Archiv für die Kategorie „High Fantasy“
Elbenschlächter – Jens Lossau, Jens Schumacher
Jorge und Hippolit, Teil 1
Verlag: Lyx | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-8025-8257-8
Seiten: 320
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 9,95
ET: 04.2010
Fünf tote Elbenjünglinge innerhalb weniger Tage und alle auf magische Weise ihres Blutes beraubt – ein Fall für das IAIT, das Institut für angewandte investigative Thaumaturgie, spezialisiert auf die Aufklärung magischer Verbrechen. Seine beiden besten Agenten, Lichtadept Meister Hippolit und Jorge der Troll, werden ausgeschickt, um dem rätselhaften Elbenschlächter auf die Spur zu kommen. Die Entdeckungen, die sie dabei machen, überraschen sogar die beiden erfahrenen Ermittler …
Meine Rezension
Das Titelbild – ein in der Gosse liegender, erschlagener Elb -, die Bezeichnung des Genres als “Fantasy Thriller” sowie der Prolog haben mich auf ein äußerst brutales Buch eingestimmt, von dem ich mir nicht sicher war, ob es überhaupt das richtige für mich ist. Sowohl das Gefühl wie auch die Lesestimmung änderten sich schlagartig als zunächst der eine (Jorge, ein Troll) und dann auch der zweite (Hippolit, ein vermutlich menschlicher Lichtadept) Protagonist auf die Bildfläche traten. Das Lesevergnügen nahm ab hier mit jeder Seite zu.
Jorge, der Troll ist beim IAIT – dem Institut für angewandte investigative Thaumaturgie. Allerdings ist Jorge nun wirklich kein klassischer Geheimagent: nicht nur, dass es wenig “Klasse” hat, er ist ungehobelt, grob, säuft zu viel und bringt sich ständig in Schwierigkeiten, er ist eigentlich auch nicht sonderlich schlau. Es ist daher umso verwundrlicher, dass er noch nicht aus dieser bedeutende Organisation rausgeflogen ist.
Die Verwunderung läßt stark nach, sobald man Hippolit kennenlernt. Er ist Jorges Partner und in vielerlei Hinsicht auf seine Hilfe angewiesen, denn obwohl Hippolit bereits ca. 150 Jahre alt ist, sieht er aus wie ein 15 jähriger Albino. Das macht dem Meister und Lichtadepten das Leben sehr schwer – vor allem aber seine Ermittlungen. Wer spricht schon gerne mit einem Teenie über einen Mord?! Die Sache sieht meinstens anders aus, sobald Jorge auftaucht. Mit seinen Oberarmen und seiner Durchschlalgskraft legt sich so schnell niemand an. Und so ist es schnell ein Genuss diesen beiden ganz besonderen Ermittlern bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen.
Das Buch an sich ist klein und handlich und dadurch schnell ausgelesen. Umso schneller geht es, wenn man über den Prolog hinaus, sich von der Spannung packen läßt. Der Leser fliegt nur noch durch die Ereignisse, bekommt nahezu die selben Informationen, wie die beiden Ermittler und darf mitraten. Wobei sich bei mir, einer passionierten Miss Marple Leserin, schon früh ein Verdacht eingestellt hatte, der dann auch stimmte. Das tat der Spannung allerdings keinen Abbruch, steigerte sie eher noch sogar. Alles in einem sind die Figuren und Ereignisse schlüssig, die Geschichte gut gemacht und auf jeden Fall empfehlenswert. Es gibt in diesem Buch nur zwei relativ brutale Stellen, allerdings kann man sie wohl verschmerzen. Sie sind leider tatsächlich notwendig… und es gibt eine “erotische” Szene, aber nicht so, wie wir es von den “Romantic Fantasy” im Lyx Verlag bereits kennen. Mehr verrate ich dazu nicht, es soll sich lieber jeder selbst ein Bild machen.
Ich freue mich bereits auf Band 02: Der Orksammler. Jorge und Hippolit haben mir wirklich gut gefallen, sodass ich nur noch ungern die zwei in meinen Regal missen möchte. Außerdem war das Buch durchgehend humorvoll und das ist eigentlich so gut wie nur Jorge zu verdanken. Er hat schon eine sehr lustige Art Dinge zu sehen oder über sie zu reden…
Zusammenfassend kann ich wohl sagen: Es handelt sich vielleicht nicht um ein total überragendes, aber doch um eine gutes und empfehlenswertes Buch.
