Archiv für die Kategorie „Fantasy“
Gezeichnet – P.C. und Kristin Cast
House of Night, Teil 1
Verlag: Fischer FJB | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-5968-6003-6
Seiten: 464
Ausgabe: Hardcover
Preis: € 16,95
ET: 12.2009
Als auf der Stirn der 16jährigen Zoey Redbird eine saphirblaue Mondsichel aufscheint, weiß sie, dass ihr nicht viel Zeit bleibt, um ins House of Night, das Internat für Vampyre, zu kommen. Denn jetzt ist sie gezeichnet. Im House of Night soll sie zu einem richtigen Vampyr ausgebildet werden vorausgesetzt, dass sie die Wandlung überlebt. Zoey ist absolut nicht begeistert davon, ein neues Leben anfangen zu müssen, so ganz ohne ihre Freunde das einzig Gute ist, dass ihr unerträglicher Stiefvater sie dort nicht mehr nerven kann.
Aber Zoey ist kein gewöhnlicher Vampyr sie ist eine Auserwählte der Vampyrgöttin Nyx. Und sie ist nicht die Einzige im House of Night mit besonderen Fähigkeiten…
House of Night hat bereits über 8 Millionen Fans in den USA und erscheint in über 41 Ländern. Die Verfilmung von House of Night ist bereits in Vorbereitung – und jetzt erscheint der erste Band der neuen Bestseller-Serie endlich auch auf Deutsch.
Meine Rezension
Zoey Montgomery ist ein ganz normaler Teenager. Jedenfalls bis zu dem Moment, in dem sie vor ihrem Schulschließfach von einem Späher gezeichnet wird. Der blaue Halbmond auf ihrer Stirn, der für alle Menschen weithin sichtbar ist, zeichnet sie nun zum Jungvampyr. Und Jungvampyre haben nur noch ein Ziel: Die House of Night Akademie, das Internat in welchem die gezeichneten Jungvampyre lernen sollen sich wie ein Vampyr zu benehmen und wo sie ihre Wandlung zum Vampyr beenden werden – wenn sie nicht vorher sterben…
Die House of Night Serie wird Land auf Land ab als eine Art Mischwerk aus Harry Potter und Twilight promotet. Sicherlich liegt ein Vergleich zu den beiden überaus erfolgreichen Jugendbuch Serien nahe, doch wird er diesem Werk auch nicht ganz gerecht.
P.C. und Kristin Cast, das Autorenduo, welches aus Mutter und Tochter besteht, haben sich für ihre Vampire einige Neuerungen ausgedacht. Ähnlich dem Zaubererinternat Hogwarts gibt es in Tulsa eine schulische Einrichtung mit Internatsflair, eben das House of Night. Hier lernen die Jungvampyre sich an ihr neues Dasein zu gewöhnen und sich in die vampirische Gemeinschaft einzugliedern. Doch während Harry Potter in einem streng geführten Internat lebt, hat Zoey das Glück, sich eher auf einem Universitätscampus aufzuhalten.
Einen direkten Vergleich kann man ebenfalls nicht zwischen den doch eher weichgespülten Vampiren von Stephenie Meyer und den Vampyren des Mutter – Tochter – Gespanns ziehen. Während Edward und Co doch eher das Leben eines „normalen“ Vampirs führen, wird im House of Night doch auch viel Wert auf das Spirituelle gelegt. Regelmäßige Zeremonien und Rituale gehören zu dem Alltag dieser Vampire dazu wie schlafen und wachen.
Da das Buch ganz offensichtlich ein Jugendroman ist, versteht es sich fast schon von selbst, dass das ganze Drumherum auch mehr an eine typische High School Geschichte erinnert. Doch auch hier trifft dieser Vergleich den Nagel mal wieder nicht auf den Kopf. Während in der Regel diese Geschichten alle eher prüde daher kommen, stehen in diesem Buch Themen wie Homosexualität, Drogen, Alkohol und Sexualität an sich nicht auf der Tabu Themenliste. Ganz im Gegenteil werden diese Dinge hier bei Namen genannt und mal mehr und mal weniger deutlich angesprochen.
