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Archiv für die Kategorie „Jugend-Fantasy“

Das Bernstein-Teleskop – Philip Pullman

His Dark Materials, Band 3

Verlag: Carlsen | Leseprobe
ISBN:
978-3551352378
Seiten: 595
Ausgabe:
Taschenbuch
Preis:
9,95 €
ET:
11.2003

Viele atemberaubende Abenteuer haben Lyra und Will schon bestanden, seit der Goldene Kompass sie zusammenbrachte. Aber ihre gemeinsame Reise ist noch lange nicht zu Ende. Immer deutlicher spürt Lyra, dass eine Antwort auf ihre Fragen nur im Reich der Toten zu finden ist. Gegen alle Widerstände steigen Will und sie in diese schrecklichste aller Welten hinab fest entschlossen, eine alte Schuld zu sühnen und eine Prophezeiung zu erfüllen, von der sie nur eine vage Ahnung haben. Und sie wissen, dass am Ende dieses Weges noch größere Gefahren auf sie warten, denn die Allermächtigsten rüsten sich zur entscheidenden Schlacht zwischen Gut und Böse …

Meine Rezension

Lyra und Will sind zum ersten Mal seit sie sich kennen böswillig getrennt worden: Mrs. Coulter hat Lyra entführt, in eine fremde Welt verschleppt und hält sie dort im Schlaf gefangen. Will macht sich auf den Weg um Lyra zu finden und zu retten. Dabei trifft er auf Iorek Byrnison, den König der Bären, der Lyra den Namen Listenreich gab. Gemeinsam ziehen sie zu Lyras Rettung, die sich als schwieriger erweist, als gedacht. Denn was sie zu der Zeit nicht wissen ist, dass sowohl die Kirche als auch Lord Asriel Schiffe ausgeschickt hat, die ebenfalls nach Lyra suchen…
Während dessen ist Dr. Mary Malone unterwegs um den Kindern in einem Moment der Ungewissheit beizustehen. Sie wird vom STAUB geleitet und findet eine Welt, die ihr wunderlich vorkommt, denn sie ist so anders. Hier möchte sie am liebsten für immer bleiben, doch sie hat einen Auftrag zu erfüllen.

Ich habe direkt nach Band zwei mit Band drei anfangen MÜSSEN! Denn diesmal gibt es keine Verschnaufpause bei den Geschehnissen zwischen den beiden Bändern, Band zwei endet sehr spannend und Band drei knüpft sofort an – als würde es sich um ein Buch handeln und nicht um zwei. Theoretisch gibt es zum dritten Buch nun auch nicht viel mehr zu sagen, als zum ersten oder zweiten: es ist spannend, es ist klug, es ist unglaublich, wie Pullman Geheimnisse in Kreisen strickt und uns letzten Endes die Lösung präsentiert. Seine Logik für die Reihung der Ereignisse sowie Reaktionen der Protagonisten und seine subtilen Andeutungen, die alle als Kritik bestimmter Probleme unserer Gesellschaft verstanden werden sollen, sind faszinierend.
Praktisch finde ich, Pullman ist ein unglaubliches Werk gelungen, dessen Ende anders als erwartet und so gar nicht stereotypisch ist.

Meine Bewertung

5 von 5 Büchern uneingeschränkt!



Verwandte Artikel:


Das Magische Messer – Philip Pullmann

His Dark Materials, Band 2

Verlag: Carlsen | Leseprobe
ISBN:
978-3551352378
Seiten: 367
Ausgabe:
Taschenbuch
Preis:
8,95 €
ET:
06.2002

Der junge Parry will das Geheimnis um seinen Vater lösen, der vor zehn Jahren bei einer Polarexpedition verschwunden ist. Durch Zufall findet er einen Zugang zu einer anderen Welt, als er vor geheimnisvollen Männern flieht. Hier trifft er auf Lyra, die ebenfalls durch ein Dimensionstor aus ihrer Heimat, die der Erde ähnelt, in diese fremde Welt gelangt ist. Auch sie ist auf der Suche nach ihrem Vater, Lord Asriel. Es stellt sich heraus, daß das Schicksal der beiden eng miteinander verknüpft ist. Gemeinsam müssen sie in den verschiedenen Welten um ihr Leben kämpfen und viele Abenteuer überstehen. Im Verlauf der Geschichte wird es immer deutlicher, daß den beiden Kindern eine Hauptrolle zugedacht ist in der anstehenden entscheidenden Schlacht zwischen Gut und Böse.

