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Archiv für die Kategorie „Rezensionen“

Das Bernstein-Teleskop – Philip Pullman

His Dark Materials, Band 3

Verlag: Carlsen | Leseprobe
ISBN:
978-3551352378
Seiten: 595
Ausgabe:
Taschenbuch
Preis:
9,95 €
ET:
11.2003

Viele atemberaubende Abenteuer haben Lyra und Will schon bestanden, seit der Goldene Kompass sie zusammenbrachte. Aber ihre gemeinsame Reise ist noch lange nicht zu Ende. Immer deutlicher spürt Lyra, dass eine Antwort auf ihre Fragen nur im Reich der Toten zu finden ist. Gegen alle Widerstände steigen Will und sie in diese schrecklichste aller Welten hinab fest entschlossen, eine alte Schuld zu sühnen und eine Prophezeiung zu erfüllen, von der sie nur eine vage Ahnung haben. Und sie wissen, dass am Ende dieses Weges noch größere Gefahren auf sie warten, denn die Allermächtigsten rüsten sich zur entscheidenden Schlacht zwischen Gut und Böse …

Meine Rezension

Lyra und Will sind zum ersten Mal seit sie sich kennen böswillig getrennt worden: Mrs. Coulter hat Lyra entführt, in eine fremde Welt verschleppt und hält sie dort im Schlaf gefangen. Will macht sich auf den Weg um Lyra zu finden und zu retten. Dabei trifft er auf Iorek Byrnison, den König der Bären, der Lyra den Namen Listenreich gab. Gemeinsam ziehen sie zu Lyras Rettung, die sich als schwieriger erweist, als gedacht. Denn was sie zu der Zeit nicht wissen ist, dass sowohl die Kirche als auch Lord Asriel Schiffe ausgeschickt hat, die ebenfalls nach Lyra suchen…
Während dessen ist Dr. Mary Malone unterwegs um den Kindern in einem Moment der Ungewissheit beizustehen. Sie wird vom STAUB geleitet und findet eine Welt, die ihr wunderlich vorkommt, denn sie ist so anders. Hier möchte sie am liebsten für immer bleiben, doch sie hat einen Auftrag zu erfüllen.

Ich habe direkt nach Band zwei mit Band drei anfangen MÜSSEN! Denn diesmal gibt es keine Verschnaufpause bei den Geschehnissen zwischen den beiden Bändern, Band zwei endet sehr spannend und Band drei knüpft sofort an – als würde es sich um ein Buch handeln und nicht um zwei. Theoretisch gibt es zum dritten Buch nun auch nicht viel mehr zu sagen, als zum ersten oder zweiten: es ist spannend, es ist klug, es ist unglaublich, wie Pullman Geheimnisse in Kreisen strickt und uns letzten Endes die Lösung präsentiert. Seine Logik für die Reihung der Ereignisse sowie Reaktionen der Protagonisten und seine subtilen Andeutungen, die alle als Kritik bestimmter Probleme unserer Gesellschaft verstanden werden sollen, sind faszinierend.
Praktisch finde ich, Pullman ist ein unglaubliches Werk gelungen, dessen Ende anders als erwartet und so gar nicht stereotypisch ist.

Meine Bewertung

5 von 5 Büchern uneingeschränkt!



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Dämonen, Monster, Schattenwesen – Tabea Rosenzweig, Sergey Koenig

Verlag: Lyx
ISBN: 978-3-8025-8155-7
Seiten: 256
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 9,95
ET: 04.2008

Wer war der gerissene Ahuizotl, der kannibalische Nukekubi und der irrsinnige König in Celb? Wen versetzten diese unheimlichen Kreaturen in Angst und Schrecken?
Dämonen und Monster sind von jeher die Begleiter der Menschheit, doch durch die Fülle an Fantasy-Romanen und Fantastik-Filmen sind sie populär wie nie zuvor. Dieses Nachschlagewerk versammelt sie alle in einer »Hall of Fame der Kreaturen« und führt unterhaltsam und informativ durch die ganze Welt der Fabelwesen. Geschöpfe der Nacht und Lichtgestalten sind ebenso vertreten wie mythische Götter, Drachen, Elfen und Feen.
Durchgängig illustriert mit einer Fülle von Filmbildern, Gemälden und Zeichnungen.
Hierbei handelt es sich um eine weitgehend überarbeitete, erweiterte und ergänzte Neuauflage des 2002 bei vgs erschienen Titels “Das Buch der Dämonen”.