Die Charaktere an sich sind ihrem Wirkungsgrad nach gezeichnet. Je wichtiger sie für die Handlung sind, desto besser sind sie ausgearbeitet. Zoey bleibt einem nicht fremd und auch ihre liebenswerte Mitbewohnerin Stevie Rae kommt nicht zu kurz. Erfreulicherweise verzichten die Autoren darauf, für die Handlung uninteressante Personen lang und breit zu beschreiben.
Was zu Beginn ein bisschen stören kann, ist der übertriebene Teenie-Slang. Umgangssprache an sich ist ja etwas ganz nettes, aber Umgangssprache in dieser Masse ist etwas woran man sich als Erwachsener doch erst ein bisschen gewöhnen muß. Ausdrücke aus dem Gossenjargon wie „verfickt“ muss sich der Leser schon bieten lassen. Allerdings nimmt die Intensität der Ausdrücke im Laufe des Buches ab. Oder man hat sich einfach daran gewöhnt. Wie dem auch sei. Gezeichnet lässt sich flüssig lesen und ist ein Pageturner wie ich ihn lange nicht in Händen hatte.
Auf die Aufmachung des Buches möchte ich noch etwa genauer hinweisen. Das Cover alleine ist schon sehr schön, doch was mich besonders gefreut hat ist, dass sich die Muster vom Cover auf den Seiten jeweils in der unteren äußeren Ecke wiederfinden, auf denen ein neues Kapitel startet. Eine kleine aber doch sehr feine Aufmachung vom Verlag.
Ich freue mich jedenfalls auf den zweiten Band der Reihe und kann jedem das Buch nur empfehlen, der ein bisschen Zerstreuung sucht und einfach mal wieder ein nettes Vampirbuch lesen möchte.
Meine Bewertung
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Vielen Dank an den Fischer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
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Duell der Schatten – Ilona Andrews
Stadt der Finsternis-Reihe, Teil 3
Verlag: Lyx | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-8025-8219-6
Seiten: 336
Ausgabe: Taschenbuch
ET: 02.2010
Preis: € 12,95
Was geschieht bei den geheimnisvollen Midnight Games? Diese Frage stellt sich die ehemalige Söldnerin Kate Daniels, als ihr Werwolffreund Derek nicht weit von der Arena, in der die blutigen Kämpfe stattfinden, halbtot aufgefunden wird. Bei ihren Ermittlungen kommt Kate einer Verschwörung auf die Spur, die nicht nur alle Gestaltwandler vernichten, sondern auch ihr dunkles Geheimnis ans Licht bringen könnte …
Meine Rezension
„Duell der Schatten“ ist bereits der dritte Teil der „Stadt der Finsternis“-Serie. Bei vielen Buch-Reihen nimmt die Qualität im Laufe der einzelnen Bände ab, was ich von dieser aber überhaupt nicht behaupten kann. Im Gegenteil, das Autorenehepaar Andrews steigert sich von Roman zu Roman und ich bin wirklich gespannt, ob sich das auch über den vierten Teil sagen lassen wird.
