch Zufall entdeckt er, dass seine Frau heimlich aus dem Haus geht, wenn er fort ist. Dass sie obskure Bekanntschaften pflegt. Sie streitet es ab. Und dann erfährt er, dass Winnie ihm nicht die Wahrheit gesagt hat über ihre Vergangenheit …

Meine Rezension

Was Nesser glückt:
Die Beschreibung einer Ehe, die fast aus einanderbricht, weil beide nicht wissen, was mit Saras Tochter passiert ist. Die Unfähigkeit, länger miteinander zu sprechen, das Gefühl, den Anderen nicht mehr zu kennen. Das alles erschien mir sehr glaubwürdig, auch wenn es nur aus der Sicht der männlichen Hauptfigur geschildert wird. Er kann seine Frau nicht verstehen, weil sie wie es scheint gar nicht mit ihm sprechen möchte, man hat aber immer das Gefühl, dass sie irgendetwas vor ihm verbirgt. Seine Resignation über die Geschehnisse sind greifbar, in dieser Hinsicht fand ich ihn sehr glaubhaft und lebensnah beschrieben.

Was ihm nicht glückt:
Spannung… es baut sich absolut keine Spannung auf, die den Leser dazu bringen könnte, Interesse an der Handlung zu entwickeln. Mag sein, dass dies bei mir auch daran lag, dass ich mit paranormalen Phänomenen nichts anfangen kann und die Handlung erstmal in diese Ecke driftet. Nesser klärt diese Entwicklung zwar recht logisch auf, aber für mich waren da schon zu viele Zufälle passiert. Einiges an der Handlung ist mir zu konstruiert erzählt. Zu dem hatte ich schon recht früh eine Ahnung was mit Sara genau passiert sein könnte. Ich habe mich eher gelangweilt als unterhalten gefühlt. Für mich war die Lektüre jedenfalls recht enttäuschend und ich frage mich ob es mir mit andren Romanen des Autors ähnlich ergehen könnte…

Meine Bewertung

Vielen Dank an den BtB Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Verwandte Artikel:


Denn dein ist die Schuld – Adele Marini

Übersetzung: Katharina Schmidt
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-47287-1
Seiten: 539
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 8,95
ET: 09.2010

Rozzano, eine triste Kleinstadt vor Mailand: Eines Abends verschwinden der elfjährige Ivan und seine sechsjährige Schwester Martina spurlos. Zur gleichen Zeit wird in Mailand der kleine Sohn der wohlhabenden Familie Simonella entführt. In beiden Fällen gibt es keine Zeugen, und Lösegeldforderungen bleiben aus. Chefinspektor Vincenzo Marino, erst kürzlich von Neapel nach Mailand versetzt, und seine neue Kollegin Sandra Leoni sehen einen Zusammenhang und beginnen zu ermitteln. Doch die Wahrheit, die sie zu Tage fördern, übersteigt ihre schlimmsten Befürchtungen.

Meine Rezension

„Denn dein ist die Schuld“ ist ein leicht verständlicher Krimi aus dem kriminellen Umfeld Mailands. Die Autorin hat versucht, das Buch den Polizeiprotokollen anzupassen. So konnte man immer wieder Verhörtexte lesen. Auch wurden die jeweilige Tageszeit und das Datum vor jedem Kapitel angegeben, so das ich schon das Gefühl hatte an der Aufklärung unmittelbar beteiligt zu sein.

Die eigentliche Geschichte um die Entführung der Kinder und ihre Aufklärung war auch interessant zu lesen, zumindest am Anfang. Nach so ca. Dreiviertel des Buches hatte ich aber das Gefühl hier wurden nur noch Seiten gefühlt, die Spannung vom Anfang konnte Fr. Marini leider nicht bis zu Schluss halten. Auch waren für mich die beiden Hauptcharaktere Chefinspektor Vincenzo Marino und seine Kollegin Sandra Leoni nicht wirklich greifbar. Ich fand beide ziemlich spröde und unnahbar.
Die Ermittlungen dieser Beiden führte sie ihn die unterstete Schicht der Gesellschaft, wo Korruption und Mord an der Tagesordnung waren. Dementsprechend schreckliche Details haben die Beiden dann auch ausgegraben. Die eigentlichen Entführungsfälle und die Arbeit der Polizei in Mailand und Umgebung wurde von Adele Marini schon glaubwürdig geschildert. Im Großen und Ganzen fand ich „Denn dein ist die Schuld“ interessant zu lesen.

