Archiv für die Kategorie „Krimis & Thriller“
Für immer Tod – Bernhard Aichner

Verlag: Haymon
ISBN: 978-3852188829
Seiten: 238
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 12,95
ET: 08.2011
Um sie herum ist alles dunkel, sie hat keine Ahnung, wo sie sich befindet, neben ihr nur zwei Flaschen Saft und ein Handy ihre einzige Verbindung zur Außenwelt, zur Polizei und zu ihrem Stiefsohn, dem Totengräber Max Broll. Ihre letzte Erinnerung: Ein Mann ist in ihre Wohnung eingedrungen, hat sie überwältigt, in eine Kiste gesteckt und irgendwo im Wald vergraben. Und sie erinnert sich auch, wer der Mann war: Leopold Wagner, der Kindermacher , den sie vor achtzehn Jahren ins Gefängnis gebracht hat. Das Problem ist nur: Wagner kann es nicht gewesen sein, denn er sitzt nach wie vor hinter Gittern.
Max Broll weiß: Er muss seine Stiefmutter Tilda finden, koste es, was es wolle. Und er weiß auch: Mehr als ein paar Tage wird Tilda unter der Erde nicht überleben. Während die Polizei versucht, das Handy zu orten, und systematisch das Gebiet durchkämmt, macht er sich gemeinsam mit seinem Freund Baroni auf den Weg zu Wagner.
Rezension
Der Totengräber Max Broll findet ein Handy und als er die einzig mögliche Nummer anruft bekommt er seine Stiefmutter Tilda ans Telefon. Sie erzählt ihm sie sei entführt worden und er müsse sie in nur kurzer Zeit finden sonst muss sie sterben. Die Jagd nach dem Entführer beginnt und für Max wird es ein Wettlauf mit der Zeit.
Hat man sich erstmal an den Schreibstil dieses Autors gewöhnt, kann man das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen. Die Dialoge sind so geschrieben, dass man als Leser das Gefühl hat direkt dabei zu sein. Diese Dialoge sind auch nicht so angelegt wie normaler Weise, sondern sie stehen Satz für Satz untereinander und sind mit einem Bindestrich gekennzeichnet. Dadurch hat man einmal mehr das Gefühl bei den Gesprächen direkt anwesend zu sein. Diese Art zu schreiben hat mir gut gefallen.
Die Gedanken von Max Broll wandern einem direkt in den Kopf und man macht sich gemeinsam mit ihm auf die Suche nach seiner Stiefmutter beziehungsweise nach dem Entführer. Ich habe mit ihm gelitten und immer wieder für ihn gehofft, dass es ein gutes Ende geben wird.
Auch wenn ich den ersten Teil nicht gelesen habe, wurde mir Max Broll hier schnell sympathisch und auch Tilda, die eigentlich gar nicht anwesend ist, war mir gleich vertraut.
Der Erzählstil von Bernhard Aichner hat mich so gefesselt, dass ich dieses Buch an nur einem Nachmittag gelesen habe. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Ich wollte einfach so schnell wie möglich wissen, wie es ausgeht und ob Tilda überleben wird oder nicht.
Die Protagonisten Max Broll und sein Freund Baroni sind hier gut ausgearbeitet worden. Sie haben ihre Ecken und Kanten und ihre Fehler, was durchaus den Eindruck erweckt, sie könnten sozusagen um die Ecke wohnen. Die Handlung ist sehr temporeich und lässt wenig Zeit zum Luftholen. Außerdem hat der Autor einen guten Schuss schwarzen Humor beigefügt so gab es trotz allem immer wieder auch Szenen zum schmunzeln. So mag ich gute Krimis.
Mein Fazit: „Für immer tot“ ist zwar schon der zweite Band um den Totengräber Max Broll, aber man kann ihn auch gut lesen ohne den ersten Band zu kennen. Dieser Krimi ist einfach nur gut geschrieben und hat mir sehr gefallen. Ich hätte gern mehr solcher Krimis.