Meine Bewertung
Vielen Dank an den Egmont-Lyx Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
Dieses Buch ist eingereicht für Station 4 der “All You Need is … Fantasy!” Challenge.
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Der Kuss des Kjer – Lynn Raven
Verlag: cbt | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-570-30489-1
Seiten: 608
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 12,95
ET: 06.2010
Achtung Suchtgefahr! Der neue Fantasyschmöker von Bestsellerautorin Lynn Raven.
Mit einem Trick bringt Mordan, der erste Heerführer der kriegerischen Kjer, die junge Heilerin Lijanas vom Volk der Nivard in seine Gewalt. Im Auftrag seines Königs Haffren will er die Heilerin und ein zauberkräftiges Elixier, die »Tränen der weißen Schlange«, an den Hof bringen.
Lijanas aber hat nur einen Gedanken: Flucht! Doch je näher sie den als »Blutwolf« verschrienen Mordan kennen lernt, desto stärker fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Und er sich ebenso zu ihr. Er setzt alles dran, sie sicher an den Hof seines Königs zu bringen. Dort erwartet sie jedoch eine tödliche Überraschung …
Meine Rezension
Die Warnung “Achtung Suchtgefahr” trifft es wirklich gut. “Der Kuss des Kjer” ist eines dieser Bücher, bei denen man alle Uhren aus seiner Umgebung verbannen und sich nur noch in der Geschichte verlieren möchte.
Von Lynn Raven kannte ich bisher nur die Jugendfantasyreihe um Dawn und Julien. Konnte man dort schon erkennen, dass sich die Autorin immer weiter steigert, ist sie bei diesem Buch zu ihrer (bisherigen) Höchstform aufgelaufen. Die Geschichte rund um die Entführung von Lijana durch den Kjer Mordan und die anschließende abenteuerliche Reise voller Gefahren hat alles, was einen guten Fantasy-Schmöker ausmacht: stimmungsvolle Handlungsorte (in kraftvollen Bildern beschrieben), interessante Charaktere (auch wenn hier und da eine Kante mehr nicht geschadet hätte), Magie, Rätsel, starke Gefühle und Spannung. Vor allem letzteres führte dazu, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und mir wünschte, dass das Buch 1000 Seiten hat und nicht nur 608.
Bei manchen Fantasybüchern dauert es, bis man in der fremden Welt angekommen ist und sich mit fremdartig klingenden Namen und den Eigenheiten der verschiedenen Völker angefreundet hat. Hier aber war ich durch den flüssigen und bildgewaltigen Schreibstil von der ersten Szene an in der Geschichte drin. Einziger Kritikpunkt mag sein, dass man, selbst wenn man nicht auf den Klappentext geschielt hat, natürlich ahnt, dass der Entführer und seine Gefangene Gefühle für einander entwickeln, obwohl sie aus miteinander verfeindeten Völkern kommen. Aber angesichts der Tatsache, dass dies überzeugend rüberkommt und zudem dabei ohne erotische Szenen auskommt, ist dies wie das Suchen nach dem Haar in der Suppe.
Fazit
Ein fesselndes High-Fantasy-Abenteuer mit viel Herz und Gefühl und hohem Tempo, bei dem die Spannung bis zum Schluss nicht abreißt.
Meine Bewertung
Vielen Dank an den cbt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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Seelendieb – Barb & J.C. Hendee
Dhampir-Reihe, Teil 2
Verlag: Lyx
ISBN: 978-3-8025-8156-4
Seiten: 432
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 13,95
ET: 09.2008
Nachdem Magiere und der Halbelf Leesil das Städtchen Miiska von den Vampiren befreit haben, hofft Magiere, sich in ihrer Taverne niederlassen zu können. Da wird in der Haupstadt Bela die Tochter eines Ratsherrn tot aufgefunden, und alles deutet darauf hin, dass sie Opfer eines Vampirs geworden ist. Der Rat der Stadt bietet Magiere eine großzügige Belohnung an, wenn sie sich der Sache annimmt. Doch Magiere weigert sich immer noch, sich ihrer wahren Bestimmung zu stellen: eine Vampirjägerin zu werden…
Meine Rezension
Ich muss zugeben, dass ich ursprünglich sehr skeptisch an die Dhampir-Reihe von Barb und J.C. Hendee heran gegangen bin und ich mich beinahe von den eher durchschnittlichen Meinungen zum ersten Teil, „Halbblut“, hab abschrecken lassen. Aber dann überwog die Neugierde und ich war von „Halbblut“ wirklich richtig angetan. In erster Linie wohl wegen des starken, originellen Protagonisten-Gespanns, das mich umgehend für sich einnehmen konnte. Da viele Meinungen zur Dhampir-Reihe dahin tendieren, dass sich die Serie von Band zu Band auch noch steigert, konnte ich doch gar nicht anders, als mit großen Erwartungen die Fortsetzung, „Seelendieb“, zu lesen. Allerdings wurden diese ein klein wenig enttäuscht, denn im Vergleich gesehen, sind die ersten beiden Teile meiner Meinung nach gleich gut, eine Steigerung konnte ich nicht herauslesen. Aber wer weiß, vielleicht kommt sie ja noch mit den nächsten Bänden, die ich auf jeden Fall noch lesen werde.