Die Handlung ist von der ersten Seite an spannend, bedrohlich, faszinierend und manchmal auch wirklich brutal. Atemlos habe ich Seite um Seite gelesen, um das Buch am Ende zwar nach mehr lechzend, dennoch rundum zufrieden zurück ins Regal zu stellen. Die Autoren haben eine wirklich interessante und bedrohliche Welt aus großartigen und originellen Ideen geschaffen. In einem Atlanta zwischen Magie und Nicht-Magie, leben Menschen und Kreaturen auf engem Raum nebeneinander. Ferngelenkte Vampire, gutwillige Gestaltwandler, bösartige und bedrohliche Wesen existieren neben Menschen mit und ohne besonderen Fähigkeiten. In dieser Welt wird Mythologie auf eindrucksvolle Weise zur Realität. Natürlich hat Kate auch in „Duell der Schatten“ wieder gegen das Böse zu kämpfen, und das geht nicht gerade unblutig vonstatten. Das Autorenehepaar scheut nicht vor blutigen und grausigen Details zurück, erzählt dabei aber auch mit Witz und Humor. Auch wenn einem Kates loses, betont sarkastisches Mundwerk manchmal die Augen verdrehen lässt, gibt es viele Passagen, in denen ich wirklich lauthals lachen musste.
Ließen die ersten beiden Bände bereits erahnen, dass diese Reihe sehr komplex aufgebaut ist, bestätigt „Duell der Schatten“ dies nachdrücklich. Aus den ersten beiden Teilen konnte man deutlich herauslesen, dass es ein großes, sehr gut gehütetes Geheimnis um die Protagonistin Kate Daniels gibt, dessen Lüften ihr Leben bedrohen würde. Mehr erfuhr man diesbezüglich nicht. Die einzelnen Teile bauen geschickt aufeinander auf. Jedes Detail ist von Bedeutung, was sich oftmals erst im Nachfolgeband herausstellt. Das macht sicherlich einen großen Reiz dieser Serie aus und trägt ungemein zur Spannung bei.
Von Band zu Band erfährt der Leser immer mehr Bruchstücke aus Kates Vergangenheit, die mich unglaublich neugierig gemacht haben und die sich endlich in „Duell der Schatten“ zu einem Ganzen fügen. Ich vermute, dass die Autoren noch einiges in petto haben, was Kates wahre Macht, Berufung und Vergangenheit angeht. Da man hier einen Großteil über Kates lebensgefährliches Geheimnis erfährt, bekommt man endlich ein sehr deutliches Bild von der sympathischen Heldin. Man kann ihren Charakter viel besser verstehen, da sich ihr Verhalten oftmals in ihrem Geheimnis begründet; kennt nun auch ihre verborgenen Ängste und begreift, warum sie sich betont als harte Einzelkämpferin gibt. Insgesamt deckt „Duell der Schatten“ unheimlich viel über Kate Daniels auf und war sie mir bisher zwar wirklich äußerst sympathisch, ist sie mir endlich zu einer „Freundin“ geworden, die mir unglaublich nahe gekommen ist und die ich gerne bei ihren kommenden Abenteuern begleiten werde.
Aber nicht nur Kates Charakter wird deutlicher, plastischer und facettenreicher. Auch die anderen Figuren entwickeln sich, dank der kleinen Geschichten aus ihrer Vergangenheit, enorm. Die meisten der Charaktere kennt man bereits von Beginn an. Zunächst erschienen sie einem nur als Randfiguren, aber von einem Roman zum nächsten wird deutlich, dass sie eine größere Rolle zu spielen haben, als die einer Nebenfigur und werden immer mehr zu weiteren Protagonisten. Steht Kate zu Beginn der Serie allein da, deutet sich im dritten Teil bereits an, dass sie mittlerweile nicht nur ein Team, sondern sogar enge Freunde gewonnen hat, die sich um sie sorgen – und was für Kate noch viel schlimmer ist- , um die sie sich sorgt. Neben Freundschaft und Kameradschaft fehlt aber auch die Liebe nicht gänzlich in dieser Serie, und es knistert von Roman zu Roman immer mehr und ich bin gespannt, wann Kate endgültig schwach wird. Ich kann den Autoren zu diesen zwischenmenschlichen Entwicklungen nur gratulieren, die für mich einen ganz besonderen Reiz ausmachen.