Vielen Dank an den Haymon Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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Der Sterbende Detektiv – Leif GW Persson
Verlag: btb
ISBN: 978-3442753079
Seiten: 544
Ausgabe: Broschur
Preis: € 14,99
ET: 04.2011
Ein brutaler Mord in den Schären. Und ein Ermittler, dem nicht mehr viel Zeit bleibt
Stockholm, vor einer Würstchenbude: Der pensionierte Lars Martin Johansson, legendärer Mordermittler und bei seinen ehemaligen Kollegen als der Mann bekannt, der um die Ecke denken kann, erleidet einen Schlaganfall. Gerade noch rechtzeitig wird er in ein Krankenhaus eingeliefert. Als er dort drei Tage später wieder aus dem Koma erwacht, rechtsseitig gelähmt, steht eines fest: von Johannson, wie man ihn einst kannte, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Seine Lebensgeister werden erst wieder geweckt, als ihm seine behandelnde Ärztin von einem brutalen Mord an einem kleinen Mädchen erzählt, der 25 Jahre zurückliegt und nie aufgeklärt wurde. Vom Krankenbett aus beginnt Johansson mit den Ermittlungen. Er will Gerechtigkeit, und er ahnt, dass das womöglich sein letzter Fall sein wird …
Meine Rezension
Für mich war es der erste Fall von dem schwedischen Autor Leif GW Persson.
Der im Ruhestand lebende Detektiv Lars Martin Johannson erleidet einen Schlaganfall und landet im Krankenhaus. Dort wird er nicht nur medizinisch versorgt sondern bekommt auch Hinweise auf einen 25 Jahre zurückliegenden Fall. Ein neunjähriges Mädchen wurde damals vergewaltigt und ermordet und der Täter nie gefasst. Nun soll sich Lars Martin diesen Fall noch einmal ansehen. Erschwerend kommt hinzu, dieser Fall ist verjährt und man könnte den Täter nun auch nicht mehr bestrafen.
Lars Martin macht sich trotz gesundheitlicher Probleme an die Arbeit. Zur Seite stehen ihm sein alter Freund und Kollege Jarnebring, seine eigene Krankenschwester Matilda, sowie sein Fahrer Max. Sie alle versuchen dem Detektiv hilfreich mit Rat und Tat zur Seite zustehen und ihn vor allem dazu zubringen gesünder zu Leben. Auch seine Frau Pia würde dies sehr begrüßen, aber Lars Martin ist in seinen Gewohnheiten sehr eingefahren und lässt sich nicht gern dazwischen reden. Somit ist es für die Menschen in seinem Umfeld nicht immer leicht.
Lars Martin lässt seine Beziehungen spielen und kommt an die alten Unterlagen des Falls.
Der Autor hat die Details schön ausgearbeitet und so kann der Leser mit Lars Martin zusammen den Fall bequem von der Couch aus lösen. Stück für Stück kommt man der Lösung näher. Nach etwa zwei drittel des Buches ist der Täter überführt und gefunden und nun geht es darum ihn der gerechten Strafe zuzuführen, denn die Tat ist Erschreckenderweise verjährt.
Dem Autor ist es gelungen hier nicht nur einen Kriminalfall zu schildern sondern auch die Krankengeschichte eines Schlaganfallpatienten und so erlebt der Leser wie es sich anfühlt, aus der gewohnten Lebensweise herausgerissen zu werden und auf Hilfe anderer angewiesen zu sein. Mit einer guten Portion trockenen Humors schildert Herr Persson die Gefühle von Lars Martin und so musste ich doch zwischendurch immer wieder vor mich hin grinsen.
Mein Fazit
“Der Sterbende Detektiv“ ist ein Krimi aus Sicht eines schwer kranken Detektivs der nicht aus seiner Haut kann. Der Kriminalfall ist gut aufgebaut und durchdacht und lässt genug Raum für eigene Gedanken. Er hat mir gut gefallen. Ich würde jederzeit wieder zu einem Krimi von Leif GW Persson greifen.
