Buchcouch-Projekte
Bücher-Challenges

Buecher-Challenges-Banner rund

Ein Gemeinschaftsprojekt mit
Steffis Bücherkiste
Buchcouch-Partner

Buchcouch-Archiv

Autorenarchiv

Kismet Knight. Vampirpsychologin – Lynda Hilburn

Kismet Knight-Reihe, Teil 1

Verlag: PAN | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-426-28302-8
Seiten: 464
Ausgabe: Klappenbroschur
Preis: € 9,95
ET: 12.2009

Kismet Knight hat als Psychologin schon viele ungewöhnliche Patienten behandelt. Das Mädchen Midnight, das ein Vampir sein möchte, gehört da noch zu ihren normalsten Fällen. Wirklich verrückt wird es aber, als der angebliche Vampir, von dem Midnight ihr erzählt hat, plötzlich vor Kismet steht. Deveraux ist umwerfend attraktiv – und behauptet tatsächlich, dass er über 800 Jahre alt ist. Kismet scheint einer neuen Geisteskrankheit auf die Spur gekommen zu sein: Schließlich gibt es Vampire ja nicht wirklich. Oder?

Meine Rezension

Kismet Knight trifft bei ihren Sitzungen auf ganz normale Menschen, die ihr berichten Vampire zu sein. Die von ihr zuerst vermutete neue Form einer psychischen Störung zum Vampirismus entpuppt sich nach und nach als Realität, als der gut aussehende und attraktive Vampir Devereux auftaucht und plötzlich ihr gesamtes Weltbild ins Wanken bringt. Doch was Kismet nicht weiss: Sie schwebt in großer Gefahr…

Ein Lob muss ich dem PAN-Verlag für die Gestaltung des sehr schönen Buchcovers aussprechen. So sieht man eine Gesichtshälfte einer Frau, über die ein sehr warmer Weichzeichner gelegt wurde, während in der Mitte des Covers der Autorenname sowie der Buchtitel platziert wurde. Im unteren Bildbereich wurden Ranken und Verzierungen platziert, die wie ein Teil des Buchtitels in schimmernd metallischem warmen braun gehalten wurde. Diese Verzierungen findet der Leser auch über den einzelnen Kapitel im Buch wieder.

Das Buch „Kismet Knight – Vampirpsychologin“ von Lynda Hilburn ist aus der Ich-Perspektive von Kismet geschrieben. Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig, und ganz toll finde ich den Humor der Autorin, der mir ein paar Schmunzler entlockte. Allerdings baut sich der Spannungsbogen in der Handlung nur zögerlich auf und die Geschichte hätte an der einen oder anderen Stelle etwas ausführlicher sein können. Natürlich gibt es in diesem Buch auch wieder erotische Szenen, die die nicht übertrieben geschildert werden, sondern sehr sanft beschrieben sind ohne ins Detail zu gehen. Obwohl das Buch in sich abgeschlossen ist und so gut wie alle Fragen gelöst werden, wirkt das Ende der Geschichte für mich zu abrupt, wo ich mir in diesem Fall etwas mehr länge gewünscht hätte.

Die Charaktere in diesem Buch sind sehr gut dargestellt und ich konnte sie mir sehr gut während des Lesens vorstellen. Dabei hat mir mir wirklich sehr gut gefallen, wie die Autorin den Zweispalt von Kismets Gefühlen gegenüber zwei Männern beschrieben hat. In Lynda Hilburns Roman vertreten die männlichen Vampire jegliches Klischee, wie sie in den Romanic-Fantasy Büchern immer wieder dargestellt werden. So sind sie sehr attraktiv, zwängen sich in enge Lederhosen, sind groß gewachsen und übernatürlich gut gebaut. Allerdings wiederholt sich die Autorin, dass Kismets Gehirn sich in Devereux Gegenwart einfach aus schaltet und er sie heiß macht. Dies konnte ich nach der x-ten Wiederholung nicht mehr lesen.

Doch es fehlt zum Teil auch ein charakterlicher Tiefgang der Hauptprotagonistin. So dauert es dank ihrer Starrköpfigkeit und trotz eindeutiger Beweise für meinen Geschmack etwas zu lange bis sie das Thema Vampire akzeptiert. Für mich hat sich das ganze in die Länge gezogen und das obwohl Kismet in dem Buch als sehr intelligent beschrieben wird.

Mein Fazit

Ich kann das Buch jedem Romantik-Fantasy Leser mit Hang zu Vampiren empfehlen, denen es nichts ausmacht, dass hier die üblichen Klischees der Vampire bedient werden und auch der Schreibstil der Autorin etwas Gewöhnungsbedürftig ist. Mir hat das Buch bis auf die angesprochenen Kritikpunkte jedoch sehr gut gefallen und hat mir ein paar schöne Lesestunden gebracht. Ich bin schon auf den zweiten Teil gespannt, der im englischen bereits erschienen ist und den Titel „Dark Harvest“ trägt. Vor allem würde mich brennend interessieren für welchen der beiden Männer sich Kismet entscheidet. Bleibt nur zu hoffen, dass der Verlag den Leser nicht all zu lange darauf warten lässt.