Meine Bewertung
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Vielen Dank an den LYX-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
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Engelskuss – Nalini Singh
Gilde der Jäger, Teil 1
Verlag: Egmont Lyx | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-8025-8274-5
Seiten: 432
Ausgabe: Paperback
Preis: € 9,95
ET: 02.2010
In einer Welt voller Schönheit und Blutgier, in der Engel über Vampire und Sterbliche herrschen, soll die Jägerin Elena einen abtrünnigen Erzengel aufspüren. Schon bald kann sich Elena dem Reiz, den ihr Auftraggeber Raphael auf sie ausübt, nicht mehr entziehen. Und während sie bei ihren Ermittlungen auf eine Mordserie von unfassbarem Ausmaß stößt, führen Raphaels Berührungen Elena an den Rand des Abgrunds. Denn im Spiel der Erzengel zahlen die Sterblichen den Preis …
Meine Rezension
Elena lebt in New York und in einer Welt, deren Hierarchie von Erzengeln, zu Engeln, über Vampire bei den Menschen Endet. Sie ist eine geborene Jägerin, das heißt, sie riecht Vampire. Diese kaum vergleichbaren und starken Fähigkeit macht sie zu einer der besten Jägerinen ihrer Vampir-Jäger-Gilde. Und leider machen sie auch einen Erzengel auf sie aufmerksam. Als Elena die “Einladung” erhält im Engelturm zu erscheinen und einen Jagd-Auftrag der Erzengels Raphael anzunehmen, hat sie nicht nur keine Möglichkeit dem auszuweichen, sondern muss ihren Tod befürchten.
Elena ist eine starke, moderne Single-Frau, die keinerlei Wert auf Konventionen, Zurückhaltung oder Männer legt. Spätestens, als sie auf den Erzengel Raphael trifft, ist allerdings auch klar, dass sie absolut nicht auf den Mund gefallen ist. Da Erzengel furchteinflössende und sehr mächtige Wesen sind, fallen die Wort-Schlag-Abtausche zwischen den beiden starken Protagonisten sehr spannend und teilweise gefährlich aus. Sowohl Elena, wie auch Raphael sind sehr gut gezeichnet, haben ausgesprägte Charaktereigenschaften und machen beide im Laufe des Buches eine notwendige und wünschenswerte Entwicklung durch. Das trägt zu der Gesamtspannung enorm bei – ebenso, wie die erotische Stimmung, die sich zwischen Raphael und Elena fast vom ersten Moment an entwickelt.
Hier kommen wir zum ersten und einzigen “Kritikpunkt” des Buches: Das Genre “Roman”, aber auch das vom Verlag bevorzugte “Romatic Fantasy”, reicht bei Weitem nicht aus, um zu beschreiben, WIE “romatisch” dieses Buch tatsächlich ist. Eigentlich ist “romantisch” gleichzusetzen mit “verführerisch” oder “erotisch”. Ich hatte den Eindruck, dass die ersten zwei Drittel des Buches nicht vom eigentlichen Fall, der Jagt, einem Kampf etc. handeln, sondern eher von den romatisch-erotischen Stimmungsentwicklungen zwischen den beiden Protagonisten. Da ich eine solche Intensität nicht von diesem Buch erwartet hatte, halte ich es für sinnvoll an dieser Stelle darauf hinzuweisen.
Da wir nun eine Genre-Einstufung vorgenommen haben, kann man ohne weiteres sagen, dass gerade die “Romatik” das Buch unglaublich spannend macht. Diese steigert sich von Seite zu Seite und man legt als Leser irgendwann eigentlich gar kein Wert mehr darauf, worum es bei dem Fall eigentlich gehen sollte, sondern will nur noch wissen, wie es mit den beiden Protagonisten weiter geht. Völlig unerwartet ist dann der letzte Teil des Buches, mit sehr bildhaften und grotesken Szenen (hier überzeugt die Autorin endgültig mit ihrer epischen Sprache, dass das Grauen ins Blut übergehen läßt) und total spektakulär das Ende selbst. Zwar habe ich es ab einem Moment irgendwie erahnt, aber das hat meinen Eindruck darüber keineswegs gemindert. Wirklich super!