Meine Rezension

Will ist ungefähr 12 Jahre alt, als er das erste Mal verfolgt wird, einen Mann tötet, seine Mutter verstecken und abhauen muss. Rein zufällig entdeckt er bei der Flucht ein Fenster in eine andere Welt und zögert nicht: dort findet ihn niemand. Die neue Welt ist allerdings ein bißchen seltsam: Will landet in einer Stadt, die aussieht, wie bei uns an der Südsee. Allerdings ist sie völlig unbewohnt. Es sieht so aus, als hätten die Einwohner alles stehen und liegen lassen, als sie geflohen sind – es bleibt lange unklar, wovor. So findet Will genug zu Essen und zu trinken und er findet Lyra. Nach kurzer Zeit arbeiten die beiden Kinder bereits zusammen. Sie gehen nach Will´s Oxford auf der Suche nach dem jeweils geeignetem Wissenschaftler. Denn während Lyra nach wie vor das Thema Staub verfolgt und das Alitheometer sie nun ganz offensichtlich anleitet, sucht Will nach seinem Vater. Dieser ist vor 11 Jahren verschollen, als er auf einer Arktis-Forschungsexpedition war und Will ist sich sicher, dass die Männer, die ihn und seine Mutter bedrohen, etwas suchen, dass mit seinem Vater zu tun hat. Beide Kinder finden sehr schnell heraus, dass es viel mehr Geheimnisse gibt, als sie dachten und ihre Leben mit einander verknüpft sind. So sind sie schon bald wieder auf der Flucht und verfolgen höhere Ziele…

Zunächst einmal fällt es mir schwer eine inhaltsangabe zu diesem Buch zu schreiben ohne zu viel zu verraten oder in eine Intepretation zu verfallen. Denn Band 2 ist um längen besser als Band 1 und bringt so viel mehr Stoff zu nachdenken mit… Ich bin fasziniert über die verknoteten Zusammenhänge, übernommenen idealisierten Vorsellungen und stereotypische Zustände, die Pullman in diesem “Kinderbuch” aufgreift und subtil präsentiert. Man kann nur raten, welchen schlimmen oder in Zukunft vielleicht verherenden Zustand er meinen könnte, dennoch sind die Wahrheiten, die er anspricht nicht weniger offensichtlich. Während Band 1 sich mehr oder weniger auf eine Kritik an der Kirche beschränkte, finden wir hier nun einiges mehr und auf wirklich faszinierende Weise präsentiert: Wir haben eine deutliche Kritik an unserer Gesellschaft, mit ihrer Gleichgültigkeit, Mutlosigkeit, dem Lebensmangel etc. Weiterhin finden wir eine überdeutliche Kritik an der Art, wie rücksichtslos wissenschaftlicher Erkenntnisse für (falsche) Zwecke von z.B. gewissenlosen Menschen mißbraucht werden. Anstatt die Dinge also dem Wohle aller zukommen zu lassen, profitieren Einzelne und bringen damit aber alle in große Schwierigkeiten… so muss eine ganze Welt dafür gerade stehen, was Einzelne Gierige an Mist bauen (fast als würde er unsere aktuelle Wirtschaftskrise meinen – die allerdings nur ein Beispiel von vielen wäre)… und so geht es immer weiter, subtile Beispiele, die die Menschheit in ihr Verderben führen werden.

Mitlerweile bin ich mir auch sicher, dieses Buch kann kein Kinderbuch sein. Zum einen weiß ich nicht, wieviel davon ein Kind verstehen würde, zum anderen ist das Buch an manchen Stellen schon ein bißchen gruselig… Hier geht auch teilweise um Philosophie etc… vielleicht würde es Kindern an diesen Stellen zu viel werden… vielleicht aber auch, würden Kinder in diesem Buch einfach mal ein spannendes Abenteuer sehen. Denn das ist es außerdem tasachlich: ein sehr spannendes Abenteuer.

Pullman beantwortet in Band 2 viele offene Frage aus den Bänden 1 und 2, deckt interessante Verknüpfungen auf, spart aber auch nicht mit neuen Geheimnissen und Rätseln. Das Buch war dermassen gut und plötzlich zu Ende, dass ich sofort Band 3 aus dem Regal zog. Auch dieses verspricht bisher sehr spannend zu werden.