Meine Rezension

Bei “Dämonen, Monster, Schattenwesen” handelt es sich um ein Lexikon von von A-Z der unterschiedlichsten Fabelwesen, mystischen Kreaturen, Monster und was man sich alles unter Zwielicht-Wesen vorstellt. Das Werk erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, erreicht diese natürlich auch keineswegs. Viele in der Urban-Fantasy erwähnten und “benutzten” Wesen sind in diesem Buch nicht aufzufinden. Eine Tatsache, die ich sehr schade finde, da gerade hier Gestalten auftauchen, mit denen ein normaler Leser nicht vertraut sein kann und ein solches Nachschlagewerk helfend zu Rate ziehen können sollte. Also kann man dem Autor nur empfehlen, weiterzu sammeln und Band 2 und 3 und 4… zu verfassen.
Andererseits handelt es sich hierbei um eine beachtliche Sammlung von Gestalten, vor allem allerdings um Klassische: so aus der Antike, Christentum und griechischen Mythologie, Fabel- und Märchenwesen, aber auch aus den unterschiedlichen Kulturen wie Japan, Indien etc, etc. Die Beschreibung der einzelnen Wesen ermöglicht ein grundlegendes Verständnis um was es sich handelt und fügt meistens hinzu, in welchen Filmen oder Büchern diese anzutrefen waren oder wie das Wort und eine Geschichte darum entstanden sein können. Die geschichtlichen Hintergründe u.ä. werden teilweise mit Zitaten anderer (berühmter) Autoren untermauert.
Häufig waren mir die Beschreibungen etwas zu oberflächlich und manchmal auch zu unverständlich. Allerdings kann ich das den Autoren nicht zur Last legen, denn es ist nur ein dünnes Buch und dennoch haben sie es geschafft ca. 250 Kreaturen zusammenzufassen.

Man kann also hoffe, dass die Autoren mit diesem Band nicht aufhören und weiter sammeln und für uns zusammenfassen.

Meine Bewertung

Vielen Dank an den Egmont-Lyx Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


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Elbenschlächter – Jens Lossau, Jens Schumacher

Jorge und Hippolit, Teil 1

Verlag: Lyx | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-8025-8257-8
Seiten: 320
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 9,95
ET: 04.2010

Ein Thriller um Mord und Magie.
Fünf tote Elbenjünglinge innerhalb weniger Tage und alle auf magische Weise ihres Blutes beraubt – ein Fall für das IAIT, das Institut für angewandte investigative Thaumaturgie, spezialisiert auf die Aufklärung magischer Verbrechen. Seine beiden besten Agenten, Lichtadept Meister Hippolit und Jorge der Troll, werden ausgeschickt, um dem rätselhaften Elbenschlächter auf die Spur zu kommen. Die Entdeckungen, die sie dabei machen, überraschen sogar die beiden erfahrenen Ermittler …

Meine Rezension

Das Titelbild – ein in der Gosse liegender, erschlagener Elb -, die Bezeichnung des Genres als “Fantasy Thriller” sowie der Prolog haben mich auf ein äußerst brutales Buch eingestimmt, von dem ich mir nicht sicher war, ob es überhaupt das richtige für mich ist. Sowohl das Gefühl wie auch die Lesestimmung änderten sich schlagartig als zunächst der eine (Jorge, ein Troll) und dann auch der zweite (Hippolit, ein vermutlich menschlicher Lichtadept) Protagonist auf die Bildfläche traten. Das Lesevergnügen nahm ab hier mit jeder Seite zu.