Der Einstieg fällt relativ leicht, auch wenn die Namen der Figuren und Orte auch im zweiten Teil noch ein wenig gewöhnungsbedürftig sind. Dank der flüssigen, angenehmen Sprache, liest sich das Buch fast von alleine. Das Autorenehepaar beschreibt wunderbar anschaulich, die Szenen wirken zum Greifen nah und es gelingt ihm, eine dichte Atmosphäre zu schaffen.
Der Prolog beschäftigt den Leser nachhaltig, macht neugierig und ist so vage, dass einem nicht einmal die Idee eines Verdachts, um wen oder was es sich dort eigentlich handelt, kommt. Da die Handlung fast unmittelbar an „Halbblut“ anschließt, gibt es keinerlei Schwierigkeiten, sich zurecht zu finden. Ich habe mich schon nach den ersten Seiten richtig heimisch gefühlt. Ein wenig traurig war ich dann schon, als ich zusammen mit Leesil und Magiere Miiska verlassen musste, aber die Handlung entwickelte sich überraschend spannend, teilweise schon gruselig mit Gänsehautfeeling. So habe ich mich dann auch recht schnell in der faszinierenden, wenn auch etwas bedrohlich wirkenden, Stadt Bela „eingelebt“. Wie auch schon in „Halbblut“ erzählt das Autorenehepaar seine Geschichte zum einen aus der Sicht der „Bösen“, und zum anderen aus der Perspektive der „Guten“, was ihm ungemein großen Spielraum einräumt. Damit wird eine vielschichtige Story erzählt, die sich in erfrischenden Grautönen, statt stereotyp in schwarzweiß zu präsentieren. Die Handlung hat einen deutlich ausgeprägten Spannungsbogen, der nicht einmal zum Ende hin abreißt. Dabei ist sie selten voraussehbar, gespickt mit überraschenden Momenten und faszinierenden Ideen und kommt dabei gänzlich ohne Erotik aus und scheut auch nicht vor blutigen und grausigen Szenen zurück.
Leesil und Magiere haben mir auch in „Seelendieb“ sehr gut gefallen. Im Laufe der Handlung machen beide Entwicklungen und Veränderungen durch, die nachvollziehbar und realistisch wirken (soweit das in einer Fantasy-Welt möglich ist). Während die Geheimnisse, um die Identität der beiden, im ersten Teil der Serie noch zu lüften waren, erfährt der Leser nun in „Seelendieb“ endlich mehr. Und das Schöne dabei, Leesil und Magiere lernen sich endlich wirklich kennen. Denn obwohl sie bereits einige Jahre zusammenarbeiteten, kannten die beiden sich eigentlich überhaupt nicht. Eine berufliche Zweckgemeinschaft, die an der Oberfläche kratzte. Nun, wo sie ein vermeintlich ruhigeres und anständiges Leben an einem festen Ort führen möchten, entwickelt sich zwischen den beiden eine Kameradschaft, die über ein rein berufliches Maß hinauszugehen beginnt. Beide fangen an, hinter die Fassade des anderen zu blicken, sich Gedanken über den Gefährten zu machen und ohne dass die beiden es merken, festigt sich das Band zwischen ihnen immer mehr. Leesil und Magiere sind äußerst facettenreich, undurchschaubar und immer für eine Überraschung gut. Vor allem Magieres Verhalten ist selten voraus zu ahnen. Damit wird die Handlung unberechenbar und wenig vorhersehbar. Und weder Magiere, noch Leesil sind stereotype Helden. Im Gegenteil, keiner der beiden ist in meinen Augen eine Heldenfigur, und das macht sie für mich so sympathisch und liebenswert.