Ich kann diese Bücher also bisher jedem uneingeschränkt empfehlen: Kindern, Jugentlichen, Erwachsenen. Menschen, die sich beim Lesen entspannen, Menschen, die beim Lesen gern mit raten, Menschen, die beim Lesen gern mitdenken und projezieren… Es ist ein Buch für alle.

Meine Bewertung

5 von 5 Büchern uneingeschränkt!



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Sayuri – Carina Bargmann

Verlag: Arena | Leseprobe
ISBN: 978-3-401-06446-8
Seiten:
520
Ausgabe:
Gebunden
Preis:
€ 18,95
ET:
01.2010

Das Wasser des Flusses Shanu droht zu versiegen und der Kaiserstadt den Tod zu bringen. Sayuri und Marje sind gezwungen, in die Wüste zu fliehen. Als sie dem Neffen des verhassten Herrschers begegnen, nimmt ihr Leben eine unvorhergesehene Wendung. Denn Kiyoshi ist auf der Suche nach der Auserwählten, in deren alleiniger Macht es liegt, das tödliche Schicksal aller Stadtbewohner abzuwenden.

Meine Meinung

Marje und Milan sowie Sayuri wachsen in der Kaiserstadt auf – ohne Eltern und ganz sich selbst überlassen. Sie sind nur ein paar von vielen Kindern, die nach dem großen Krieg in die Stadt kamen, da es außerhalb der Stadtmauern nur noch Wüste gibt. Sie leben im äußeren Ring der Kaiserstadt, die von Flüssen und Wasserkanälen durchzogen ist. Doch die Händler werden gierig und so wird dem ärmsten aller Viertel regelmäßig das Wasser abgestellt, da die Menschen dafür nicht zahlen können. Der Kaiser ahnt nichts davon und der Kaiserbruder, der eigentliche Regent der Stadt, scheint die Augen zu verschliessen. Eines Tages brechen Marje und Milan in einen Wasserspeicher ein und stellen heimlich das Wasser für ihr Viertel wieder an – damit die Menschen sich größere Vorräte beiseite schaffen können und nicht verdursten müssen. Auf dem Rückweg muss Marje verzweifelt fliehen, sie wird entdeckt… kaum glaubt sie die Soldaten abgehängt zu haben, trifft sie auf eine junge Wache, die sie für ein entlaufenes Mädchen hält und ihr freundlich anbietet sie nach Hause zu begleiten. In ihrer Verzweiflung sticht Marje den jungen Mann nieder und ihr so gelingt die Flucht. Doch das ist nur der Anfang einer langen Reihe von verwickelten Ereignissen…

Bereits an meiner inhaltlichen Einführung merkt man: Sayuri kann nicht die Hauptprotagonistin dieses Buches sein. Sayuri ist ein wesentlicher Bestandteil, sie steht für wichtige Ereignisse und auch ein Schicksal, aber die Hauptrollen spielen Marje, Milan, Kiyoshi,… allerdings ist Sayuri präsent und überall. Sie ist klein, zerbrechlich, spricht nicht und jeder möchte sie beschützen. Deshalb ist sie mehr ein Anhängsel, als eine aktive Teilnehmerin – zumindest bis zu einem bestimmten Punkt im Buch. Ich emfand das allerdings keinen Moment als störend, denn die Charaktere sind prägnant, spannend, vielschichtig, sehr von einander verschieden und füllen die Geschichte hervorragend aus.
Das Buch könnte ein Jugendbuch sein (ist es wohl auch) – aber kein Erwachsener wird es als Zeitverschwendung empfinden es zu lesen. Es hat einen guten, flüssigen Schreibstil, eine Story die einen packt und eigentlich auch nicht mehr los läßt. Die Geschichte an sich ist interessant, hat einige neue Elemente, interessante magische (Fabel-)Wesen und eine schöne bildhafte Art zu erzählen. Man kann sich als Leser sowohl die Wüste als auch die Gärten nicht nur bildhaft vor das innere Auge rufen, sondern auch ihre Gerüche wahrnehmen.
Alles in einem kann man sagen, dass Carina Bargmann mit ihrem neuen Werk ein äußerst gutes Buch gelungen ist. Sie beweist Originalität, aber auch Tradition und schafft eine gute Mischung dieser Element. Ich muss zugeben, ich habe nun hohe Erwartungen an die zukünftigen Werke dieser jungen Autorin und werden mir vermutlich vorerst keines entgehen lassen.