Meine Bewertung
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Vielen Dank an den btb Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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Hüte dich vor deinem Nächsten – Lisa Unger
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-8025-8235-6
Seiten: 448
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 8,95
ET: 09.2010
Isabel und Marcus Raines sind das perfekte Paar. Seit fünf Jahren verheiratet und noch immer wie frisch verliebt. Doch dann kommt Marcus eines Abends nicht von der Arbeit nach Hause, und Isabel kann ihn nicht erreichen. Sie fährt zu seinem Büro und gerät dort mitten in einen Einsatz des FBI. Kurz darauf erfährt sie das Unfassbare: Marcus Raines ist seit Jahren tot. Sie war mit einem Mann verheiratet, der ein anderer ist, als er vorgab zu sein. Eine gefährliche Suche nach der Wahrheit beginnt …
Meine Rezension
Aufmerksam geworden auf das Buch bin ich durch das ansprechende Cover. Der verheißungsvolle Klappentext hat mich dann dazu bewogen, das Buch letzten Endes unbedingt lesen zu wollen.
Damit hört die Erfolgsstory von „Hüte dich vor deinem Nächsten“ dann auch schon auf. Der lobende Klappentext ist nichts weiter als die Beweihräucherung eines langweiligen und mit persönlichen Psychodramen eines jeden handelnden Charakters überschwemmten Plots.
Dieses Buch ist das beste Beispiel dafür, dass zuviel Biografie der Protagonisten ebenso zu einem miserablen Ergebnis führen können, wie zuwenig Biografie.
Wo wir schon bei Biografien der Charaktere sind:
Es ist schön und lobenswert, wenn sich der Autor Gedanken um seine Persönlichkeiten macht. Es macht Spaß, einen gut beschriebenen HAUPTcharakter auf seinem Weg zu begleiten. Aber irgendwo muß Schluß sein. In diesem Buch wimmelt nur so von „kranken“ Charakteren. Privatangelegenheiten von ermittelnden Dektives sind nur so lange interessant, wie sie auch zum Thema des Buches passen. Bei den ganzen privaten Psychodramen, die sich auf diesen 448 Seiten abspielen, hätte ein ganzes Team von Psychtherapeuten Jahrelang zu tun, wenn es diese alle aufarbeiten wollte.
Die Eheprobleme der Schwester nehmen einen extremen Fokus in einer Geschichte ein, in der sie überhaupt nichts zu suchen haben. Immerhin geht es hier um Isabels verschwundenen Mann und ihre Suche nach ihm. Das Isabel sich im Verlauf der Ermittlungen gegenüber Polizei und FBI in erster Linie egoistisch und unbelehrbar zeigt, könnte man ja noch als Charakterzug ihrerseits geltend machen. Das sie aber bei jedem menschlichen Wesen, das ihren Weg kreuzt mal kurz darauf verweisen muß, dass sie Bestseller-Autorin ist und darum einen besonders scharfen Blick für ihre Mitmenschen aufbringt, wirkt irgendwann nur noch einschläfernd. Wenn sie tatsächlich ein so intelligenter Charakter wäre, wie es die Autorin ihren Lesern gegenüber glauben machen möchte, dann wäre ihr doch vielleicht mal aufgefallen, dass sie ihren Mann gar nicht kennt.
Gut, das mag jetzt ein bisschen sehr subjektiv von mir betrachtet sein. Ich fühle mich als Leser sowohl von der Autorin als auch von den handelnden Charakteren … nennen wir es mal vorsichtig … vereimert.
Der ganze Plot wirkt konstruiert. Ein wirklicher Spannungsbogen will nicht aufkommen, weil er wirklich jedes Mal durch unnötige Rückblenden in die Vergangenheit der Schwestern, erstickt wird, wenn er sich leise muckt.
Natürlich sollen diese Rückblenden Fragen beantworten oder das eine oder andere Problem erklären. Doch leider sind die Rückblenden so lang gehalten, dass man an deren Ende zwar die Antwort auf eine Frage bekommt, die Frage allerdings schon wieder vergessen hat. Der so aufgebaute und durch die komplette Handlung aufrecht erhaltene Teufelskreis ist eine weitere unerwünschte Konstante in diesem allumfassenden Drama.