Jorge, der Troll ist beim IAIT – dem Institut für angewandte investigative Thaumaturgie. Allerdings ist Jorge nun wirklich kein klassischer Geheimagent: nicht nur, dass es wenig “Klasse” hat, er ist ungehobelt, grob, säuft zu viel und bringt sich ständig in Schwierigkeiten, er ist eigentlich auch nicht sonderlich schlau. Es ist daher umso verwundrlicher, dass er noch nicht aus dieser bedeutende Organisation rausgeflogen ist.
Die Verwunderung läßt stark nach, sobald man Hippolit kennenlernt. Er ist Jorges Partner und in vielerlei Hinsicht auf seine Hilfe angewiesen, denn obwohl Hippolit bereits ca. 150 Jahre alt ist, sieht er aus wie ein 15 jähriger Albino. Das macht dem Meister und Lichtadepten das Leben sehr schwer – vor allem aber seine Ermittlungen. Wer spricht schon gerne mit einem Teenie über einen Mord?! Die Sache sieht meinstens anders aus, sobald Jorge auftaucht. Mit seinen Oberarmen und seiner Durchschlalgskraft legt sich so schnell niemand an. Und so ist es schnell ein Genuss diesen beiden ganz besonderen Ermittlern bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen.

Das Buch an sich ist klein und handlich und dadurch schnell ausgelesen. Umso schneller geht es, wenn man über den Prolog hinaus, sich von der Spannung packen läßt. Der Leser fliegt nur noch durch die Ereignisse, bekommt nahezu die selben Informationen, wie die beiden Ermittler und darf mitraten. Wobei sich bei mir, einer passionierten Miss Marple Leserin, schon früh ein Verdacht eingestellt hatte, der dann auch stimmte. Das tat der Spannung allerdings keinen Abbruch, steigerte sie eher noch sogar. Alles in einem sind die Figuren und Ereignisse schlüssig, die Geschichte gut gemacht und auf jeden Fall empfehlenswert. Es gibt in diesem Buch nur zwei relativ brutale Stellen, allerdings kann man sie wohl verschmerzen. Sie sind leider tatsächlich notwendig… und es gibt eine “erotische” Szene, aber nicht so, wie wir es von den “Romantic Fantasy” im Lyx Verlag bereits kennen. Mehr verrate ich dazu nicht, es soll sich lieber jeder selbst ein Bild machen.

Ich freue mich bereits auf Band 02: Der Orksammler. Jorge und Hippolit haben mir wirklich gut gefallen, sodass ich nur noch ungern die zwei in meinen Regal missen möchte. Außerdem war das Buch durchgehend humorvoll und das ist eigentlich so gut wie nur Jorge zu verdanken. Er hat schon eine sehr lustige Art Dinge zu sehen oder über sie zu reden…

Zusammenfassend kann ich wohl sagen: Es handelt sich vielleicht nicht um ein total überragendes, aber doch um eine gutes und empfehlenswertes Buch.

Meine Bewertung

Vielen Dank an den Egmont-Lyx Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Dieses Buch ist eingereicht für Station 4 der “All You Need is … Fantasy!” Challenge.


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Granatapfeljahre – Sue Monk Kidd

Verlag: BTB | Leseprobe
ISBN: 978-3-442-74084-0
Seiten: 384
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 09,95
ET: 06.2010

Sue Monk Kidd hat mit ihren Romanen „Die Bienenhüterin“ und „Die Meerfrau“ Millionen Leser weltweit begeistert. Mit „Granatapfeljahre“ legt sie ihr bislang persönlichstes Buch vor. Gemeinsam mit ihrer Tochter Ann erzählt sie von ihren inspirierenden Reisen durch Griechenland. Sue steckte in einer Krise: Sie hatte Probleme mit dem Älterwerden, fühlte sich ausgelaugt. Und auch Ann, gerade frisch von ihrem Freund getrennt, den College-Abschluss in der Tasche, wollte ihr Leben neu ausrichten. Gemeinsam brachen die beiden Frauen auf in das Land der Granatäpfel – einer Frucht, die seit jeher für Leben und Fruchtbarkeit steht. Dieses Buch ist mehr als ein Reisebericht: Es ist eine Suche nach dem Glück, ein Plädoyer für die Weiblichkeit, das Zeugnis einer tiefen Mutter-Tochter-Verbindung. Es gibt uns ein Rezept an die Hand, wie wir den Weg zu uns selbst am besten beschreiten. Es handelt vom Glück, unterwegs zu sein.