Meine Bewertung:

5 von 5 Büchern

Vielen Dank an den Arena-Verlag für das zur Verfügungstellen des Rezensionsexemplars.


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Der Goldene Kompass – Philip Pullman

Etanas SöhneHis Dark Materials, Band 1

Verlag: Carlsen | Leseprobe
ISBN:
978-3551351234
Seiten: 448
Ausgabe:
Taschenbuch
Preis:
8,95 €
ET:
12.2001

Lyra ist klug und unendlich neugierig. Was erforscht z.B. ihr geheimnisvoller Onkel Lord Asriel oben im eisigen Norden Europas? Und warum verschwinden in ihrer Umgebung immer mehr Kinder? Doch Antworten auf all diese Fragen findet sie nur, wenn sie sich auf die Spuren ihres Onkels wagt, wo Panzereisbären eine uneinnehmbare Festung bewachen und hinter dem Polarlicht eine neue Welt beginnt.

Meine Rezension

Lyra ist ein kleiner Wildfang. Sie wächst inmitten von Männern auf, Wissenschaftlern, und ist in den Augen der meisten Frauen unerzogen. Außerdem ist Lyra eine Lügnerin. Dadurch erlebt sie nicht nur viele spannende Abenteuer, sondern denkt sich noch viel mehr davon aus. Doch eines Tages, verschwinden Kinder und nach einiger Zeit auch Lyras bester Freund. Lyra will ihn unbedingt wiederfinden – bis die geheimnissvolle Misses Coulter auftaucht, die Lyra auf eine ganz andere Art von Abenteuer mitnimmt.

Ich muss sagen, das Buch hat mich hingerissen, mitgenommen, gefesselt und am Ende auch noch ganz gespannt auf den nächsten Teil zurückgelassen. Beim Lesen ist mir mehrfach aufgefallen, wie unglaublich durchdacht und raffiniert die Handlung ist. Die zahlreichen Facetten führen dazu, dass man das Buch im unterschiedlichen Alter – als Kind, Jugendlicher und Erwachsener – lesen kann, und dennoch immer wieder Neues entdecken wird, es neu und anders auffassen und verstehen wird.

Außerdem finde ich es äußerst wichtig anzumerken, dass das Buch nichts, wirklich gar nichts mit em Kinofilm gemein hat. Der Film ist tatsächlich schlecht, am Thema vorbei und sehr ungenau sowie unbefriedigend, sobald man das Buch kennt. Die Figuren sind zum Teil falsch (Mrs. Coulter ist im Buch z.B. Schwarzhaarig – im Film Blond… ich finde die Kühle der damit einhergehenden Erscheinung, die sich der Autor gedacht haben wird, ist eine andere), die Reihenfolge der Handlungen ist eine andere (was dazu führt, das wesentliche Dinge zu anderen Ergebnissen führen) und der Film endet ca. in der Mitte des Buches, sodass das Ende ein völlig anderes ist!!! Ich weiß wirklich nicht, was sie sich bei dem Film gedacht haben.
Ganz wichtig ist auch das Thema STAUB. Darum dreht sich eigentlich die gesamte Geschichte, vermutlich alle drei Bände. Der Film gibt dazu nicht viel her. Das Buch bringt viel Aufklärung, aber wahrscheinlich muss man alle drei Bände lesen, um es endgültig zu verstehen. Das Ende ist hierfür ziemlich offen und macht Lust auf MEHR.