Sollte es einen weiteren Fall dieser beiden Ermittler geben, würde ich auch den lesen, in der Hoffnung, dass ihre Charaktere etwas mehr ausgearbeitet werden und vielleicht auch ein bisschen an Tiefe gewinnen.

Meine Bewertung

Vielen Dank an den Goldmann-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Verwandte Artikel:


Die Nacht hat viele Augen – Shannon McKenna

Die Nacht hat viele Augen, Teil 1

Verlag: Lyx | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3802583308
Seiten: 526
Ausgabe: Broschiert
Preis: € 09,95
ET: 09.2010

Seth Mackey hat nur ein Ziel vor Augen: Rache an dem Mann zu nehmen, der für den Tod seines Bruders verantwortlich ist. Doch als er die verletzliche Raine Cameron trifft, ändert sich alles. Hin und her gerissen zwischen seiner Pflicht und seinen ungewohnten Gefühlen für die junge Frau, wird seine Mission immer mehr zu einem Tanz am Abgrund. Und auch Raine scheint ganz eigene Ziele zu verfolgen …

Meine Rezension

Der Lyx Verlag hat mit einer neuen Buchreihe geworben: Romantic Thrill. Ich lese sehr gerne Thriller und wenn sich dabei der Maincast mal ein bisschen näher kommt, ist das nicht schlimm. Oftmals hat es dann sogar einen „Na endlich!“ Effekt beim Leser, wenn man über mehrere Hundertseiten mit dem einen oder anderen Charakter mitleidet und mitfiebert und dann letzten Endes nicht nur ein Fall gelöst wird, sondern auch eine neue Liebe entflammt.
Darum war es für mich klar, dass ich einen Roman dieser Lyx Reihe antesten musste. So kam Die Nacht hat viele Augen zu mir.

Der Klappentext verspricht einen interessanten Thrillerplot mit einhergehender Romanze zwischen Seth und Raine. Soweit in der Theorie.
Die Praxis kann da leider nicht mithalten. Schon auf den ersten Seiten bekommt man als Leser das Gefühl, dass man sehr genau weiß, worauf die Autorin es letzten Endes abgesehen hat und nach ein paar weiteren Seiten, hat man es dann schwarz auf weiß: Hier geht es um keinen Thriller mit einer Liebesgeschichte. Hier geht es schlicht und einfach darum, möglichst viele Sexszenen in möglichst allen denkbaren Varianten vor dem Leser auszubreiten. Das ganze wird dann mit einer persönlichen Rachegeschichte umwickelt und soll dann als Romantic Thrill verkauft werden. Das zumindest ist gut gelungen.

Die Handlung als solche ist quasi nicht existent. Es sei denn, man sieht von der Handlung ab, die im Bett stattfindet. Egal ob alleine oder zu zweit – hier geht es in allererster Linie nur darum, körperlichen Gelüsten nachzukommen. Das ist für den Leser nicht nur nach ein paar Seiten ermüdend, es ist auch sterbenslangweilig. Die versprochene Thrillerhandlung wird nur noch am Rande pseudomäßig hochgehalten und selbst wenn es der Autorin gelungen wäre, daraus einen fesselnderen Teil zu erschaffen, würde er durch die massiven Sexszenen in diesem Buch gleich wieder auseinander gerissen.

Im Grunde wäre es vergebliche Liebesmüh auch nur noch einen Satz zu den Protagonisten zu schreiben. Außer durch die körperlichen Attribute werden sie so gut wie gar nicht beschrieben und oftmals fällt es schwer ihnen überhaupt einen logischen Beweggrund anzudichten. Darum erstaunt es so immens, dass es der Autorin doch hin und wieder gelingt, ihren Charakteren wenigstens Ansatzweise Tiefe zu verleihen. Das geschieht allerdings nur darüber, dass es dem Leser ab und an gelingt, ihnen in ihre Gefühlswelt zu folgen.

Der Roman wird tatsächlich als „spannender Thriller mit prickelnder Erotik“ beworben. Ich kann nur jedem ambitionierten Thrillerleser davon abraten, sich dieses Werk ins Regal zu stellen.

Meine Bewertung

Vielen Dank an den Egmont-Lyx Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Verwandte Artikel:


Das Grab im Moor – Belinda Bauer

Übersetzung: Marie-Luise Bezzenberger
Verlag: Goldman
ISBN: 978-3-442-47176-8
Seiten: 344
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 8,94
ET: 10.2010

Der Junge wollte die Wahrheit herausfinden. Der Killer wollte spielen.