Das Buch ist dermassen spannend, dass ich es nach nur drei Abenden ausgelesen habe und sogar darüber nachgedacht habe, es einfach gleich noch mal zu lesen. Am nächsten Tag bereits habe ich Raphael und Elena vermisst und mich geärgert, dass noch kein zweites Band erschienen ist. Ich hoffe nur sehr, dass Band zwei nicht von irgendwelchen anderen Jägern handeln wird… ich glaube, das würde mich enttäuschen. Ich finde Engel nun richtig super
(Vampire sind übrigens eher nebensächlich in diesem Buch und ansonsten gibt es keine anderen Fabelwesen, wie es scheint.)
Alles in einem kann ich meine eigene Kritik nicht negativ auffassen, weil mir das Buch insgesamt unglaublich gut gefallen hat (auch wenn ich mir das selbst nicht so richtig erklären kann, was genau eigentlich). Die Autorin entwickelt klare, spannende Charaktere und Handlungsstränge, fesselnde und interessante Bilder und gibt dem ganzen auch noch ein unglaubliches Ende. Das Buch gehört bereits jetzt zu meinen Highlights 2010 und bekommt eindeutige
Meine Bewertung
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Vielen Dank an den Lyx Verlag für das Rezensionsexemplar.
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Winterfluch – Seanan McGuire
October Daye, Teil 1
Verlag: Egmont Lyx | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-8025-8288-2
Seiten: 352
Ausgabe: Paperback
Preis: € 12,95
ET: 01.2010
October Daye ist ein Wechselbalg, Tochter eines Menschen und einer Feenfrau. Einst verlor sie alles, was ihr lieb war, und seitdem meidet sie Menschen und Fae gleichermaßen. Als in San Francisco eine Fürstin der Fae ermordet wird, gerät Tobys Leben erneut aus den Fugen. Durch einen Fluch, den die Fürstin mit ihrem letzten Atemzug ausstößt, ist Toby verpflichtet, die rätselhaften Umstände ihres Todes aufzuklären. Kann sie dies nicht erfüllen, ist ihr eigenes Leben verwirkt.
Meine Rezension
October Daye, Spitzname Toby, lebt ein glückliches und zufriedenes Leben: Sie hat einen Mann, der sie über alles liebt, eine wundervolle kleine Tochter und eine Job als Privatdetektivin, der ihr Spaß macht. Allerdings ist Toby etwas ganz besonderes: Sie ist die Tochter eines Menschen und einer Fae, was sie zu einem Wechselbalg macht. Bei einem ihrer Aufträge als Privatdetektivin gerät sie, nicht zuletzte dank ihrer Zugehörigkeit zu zwei verschiedenen Welten, in außergewöhnliche Schwierigkeiten und verschwindet von der menschlichen Welt… für eine lange Zeit. Als sie wieder zurückkehrt, ist nichts mehr so, wie es mal war. Und nicht nur, das Toby alles verloren hat und ihr Leben ganz von Vorne beginnen muss, es hat auch noch den Anschein, dass die wahren Schwierigkeit erst anfangen – als eine Fürstin der Fae ermordet wird und Toby dazu verflucht ihren Mord entweder zu klären, oder dabei zu sterben…
Ich habe mir dieses Buch ausgesucht, weil ich fand, dass die Feen-Thematik sehr interessant klingt. Ein Feen-Krimi im heutigen San Francisco macht die Sache noch etwas spannender. Also schien es mir das richtige Buch zu sein, um in das Genre der Urban-Fantasy einzusteigen und um zu erfahren, ob diese neue Welle vielleicht was für mich, eingefleischte Leserin von “gewöhnlichem” Fantasy und historischen Romanen, ist. Leider war ich keineswegs auf die Fülle der vielen verschiedenen Fantasy-Geschöpfe vorbereitet, von denen mir fast alle unbekannt waren (abgesehen von den Selkies und den Brückentrollen, und natürlich den Faes selbst, vielleicht)… das hat den Einstieg in das Buch teilweise etwas schwierig gestaltet, da mir wirklich eine Übersicht der Wesen und ihrer Hauptmerkmale gefehlt hat. Gut war allerdings, dass die Autorin die für die Geschichte bedeutendsten Gestalten ansatzweise in ihren Charakterzügen erläutert. Super ist auch die kleine Keltisch-Ausprache Übersicht am Anfang des Buches: so wußte man zwar nicht, was die Wörter heißen, aber dafür, wie man sie korrekt ausspricht. Letztendlich hab ich bis zum Ende vom Buch einen groben Überblick über die diversen verwendeten Geschöpfe der Feen-Welt bekommen und weiter nicht mehr viel vermisst – also: Einstieg gelungen.