Die Protagonistin Lyra ist eine interessante Person. Eine Stelle fand ich besonders faszinierend und diese bringt die Art, wie Pullman schreibt und erklärend eingreifend besonders klar hervor: Lyra lügt, wo sie nur kann. Sie denkt sich Geschichten aus, dazu ist ihr jeglicher Stoff gut genug und die Geschichten werden beim jeden Mal erzählen ein bißchen mehr und besser und mehr gelogen. Doch zwischendurch schreibt Pullman, als Lyra mal wieder in einer besonders schwierigen Situation befindet: “Lyra neigete nicht zum Grübeln. Sie war ein optimistisches und praktisch veranlagtes Kind und hatte außerdem nicht besonders viel Fantasie.” Und als Leser denkt man sich an der Stelle: Bitte was?!!!???!!! Die hat keine Fantasie???!!! Ist seine Definition anders als meine?! Man stutzt jedenfalls. Und dann kommt die Erklärung: “Ein geübter Lügner zu sein bedeutet noch lange nicht, dass man auch viel Fantasie hat. Viele gute Lügner haben überhaupt keine Fantasy und das macht ihre Lügen so überzeugend.” (S. 280) Und wißt ihr was? Man denkt als Leser: Wow, stimmt. Er hat recht, das ist ganz logisch, gut erklärt und jedem klar – auch dem Kind, welches dieses Buch lesen könnte. Sehr schlau. Es beschreibt Lyra auf vortreffliche Weise und zeigt, wie super Pullman mit der Sprache und ihren Inhalten umgehen kann.

Aber auch alle weiteren Protagonisten sind spannend gestaltet: Da wäre Lyras Dämon. Wer wünscht sich (als Kind) nicht einen Gefährten, der immer bei einem ist, seine Gedanken teilt und sich obendrauf noch in jedes Tier verwandeln kann?! Toll. Außerdem ist da der Eisbär, Iorek Byrnison, der einen Panzer aus Sternenstahl trägt und sich als ein äußerst treuer Gefährte herausstellt… das sind die Gypter (ein Zigeunerähnliches Volk) und viele Andere, die das Buch und auch Lyra zu etwas besonderem machen. Ausserdem ist es äußerst spannend zu beobachten, wie die Figuren sich in diesem Buch entwickeln, verändern und den Leser, bis zur letzten Seite, schaffen zu überraschen…

Ein weiterer, spannender Inhalt (für Erwachsene) ist wohl die Auseinandersetzung mit der Kirche – in diesem Buch spielt die Kirche eine über alles dominierende Rolle. Sie regiert diese Welt. Sie bildet Ministerien, betreibt einen Geheimdienst und forscht auch auf “verbotenen” Gebieten… alles in einem kommt die Institution hier nicht sehr gut weg.

Ich kann nur sagen: ein fantastisches Werk und sollte von jedem mal gelesen werden.

Meine Bewertung

5 von 5 Büchern



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Gezeichnet – P.C. und Kristin Cast

House of Night, Teil 1

Verlag: Fischer FJB | Leseprobe (.pdf)
ISBN:
978-3-5968-6003-6
Seiten:
464
Ausgabe:
Hardcover
Preis:
€ 16,95
ET:
12.2009

HOUSE OF NIGHT: die einzig legitime Nachfolge-Serie der Bis(s) Romane

Als auf der Stirn der 16jährigen Zoey Redbird eine saphirblaue Mondsichel aufscheint, weiß sie, dass ihr nicht viel Zeit bleibt, um ins House of Night, das Internat für Vampyre, zu kommen. Denn jetzt ist sie gezeichnet. Im House of Night soll sie zu einem richtigen Vampyr ausgebildet werden vorausgesetzt, dass sie die Wandlung überlebt. Zoey ist absolut nicht begeistert davon, ein neues Leben anfangen zu müssen, so ganz ohne ihre Freunde das einzig Gute ist, dass ihr unerträglicher Stiefvater sie dort nicht mehr nerven kann.
Aber Zoey ist kein gewöhnlicher Vampyr sie ist eine Auserwählte der Vampyrgöttin Nyx. Und sie ist nicht die Einzige im House of Night mit besonderen Fähigkeiten…
House of Night hat bereits über 8 Millionen Fans in den USA und erscheint in über 41 Ländern. Die Verfilmung von House of Night ist bereits in Vorbereitung – und jetzt erscheint der erste Band der neuen Bestseller-Serie endlich auch auf Deutsch.