Meine Rezension

Noch bevor ihr weltweiter Erfolg „Die Bienenhüterin“ entsteht, wird die Autorin Sue Monk Kidd 50 Jahre alt. Ein Alter, dass langsam aber sicher den Übergang von der jungen zur älteren Frau darstellt, wie die Autorin selber beschreibt. Für die Autorin ist es eine Phase im Leben, die sich nicht ohne weiteres annehmen kann, ein Bedürfnis verspürt sich neu zu erfinden.
Was sie zusätzlich quält ist das Bewusstsein, dass sich auch ihre Beziehung zu ihrer Tochter Ann verändert.

Ann wiederrum hat gerade das College abgeschlossen und verfällt in eine tiefe Depression, nachdem sie von der Uni abgelehnt wurde, die für sie die einzige Möglichkeit bot. Mit der Absage fühlt sie sich bestätigt: sie ist für diese Welt unzulänglich und strotzt nur so vor Fehlern. Auch sie ist, ähnlich wie ihre Mutter, auf der Suche nach einer Alternative, nach ihrer Identität.

Beide reisen zusamen immer wieder nach Griechenland und Frankreich und kommen sich als Mutter und Tochter wieder näher, aber finden auch sich selbst wieder…

Ich war seiner Zeit von Kidds Bienenhüterin sehr angetan und so habe ich nicht lange zögern müssen, als ich das Angebot bekam, das neuste Werk Granatapfeljahre zu rezensieren.

Während ich Die Bienenhüterin nicht aus den Händen legen konnte, war ich von diesem Werk erstmal sehr enttäuscht und war drauf und dran das Buch vorzeitig nach 130 Seiten zu beenden.
Natürlich war mir von Anfang an klar, dass ich hier keinen Roman lese, sondern eine Mischung aus einem Reisebericht und einem Erfahrungsbericht.
Dennoch waren grade die ersten 130 Seiten äußerst zäh: Auf diesen Seiten wird immer und immer wieder die Symbolik des Demeter/Persephone Mythos und die des Granatapfels erwähnt und immer wieder aufs neue erklärt. Hier muss ich zugeben, dass ich mir ein wenig für dumm verkauft vorkam, da die Wiederholung derart penetrant waren, dass es den Anschein hatte, als wollen die beiden Frauen auch sichergehen, dass wirklich jeder Leser versteht, was es mit beiden Symbolen auf sich hat.

Danach wird das Buch wesentlich lockerer und es wird nicht mehr so verkrampft an den oben genannten Symbolen festgehalten. Es macht dann wirklich Spaß mit beiden Frauen auf Reise zu gehen und durch Griechenland und Frankreich zu ziehen.

Der Klappentext ist meiner Meinung nach mal wieder – wie es leider häufig der Fall ist – leicht unzutreffend. Er verspricht folgendes: „Es [das Buch] gibt uns ein Rezept an die Hand, wie wir den Weg zu uns selbst am besten beschreiten.“
Das trifft meiner Meinung nach nicht ganz zu, denn ein Rezept gibt uns Zutaten mit festen Maßeinheiten an die Hand und sagt uns, was genau wir zu tun haben, damit das Gericht gelingt.
Doch genau das gibt uns das Buch nicht an die Hand: Der Leser begleitet zwar beide Frauen auf ihrem Weg zur Selbsterkenntnis, aber sie sagen nicht, dass dieser Prozess nur so und so laufen kann. Man kann als Leser nur versuchen eine Erkenntnis für sich aus dem Gelesenen abzuleiten und individuell anzupassen. Granatapfeljahre zeigt nur, wie der Weg zu uns selbst aussehen könnte und kann da für Orientierungslose eine kleine Hilfe sein, sich zu orientieren.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass Ann Kidd Taylor und Sue Monk Kidd abwechselnd erzählen und ihre Kapitel aufeinander aufbauen: man läuft so in der Chronologie ständig weiter und Wiederholungen finden dann nur noch statt, wo es wirklich sein muss.