Neben Magiere und Leesil trifft der Leser auf weitere, bekannte Gesichter, wenn auch überwiegend (bis auf zwei große Ausnahmen) nur flüchtig, da sich der Schauplatz dieses Romans hauptsächlich in Bela und nicht in Miiska befindet. Die neu eingeführten Figuren sind spannend und ausgefeilt, mit Ecken und Kanten. Auch bei ihnen fällt es schwer, zu ahnen, was sie als nächstes tun werden, oder herauszufinden, was wirklich in ihnen vorgeht oder wer zu welcher Seite gehört. Dank dieses glücklichen Händchens für die Charakterzeichnung seiner Figuren, konnte mich das Autorenehepaar mehrmals in die Irre führen, mich ratlos grübeln und zum Ende sprachlos zurück lassen.
Fazit
Eine wirklich lesenswerte Fortsetzung, mit unheimlich sympathischen, originellen Protagonisten, die man einfach ins Herz schließen muss. Die Handlung ist spannend und atemberaubend bis zur letzten Seite und dabei absolut in sich schlüssig. Wer sich eine Mischung aus High Fantasy und Vampirroman vorstellen kann, sollte sich diese Serie merken. Aber bitte unbedingt mit dem ersten Band, „Halbblut“ beginnen!
Meine Bewertung
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Vielen Dank an EGMONT-LYX für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.
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Rache – Claudia Kern
Der verwaiste Thron 03
Verlag: Blanvalet | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-442-24422-5
Seiten: 384
Ausgabe: Broschiert
Preis: € 13,00
ET: 08.2009
Es herrscht Krieg! Und während die Armeen der Nachtschatten und der Menschen sich gegenseitig vernichten, kehren die Vergangenen zurück. Das Wiedererstarken der Magie hat auch diesem uralten Volk neue Macht verliehen. Von Nachtschatten und Menschen gleichermaßen gejagt, flüchtet Ana in ihre Heimat Somerstorm. Sie ahnt nicht, dass ihr ehemaliger Leibwächter Jonan ebenfalls auf dem Weg nach Norden ist. Und auch die Vergangenen sind ihr auf den Fersen – denn in Somerstorm liegt der Schlüssel zum Geheimnis ihres Daseins …
Meine Rezension
Nachdem die Nachtschatten eine Stadt nach der anderen niedergebrannt haben, steht die Welt nun vor den Trümmern.
Die Nachtschatten wollen die Menschen vernichten, während diese versuchen eben jene Geschöpfe in ihre Schranken zu weisen.
In all diesen Wirren ist Ana Somerstorm, rechtmäßige Fürstin Somerstorms, immer noch unterwegs und hofft, ihr Reich zurück erobern zu können.
Rache ist der abschließende Teil der Trilogie Der verwaiste Thron von Claudia Kern.
Die ersten beiden Teile der Trilogie waren für mich nett zu lesen und brachten ein paar Stunden Zerstreuung. Ich fand es vor allem schade, dass die Autorin in den ersten beiden Teile so viel Potenzial verschenkte, denn Idee – und auch gute Ideen – hat Claudia Kern.
Als ich dann Rache begann fürchtete ich fast, auf das selbe Bild zu stoßen: Charaktere, die ihr Potenzial verschenken, eine Handlung, die immer auf der einen Seite nur Andeutungen macht, aber auf der anderen Seite irgendwie nicht voran kommt.
Doch schon auf den ersten 50 Seiten diesen Teils wurde ich überrascht: endlich bekommen die Figuren für mich greifbare Konturen und auch die Handlung ist nicht mehr nur eine Ansammlung von lose nebeneinander herlaufenden Handlungssträngen.
Alles ergibt mit einemal ein großes Ganzes. Und so habe ich gebannt Seite um Seite verschlungen.
Und plötzlich war ich 40 Seiten vor Schluss: der machte mir ein bis dahin wirklich gelungenes Buch ein wenig madig. Zwar ist das Ergebnis am Ende sehr erfreulich, weil es einfach zu der Geschichte passt und diese auch in dem Sinne abrundet. Allerdings erscheinen 40 Seiten für das Ende irgendwie sehr wenig, wenn man bedenkt, dass ich mich vorher durch ca. 1100 Seiten gelesen habe.