Die eigentliche Geschichte um einen Mann, der eine falsche Identität angenommen hat und zwei Leben parallel zueinander führt, bleibt damit voll und ganz auf der Strecke.
All das führt dazu, dass dieses Buch reine Geldverschwendung ist. Es gibt deutlich bessere Bücher auf dem Markt, die ähnliche Themen haben und deren Autoren sich glücklicherweise auf einen Plot beschränken.
Meine Bewertung
Vielen Dank an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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Boston Run – Frank Lauenroth
Verlag: Sportwelt Verlag | Leseprobe
ISBN: 978-3-941297-05-0
Seiten: 224
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 8,95
ET: 08.2010
Das amerikanische Militär trat eines Tages an die NSA heran und bat um die Entwicklung einer Möglichkeit einen durchschnittlichen Soldaten mehr Leistung zu verschaffen. Er soll schneller, stärker und ausdauernder im Kampf werden.
Viele Möglichkeiten wurden auf den Tisch gebracht bis sich die NSA für die Forschung an einem Serum entschied. Das Serum war mehr ein Dopingmittel als eine Droge, die es dem Probanden ermöglichte übermenschliche Ausdauer aufzuwenden.
Der Kopf hinter dieser Forschung war Christopher Johnson, ein brillanter aber auch recht eigenwilliger Geist, der sich jedoch kurz vor der Präsentation des Mittels mit der NSA überwarf und einfach aus dem Staub gemacht hat.
Und mit ihm ging auch das neue Wundermittel, denn keiner seiner Assistenten hatte je daran gedacht etwas aufzuschreiben oder die Arbeitsabläufe aufzuzeichnen so das Johnson der einzige Mensch war, der die genaue Zusammensetzung kannte.
Dies liegt nun Jahre zurück. Auf Johnsons Name ist zwar noch immer ein Haftbefehl ausgestellt, aber keiner glaubt mehr wirklich daran das Genie fangen zu können, bis zum heutigen Tag.
Ein anonymer Tipp lässt das NSA Team in Boston hellhörig werden, denn Johnson soll nicht nur in der Stadt sein, sondern auch etwas mit dem diesjährigen und genau heute stattfindenden Boston Marathon zu tun haben. Und lange muss das Team um Rachel Parker nicht warten, denn ein völlig unbekannter Läufer deklassiert bereits am Anfang des Laufes die Weltspitze des Marathonsports.
Parker weiss, wenn sie den unbekannten Läufer mit der Nummer 368, der höchstwahrscheinlich mit dem verschwundenen Serum gedopt ist, schnappen dann würden sie auch an Christopher Johnson und damit an das Rezept des Serums kommen.
Parker weiss aber auch um die Schwäche des Serums. Selbst wenn Johnson das Mittel noch weiter verbessert und dessen Wirkungsgrad erhöht hat, so würde es sich dennoch innerhalb von weniger als 2 Stunden im Körper des Läufers völlig abgebaut haben, rückstandslos und ohne die Möglichkeit eines Nachweises oder gar einer Analyse.
Somit beginnt nicht nur ein gnadenloser sondern auch heikler Wettlauf gegen die Zeit, da weder der Läufer verletzt werden darf noch die öffentliche Ordnung, durch den Einsatz des Geheimdienstes bei dieser Großveranstaltung, gestört werden soll.
Zugegeben, es ist schon eine interessante Mischung die Frank Lauenroth hier abliefert. Einen Thriller rund um eine Marathonveranstaltung zu stricken ist mal etwas ganz anderes als immer nur den selben gleichen Terroristen, Verschwörungstheoretikern oder durchgeknallten Massenmördern hinter herzujagen.