Fazit: Granatapfeljahre ist ein ruhiges Buch, das ich all jenen empfehlen kann, die an der Autorin Sue Monk Kidd interessiert sind, aber auch ganz allgemein am Menschen. Es lässt einen in die Gedanken- und Gefühlswelt zweier Frauen blicken und zeigt so, dass viele Probleme mit denen auch wir kämpfen, und für die wir uns evt. schämen, auch andere betrifft und es dafür eine Lösung gibt. Man muss sich nur sich selbst und seinen Problemen stellen.

Meine Bewertung

Vielen Dank dem BTB Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


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Weltliteratur für Eilige – Henrik Lange

Und am Ende sind sie alle tot

Verlag: Knaur | Leseprobe
ISBN: 978-3-4267-8331-3
Seiten: 186
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 7,95
ET: 06.2010

Wer kennt das nicht: zu viele Bücher und zu wenig Zeit. Auch das eigene peinliche Schweigen, wenn der Gesprächspartner plötzlich Proust, Thomas Mann oder Tolkien erwähnt. Dieses einzigartige Buch für Vielleser und Lesemuffel setzt klug und geistreich 90 erfolgreiche Werke der Weltliteratur in Szene.

Meine Rezension

Neunzig Bücher der Weltliteratur auf den Punkt gebracht, Henrik Lange hat es geschafft.
“Mit Weltliteratur für Eilige. Am Ende sind sie alle tot”  fasst der Autor diverse Bücher in jeweils vier Comicbildern zusammen, wovon ein Bild allein nur für den Titel herhalten muß.
Egal ob Science-Fiction, Thriller, Abenteuer, Historisch, Krimi, jedes Genre wurde bedacht und umgesetzt.

Ich habe einige Bücher selbst gelesen die Herr Lange bebildert hat (“Per Anhalter durch die Galaxis”, “Der Ruf der Wildnis”, “20.000 Meilen unter dem Meer”), von anderen Bücher wusste ich worum es geht (“Romeo und Julia”, “Ayla und der Clan des Bären”, “Robinson Crusoe”) und es gab auch Bücher von denen ich nie gehört habe (“Der Alchimist”, “Hunger”, “Wer die Nachtigall stört”), von daher konnte ich mir ein eigenes Bild machen wie gut oder schlecht die Zusammenfassung dieser Romane ist. Völlig klar ist es, dass einige wichtige Stellen aus den Bücher komplett unter den Tisch gefallen sind, aber der Roman wurde meistens auf den Punkt gebracht und man weiß in groben Zügen, um was es in dem Buch geht und wie es endet.

Außerdem hat es der Autor geschafft, eine dicke Portion Humor in Bild und Schrift mit einfließen zu lassen. So sorgen gerade oftmals die abschließenden Sätze seiner Buchinterpretationen für einen massiven Angriff auf die Lachmuskeln.

Den eigentlichen Roman ersetzen die Comics natürlich nicht und manche Bücher sind mir zu oberflächlich beschrieben. Mir unbekannte Werke haben sich in zwei Lager geteilt: Die einen habe ich schlichtweg nicht verstanden, bei den anderen schaffte es der Autor jedoch, mir zumindest den roten Faden der Handlung verständlich zu machen.

Die Comiczeichnungen stammen von  Henrik Lange selbst, womit er künstlerisch gesehen keinen großen Preis gewinnen wird; aber die schwarz-weiß Comicstrips machen durchaus deutlich, worum es geht und erfüllen damit ihren Zweck.

Vorne im Buch befindet sich ein Inhaltsverzeichnis über alle Bücher die Henrik Lange umgesetzt hat. Vor jedem Titel befinden sich kleine Kästchen, die den Leser dazu einladen, die gelesenen Comics „abzuhaken“.
Abhaken ist hier wohl auch das Wort der Stunde. Der Titel „Weltliteratur für Eilige“ setzt ja schon fast voraus, dass der potentielle Leser diese neunzig Bücher schlicht hinter sich lassen, also abhaken, möchte.

Meine Bewertung

Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


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Letztes Update: 01. Juli 2010

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