Meine Rezension

Zoey Montgomery ist ein ganz normaler Teenager. Jedenfalls bis zu dem Moment, in dem sie vor ihrem Schulschließfach von einem Späher gezeichnet wird. Der blaue Halbmond auf ihrer Stirn, der für alle Menschen weithin sichtbar ist, zeichnet sie nun zum Jungvampyr. Und Jungvampyre haben nur noch ein Ziel: Die House of Night Akademie, das Internat in welchem die gezeichneten Jungvampyre lernen sollen sich wie ein Vampyr zu benehmen und wo sie ihre Wandlung zum Vampyr beenden werden – wenn sie nicht vorher sterben…

Die House of Night Serie wird Land auf Land ab als eine Art Mischwerk aus Harry Potter und Twilight promotet. Sicherlich liegt ein Vergleich zu den beiden überaus erfolgreichen Jugendbuch Serien nahe, doch wird er diesem Werk auch nicht ganz gerecht.

P.C. und Kristin Cast, das Autorenduo, welches aus Mutter und Tochter besteht, haben sich für ihre Vampire einige Neuerungen ausgedacht. Ähnlich dem Zaubererinternat Hogwarts gibt es in Tulsa eine schulische Einrichtung mit Internatsflair, eben das House of Night. Hier lernen die Jungvampyre sich an ihr neues Dasein zu gewöhnen und sich in die vampirische Gemeinschaft einzugliedern. Doch während Harry Potter in einem streng geführten Internat lebt, hat Zoey das Glück, sich eher auf einem Universitätscampus aufzuhalten.

Einen direkten Vergleich kann man ebenfalls nicht zwischen den doch eher weichgespülten Vampiren von Stephenie Meyer und den Vampyren des Mutter – Tochter – Gespanns ziehen. Während Edward und Co doch eher das Leben eines „normalen“ Vampirs führen, wird im House of Night doch auch viel Wert auf das Spirituelle gelegt. Regelmäßige Zeremonien und Rituale gehören zu dem Alltag dieser Vampire dazu wie schlafen und wachen.

Da das Buch ganz offensichtlich ein Jugendroman ist, versteht es sich fast schon von selbst, dass das ganze Drumherum auch mehr an eine typische High School Geschichte erinnert. Doch auch hier trifft dieser Vergleich den Nagel mal wieder nicht auf den Kopf. Während in der Regel diese Geschichten alle eher prüde daher kommen, stehen in diesem Buch Themen wie Homosexualität, Drogen, Alkohol und Sexualität an sich nicht auf der Tabu Themenliste. Ganz im Gegenteil werden diese Dinge hier bei Namen genannt und mal mehr und mal weniger deutlich angesprochen.

Die Charaktere an sich sind ihrem Wirkungsgrad nach gezeichnet. Je wichtiger sie für die Handlung sind, desto besser sind sie ausgearbeitet. Zoey bleibt einem nicht fremd und auch ihre liebenswerte Mitbewohnerin Stevie Rae kommt nicht zu kurz. Erfreulicherweise verzichten die Autoren darauf, für die Handlung uninteressante Personen lang und breit zu beschreiben.

Was zu Beginn ein bisschen stören kann, ist der übertriebene Teenie-Slang. Umgangssprache an sich ist ja etwas ganz nettes, aber Umgangssprache in dieser Masse ist etwas woran man sich als Erwachsener doch erst ein bisschen gewöhnen muß. Ausdrücke aus dem Gossenjargon wie „verfickt“ muss sich der Leser schon bieten lassen. Allerdings nimmt die Intensität der Ausdrücke im Laufe des Buches ab. Oder man hat sich einfach daran gewöhnt. Wie dem auch sei. Gezeichnet lässt sich flüssig lesen und ist ein Pageturner wie ich ihn lange nicht in Händen hatte.

Auf die Aufmachung des Buches möchte ich noch etwa genauer hinweisen. Das Cover alleine ist schon sehr schön, doch was mich besonders gefreut hat ist, dass sich die Muster vom Cover auf den Seiten jeweils in der unteren äußeren Ecke wiederfinden, auf denen ein neues Kapitel startet. Eine kleine aber doch sehr feine Aufmachung vom Verlag.

Ich freue mich jedenfalls auf den zweiten Band der Reihe und kann jedem das Buch nur empfehlen, der ein bisschen Zerstreuung sucht und einfach mal wieder ein nettes Vampirbuch lesen möchte.

Meine Bewertung

4,5 von 5 Büchern

Vielen Dank an den Fischer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


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Auch wenn wir am Aufarbeiten sind, einige alte Inhalte von der ursprünglichen Buchcouch-Homepage fehlen noch.

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Letztes Update: 01. Juli 2010

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