Auch die Tatsache, dass er sein Charakterensemble schön kompakt hält und die Geschichte auf gut 200 Seiten unterbringt spricht für die Qualitäten des Autoren. Es wird nie langweilig, ständig ist die Handlung und somit auch das Buch in Bewegung und wo andere Bücher erst mal kleine Pausen dazwischen schieben müssen, um diverse Gegebenheiten oder frische Charaktere einzuführen startet Boston Run erst richtig durch. Bei dem Tempo fällt es dann auch fast nicht auf das sich Lauenroth an manchen stellen im Buch, vorzugsweise in der ersten Hälfte, auch dogmatisch an das 1 mal 1 des Creative Writings hält und erfahrene Leser doch recht rasch die Strukturen und den Aufbau des Buches durchschauen.
Auch birgt die kompakte Riege an Figuren seine Tücken, wie man am Ende feststellen muss. Dem Schreiber bleibt keine Zeit die Hauptfiguren etwas ausführlicher vorzustellen, so dass das Ende nicht ganz den gewünschten Effekt bei dem hier schreibenden Rezensenten hatte. Denn unterm Strich blieben nur 3 Charaktere übrig, die sich das Ende dann untereinenader ausmachen mussten, wodurch der wohl beabsichtigte Knalleffekt ausblieb. Für Finten und falsche Fährten blieb einfach kein Platz im Buch, da hätte man sich wirklich mehr trauen können.
Dennoch. Frank Lauenroth besticht in seinem bisslang dritten Buch durch seine Ortskenntnisse und dem Umstand, dass es in seinem Buch nicht an allen Ecken rumst und kracht, aber deswegen nicht minder spannender zugeht, als bei einschlägigen Genrekollegen. Zwar verzichtet er nicht ganz auf Action, aber im Vordergrund steht eindeutig die etwas geradlinige aber unterhaltsam und vor allem sehr gut und flott zu lesende Story.
Wer also was dünnes für zwischendurch sucht wird mit diesem Thriller sicher nicht enttäuscht werden.
Vielen Dank an den Sportwelt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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Steirerblut – Claudia Rossbacher
Ein Alpen-Krimi
Verlag: Gmeiner
ISBN: 978-3-8392-1136-6
Seiten: 273
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 9,90
ET: 02.2011
Als Abteilungsinspektorin Sandra Mohr vom LKA in Graz ausgerechnet in die steirische Krakau gerufen wird, um in einem rätselhaften Mordfall zu ermitteln, ist sie alles andere als begeistert. Schließlich hat sie ihrer Heimat nicht ohne Grund vor Jahren den Rücken gekehrt.
Die Suche nach dem Mörder der Journalistin Eva Kovacs, deren nackte, grausam zugerichtete Leiche im Wald aufgefunden wurde, gerät für sie zur Konfrontation mit einer verschworenen Dorfgemeinschaft, aber auch mit der eigenen Vergangenheit …
Meine Rezension
„Steirerblut“ ist ein Krimi, der sich leicht lesen lässt. Überwiegend spielt er in dem dörflichen Milieu, in dem Sandra Mohr geboren wurde. Der Versuch den Mord aufzuklären ist somit auch gleichzeitig eine Reise in ihre Vergangenheit und ein Besuch bei ihrer etwas seltsamen Familie. Ihr neuer Kollege Bergmann versucht auf seine Weise, mit Humor und jede Menge Machogehabe, den Fall zu klären.
Kriminalistisch gesehen, ist „Steirerblut“ jetzt keine Meisterleistung, relativ schnell war mir klar, wer für den Mord verantwortlich war und auch warum. Aber mir haben die Dialoge der beiden Ermittler gut gefallen. Ich habe doch öfter schmunzeln müssen und hatte mehrfach das Gefühl einen Film zu sehen. Das Zwischenmenschliche, die Beziehungen zu einander, haben mir einfach gut gefallen. Auch wenn es nicht viel Überraschendes gab, habe ich mich gut Unterhalten gefühlt und da „Steirerblut“ der Auftakt einer Krimireihe sein soll, freu ich mich auch schon darauf die beiden LKA-Ermittler Sandra Mohr und Sascha Bergmann wieder zu begegnen und zu sehen wie es mit den Beiden weitergeht.
Meine Bewertung
Vielen Dank an den Gmeiner-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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