Die Hautprotagonistin October Daye ist eine interessante Figur: Da sie “nur” ein Halbblut ist, hat sie das Pech, sehr menschlich geblieben und mit vergleichsweise schwachen Fae-Fähigkeiten ausgestattet zu sein. Allerdings weiß sie sich in fast allen Situationen – und in den meisten davon droht ihr wirklich unmittelbar der Tod, auf verschiedene Arten grausam – ganz hervorragend zu helfen. Die Geschichte wird in ich-Form erzählt und erinnert mich in ihrer Art stark an einen alten schwarz-weiß Krimi, bei dem der Detektiv seine Schritte und Überlegungen genauestens erläutert… so bekommt auch der Leser einen guten Einblick in unterschiedlichste Geschehnisse – alte und neue – ganz nebenbei. Toby begegnet außerdem gleich mehreren, sehr interessanten männlichen Protagonisten, von denen alle den Preis auf einen zukünftigen “Liebhaber mit Schwierigkeiten” beanspruchen – was die Sache für die Folgebände sehr spannend macht.
Das Buch “Winterfluch” ist der Start einer Buchserie, October Daye (englischer Originaltitel: Rosemary and Rue), und das erste deutschsprachige Buch von Seanan McGuire. Es hat mehrere Spannungskurven, die sich zum Ende hin immer mehr steigern – der letzte Bogen hat zu so viel Adrenalin geführt, dass es mir kaum noch möglich war das Buch aus der Hand zu legen. Etwas langsam können dem Leser nur die Phasen zwischen den Spannungswellen vorkommen – hier sehnt man sich wieder nach Mehr und hat das Gefühl, nicht richtig voranzukommen – wie die Protagonistin mit ihren Ermittlung ebenfalls. Das Ende ist zwar ein richtiges Ende, allerdings gibt es trotzdem ungeklärte Geheimnisse, die klar in mehrere Fortsetzungen gehören und auf die ich nun gespannt bin.
Zusammenfassend läßt sich kaum etwas negatives über dieses Buch sagen: die manchmal merkwürdig gebauten Sätze – was man aber auch der Überstzung anlasten kann und die bereits erwähnten fehlenden Erklärungen der Fabelwesen. Positives gibt es allerdings allerhand zu berichten: Winterfluch hat alles was man braucht: Helden, Magie, Blut (nicht zu viel), Verrat, Geheimnisse… es ist interessant, durchdacht, spannend und es macht Lust auf mehr. Ich würde es zwar nicht zu den absoluten Mega-Knüllern von Büchern zählen (dieser Olymp ist bei mir für Juliet Marillier und Marion Zimmer Bradley reserviert), es aber dennoch als ein insgesamt gelungendes Werk betrachten.
Meine Bewertung
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Vielen Dank an den Lyx Verlag für das Rezensionsexemplar und Kompliment für das überaus gelungene, wirklich schöne, Cover. Und auch der Titel des Buches ist geistreich gewählt.