Unterm Strich ist Der verwaiste Thron eine Serie, die sowohl ihre Stärken, als auch ihre Schwächen hat. Jedoch macht sie, wenn man sich darauf einlässt, viel Spaß. Rache ist dabei auch meiner Sicht der stärkste Teil der Serie.
Die Autorin hat gezeigt, dass sie sehr kreativ sein kann und auch ist. Daher würde ich mir wünschen, dass von Claudia Kern irgendwann noch mal ein Roman erscheint.
Meine Bewertung
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Vielen Dank dem Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplars!
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Der unsterbliche Prinz – Jennifer Fallon
Gezeitenstern-Saga, Teil 1
Verlag: Egmont-Lyx | Leseprobe
ISBN: 978-3-802-58146-5
Seiten: 652
Ausgabe: Broschiert
Preis: € 14,95
ET: 04.2008
Der Legende nach regierten die Gezeitenfürsten das Land Amyrantha über viele Jahrhunderte. Eines Tages taucht ein Mann auf, der behauptet, Cayal, der unsterbliche Prinz zu sein. Sind die mythischen Gezeitenfürsten zurückgekehrt? Die junge Herzogen Arkady kann nicht daran glauben, doch übt der Unbekannte eine unbeschreibliche Anziehungskraft auf sie aus. Während sie seinen Geschichten lauscht, wird ihr bewusst, dass ihrer Heimat der apokalyptische Untergang droht…
Meine Rezension
Als dann eines Tages ein zum Tode Verurteilter Mörder seine Hinrichtung überlebt, behauptet er Cayal, der unsterbliche Prinz zu sein – einer der Gezeitenfürsten aus den Legenden der Crasii. Arkady wird gerufen, um den Mann des Lügens zu überführen – doch sie kann keine Lücken oder Widersprüche in seinen Geschichten entdecken. Sie gibt nicht auf: schließlich kann den Mann auch ein gut ausgebildeter Agent aus dem benachbarten Land sein, der einen Crasii Aufstand anzetteln und damit ihr Land ihn eine Revolution stürzen könnte. Als sie die Wahrheit erkennt, ist es bereits beihnahe zu spät…
Als ich das Buch anfing, dachte ich von der nahezu ersten Seite an “wow” und konnte es nicht aus der Hand legen. Der Schreibstill ist flüssig, die Geschichte ist sehr gut strukturiert und spannend gehalten. Der Leser darf wie bei einem guten Krimi mitraten, mitfiebern und Vermutungen anstellen. Schließlich will auch der Leser wissen, was an Cayals Geschichten alles dran ist… und diese sind noch spannender, als die Geschehenisse der Gegenwart (Das Buch spielt auf zwei Zeit-Ebenen). Allerdings ist der Leser leicht im Vorteil: da wir wissen, dass die Bücher der “Gezeitenstern-Saga” angehören, ist schnell klar, das es eine Menge Wahrheiten in den Geschichten geben muss und man kann über Arkadys Blindheit nur den Kopf schütteln – denn Cayal ist nicht der einzige Unsterbliche in ihrer Nähe. Kaum waren einige Erkennungskriterien bekannt, waren auch weitere Gezeitenfürsten für den Leser offensichtlich und zwar so, dass man sich fast schon fragt, warum es sonst keiner merkt. Keiner, außer den Crasii – und auch hier sind jede Menge Vermutungen anzustellen und in das nächste Buch mitzunehmen, denn das Ende ist relativ offen: Es läßt viele Fragen im Raum stehen, viele Vermutungen, wie es weiter gehen könnte und viel Spannung, wie die Amyranther ihr Dilemma denn nun lösen – aber die spannendste aller Fragen ist natürlich, die der Liebenden: werden diese endlich zu einander finden? Denn keine der Lieben in diesem Buch steht unter einem besonders gutem Stern.
Das Buch hat somit alle Elemente die man sich wünscht: eine neue Idee, Spannung, Fantasy, Liebe,Gut versus Böse, einen super Schreibstill, ausgeprägte Protagonisten und eine Geschichte, die zum Lesen verführt. Das Ende verspricht viel für die Fortsetzungen und ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht und ob Jennifer Fallon dieses super Niveau halten kann. Band eins jedenfalls finde ich wahnsinnig gut und kann nicht anders, als es als eines der Lese-Highlights dieses Jahres zu bezeichnen.
Meine Bewertung
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Vielen Dank an den Egmont-Lyx Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
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