Tag für Tag gräbt der 13 jährige Steven Lamb in Exmoor nach der Leiche von Billy – seinem Onkel, den er nie kennen lernte. Fast zwanzig Jahre ist es her, seit dieser verschwand und vermutlich dem Serienkiller Arnold Avery zum Opfer fiel. Doch Stevens Großmutter wartet noch immer auf die Rückkehr ihres einzigen Sohnes. Um die Vergangenheit endlich abzuschließen, nimmt Steven schließlich Kontakt zu Avery im Gefängnis auf und bittet ihn um Hinweise auf Billys Grab. Der Junge ahnt nicht, auf welch tödliches Spiel er sich damit einlässt…

Meine Rezension

„Das Grab im Moor“ ist der Debüt-Roman von Belinda Bauer. Sie hat hier ein schweres Thema aufgegriffen und mit kurzen einfachen Sätzen versucht, die Trauer einer Familie zu vermitteln, die ein Kind verloren hat. Der Tod des kleinen Billy ist nie aufgeklärt worden und man hat auch seine Leiche nie gefunden. Der Autorin ist es nun gelungen diese Trauer, die über 20 Jahre und auch über die nächste Generation geht, gut zu vermitteln. Ich konnte die Traurigkeit, die die ganze Familie gefangen hält deutlich spüren.

Steven versucht die Leiche seines Onkels zu finden, in der Hoffnung dass seine Familie dann wieder eine richtige Familie wird. Also nimmt er am Ende Kontakt zu dem Mörder auf, und hofft, dass dieser ihm das Grab, in dem Billy ruht verrät. Belinda Bauer hat die Geschehnisse und Verhaltensweisen beider Parteinen so glaubwürdig und fesselnd geschildert, dass ich die Traurigkeit und Einsamkeit in der sich Steven befand sehr gut nachvoll ziehen konnte. Ich habe für diesen einsamen Jungen, der am Rand der Gesellschaft lebt, sehr viel Mitleid empfunden. Durch das Verschwinden des Onkels wird die ganze Familie zu einer Randgruppe in dem Dorf degradiert. Die Gefühle der Großmutter, sowie der Mutter Stevens, hat Frau Bauer wirklich glaubwürdig erzählt. Ich konnte Steven förmlich vor mir sehen, wie er verzweifelt durch das Moor wandert und nach Billy sucht und gräbt.

Dies ist allerdings kein Thriller in der üblichen Weise. Es gibt keine lauten Schüsse und auch kein Gehetze und herumirren. „Das Grab im Moor“ hat als Handlungsort nur das Moor und den Wohnort Stevens. Der Kern dieser Geschichte ist eigentlich die Suche nach dem verschollenen Onkel und das Verarbeiten dieses Verschwindens. Dieser ruhige, traurige und gleichzeitig dramatische Thriller hat mir gut gefallen. Ich hoffe auch der nächste Roman dieser Autorin wird ähnlich gut.

In einem kleinen Nachwort lässt die Autorin den Leser wissen, dass diese geschilderten Ereignisse ihrer eigenen Phantasie entsprungen sind und so nie stattgefunden haben.

Meine Bewertung

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Verwandte Artikel:


Buchcouch-Suche
Buchcouch-Rezensionen

Alphabetisch nach Autor:

[A] [B] [C] [D] [E] [F] [G] [H] [I]
[J] [K] [L] [M] [N] [O] [P] [Q]
[R] [S] [T] [U] [V] [W] [XY] [Z]

Buchcouch-Aktuell

Aus gegebenen Anlass weist die Buchcouch darauf hin, dass Bücher, die ohne vorherige Absprache zur Rezension zugesendet werden, keinen Anspruch auf eine Rezension unsererseits haben. Wir sind nur ein kleines Team und nicht jedes Thema findet einen Abnehmer. Gerne können Sie uns per Email kontaktieren und mit uns Ihre Rezensionswünsche besprechen.

Auch wenn wir am Aufarbeiten sind, einige alte Inhalte von der ursprünglichen Buchcouch-Homepage fehlen noch.

Zum Mitnehmen gibt es auch einige Buchcouch-Banner.

Letztes Update: 18. September 2011

Buchcouch-Tipp

Aktueller Lese-Tipp

zur Rezension

Neuerscheinungen September

Buchcouch-Leserunden

Seit 24.08.2011 mit Autorin:

Seit 15.09.2011 mit Autorin:

Buchcouch-Freunde
Bücher-Blogs
Autoren-Blogs