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Tochter der Erde – Elizabeth Haydon
Rhapsody Saga, Teil 2
Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-28614-5
Seiten: 813
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 9,95
ET: 07.2007 (2. Auflage)
In Canrif kehrt Frieden ein, und die Bolg führen das Land zu neuer Blüte. Doch die Stille trügt: Die drei Helden Rhapsody, Achmed und Grunthor stoßen in den Gewölben von Ylorc auf ein geheimnisvolles Relikt: den Krallendolch der gefürchteten Drachin Elynsynos. Die Legende sagt, daß die Drachen sich an jedem rächen werden, der es wagt, ihre Schätze zu stehlen. Rhapsody beschließt, nach Elynsynos zu suchen, um ihr den Dolch zurückzugeben. Der undurchschaubare Ashe bietet sich als Führer an. Rhapsody folgt ihm, obwohl Achmed und Grunthor ihn für einen Dämon und Verräter halten.
Eine gefahrvolle Reise beginnt, während der die Himmelssängerin endlich ihre Bestimmung erkennt – gemeinsam mit ihren Gefährten muß sie sich dem Feuerdämon F’dor stellen. Doch der Fürst der Flammen ist so mächtig wie nie zuvor, und es entbrennt ein Kampf auf Leben und Tod, der über das Schicksal der Welt entscheiden wird …
Meine Rezension
Die Tochter der Erde (02 Rhapsody) – und auch hier frage ich mich, warum Tochter der ERDE – die Titel sind mir ein Rätsel – ist eine unmittelbare und direkt Fortsetzung zu Die Tochter des Windes. Wenn es nicht so umständlich wäre ein dermassen dickes Buch zu lesen, hätte ich es fast besser gefunden, wenn Band 1 und 2 (und wahrscheilich auch 3) in einem Buch wären, ohne Unterbrechung.
Rhapsody und Ashe sind unterwegs um den Ur-Drachen zu finden. Rhapsody muss ihr ein Artefakt wieder geben, damit die Bolg einer Vernichtung entgehen – diese Reise ist äußerst interessant, man versteht die Streitereien zwischen den beiden nich so sehr, weil man genau weiß, das Ashe auf Rhapsody steht, aber so wie sich benimmt ist schon merkwürdig… nicht sehr logisch, vor allem, weil er so unglaublich mißtrauisch ist… was auch den Leser Ashe gegenüber mißtrauischen macht. Denn wir wissen nach wie vor nicht, wer der Feind ist und in wem er stecken könnte… Man weiß nur, dass es wohl doch Definitiv einen Dämon geben muss… mittlerweile gibt es allerdings jede Menge Hinweise, die den Leser mehr verwirren, als weiter bringen. Der Rackshas ist ein Phänomen, das man erst in Laufe des Buches versteht, dank ihm birgt die Entwicklung einiges an Überraschungen und tollen Entwicklungen… vor allem wenn es um Ashe geht, der zu meinem persönlichen Helden geworden ist.
Die Protagonisten bekommen in diesem Band so richtig viel Charakter, der Leser bekommt viele Infos und noch mehr Hinweise und noch viel mehr Geheimnisse… man kann von Vorne bis Hinten das Buch nicht aus der Hand legen, alleine weil sich ENDLICH Romantik zusammenbraut… zwischem wem, verrate ich lieber nicht, Spannung…
Dieses Buch verzichtet endlich weitestgehend auf Ungereimtheiten und Rechtschreibfehler – oder ich habe sie mittlerweile schlichtweg übersehen. Dank der vielen Aufklärungen und einer tollen Liebesgeschichte, und einem äußerst spannendem Ende, das so offen und zum Weiterlesen zwingend ist, das es dazu führt, dass Band 2 so viel besser als Eins ist! Es gefällt mir richtig gut und ich habe es mit Genuss verschlungen (in nur unschlugbaren 3 Tagen). Deshalb:
Meine Bewertung
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