Vielen Dank dem PAN- Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Meine Bewertung


Verwandte Artikel:


Mitternachtszirkus. Willkommen in der Welt der Vampire – Darren Shan

Darren Shan1Darren Shan-Reihe, Teil 1

Verlag: PAN | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-453-26564-6
Seiten: 544
Ausgabe: Klappenbroschur  TB
Preis: € 9,95
ET: 12.2009

Ich ließ den Blick noch einmal an dem gruseligen Gebäude hinaufwandern und schluckte. Es sah genauso aus wie die Häuser in den Horrorfilmen. Wir blickten uns an und wussten beide, dass wir schreckliche Angst hatten, aber wenigstens waren wir zusammen.
»Gehen wir rein?«, fragte Steve.

Darren ist ein ganz normaler Teenager, bis zu dem Tag, als ein geheimnisvoller Mitternachtszirkus in die Stadt kommt. Seine nächtliche Vorstellung hat ungeahnte Folgen, denn Darren muss ein großes Opfer bringen – und zum Halbvampir werden! An der Seite seines neuen Lehrmeisters Mr. Crepsley entdeckt Darren eine dunkle, unheimliche, faszinierende Welt, findet neue Freunde und muss sich ungeahnten Abenteuern stellen …

Meine Rezension

„Mitternachtszirkus – Willkommen in der Welt der Vampire“ ist der erste Sammelband der Darren Shan-Reihe, welcher die ersten drei Romane beinhaltet. In dieser Reihe erzählt der Autor Darren Shan, oder besser gesagt Darren O’Shaughnessy, seine Abenteuer aus seinem Lebens als Halbvampir. Dabei handelt es sich um eine ganz normale Vampirgeschichte, die mit den typischen Klischees dieser Fantasywesen aufräumt. So ist es nicht unbedingt notwendig Menschen in den Hals zu beißen um an ihr Blut zu gelangen oder dass Vampire unbedingt Eckzähne haben müssen. Auf Grund dessen ist die Darren-Shan Reihe eine sehr gelungene Buchreihe, die eine überzeugende Geschichte liefert, was in der heutigen Flut an Vampirbüchern nicht einfach ist.
„Mitternachtszirkus – Willkommen in der Welt der Vampire“ setzt sich wie bereits erwähnt aus den ersten drei Teilen dieser Reihe zusammen, in dem jeder Teil so spannend endet, dass er regelrecht zum weiterlesen verleitet und man unbedingt wissen will, wie es in der Geschichte weitergeht. Im ersten Teil „Mitternachtszirkus“ wird der Hauptcharakter Darren Shan und dessen Freund Steve vorgestellt und die ganze Geschichte nimmt ihren eigentlichen Lauf, indem die beiden einen Flyer in die Hände bekommen, der zum Cirque du Freak, einem Zirkus für Freaks, einlädt. Darrens Leben ändert sich, als er die dressierte Spinne des Vampirs Mr. Crepsley stiehlt und durch eine Kettenreaktion von Ereignissen zu einem Halbvampir wird. Im zweiten Teil „Die Freunde der Nacht“ muss Darren sein neues Leben als Halbvampir akzeptieren und lernen wie er sich als solche zu Verhalten hat. Dafür bleibt er an der Seite von Mr. Crepsley, im Cirque du Freak. Im dritten Teil „Die dunkle Stadt“ stößt Darren bei einer Jagd aus versehen auf einen Vampyr, einer der gefährlichsten Feinde der Vampire.
Die Geschichte steckt durchweg voller phantastischer Ideen. Es gibt ständig spannende und unerwartete Geschehnisse, die zum weiterlesen anregen. Die Geschichte ist sehr gut struktuiert, gruselig, packend und zeigt rasante Abenteuer eines Halbvampirs.
Da es sich hierbei um ein Buch zu einem Film handelt, der am 07. Januar 2010 anläuft, bleibt es abzuwarten, wie die Produzenten die 536 Buchseiten in 1,5 Stunden Film packen werden.

Die Darren Shan-Reihe wurde aus der Ich-Perspektive von Darren geschrieben und katapultiert den Leser damit direkt in seine Welt und mitten ins Geschehen hinein. Der Leser hat tatsächlich das Gefühl dass der Autor, oder besser gesagt der Erzähler, direkt neben einem steht und seine Geschichte erzählt. Sie ist sehr spannend und sehr gut mit einfachen Worten geschrieben. Die Handlung ist spannend, weckt die Phantasie des Lesers an und ist trotz ihres Gruselfaktors, zum Beispiel an Spinnen, an keiner Stelle so gruselig, dass man als Kind Angst bekommen könnte. Sehr geschickt strikt der Autor den Handlungsfaden, der sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene bis 99 Jahre logisch nachvollziehbar ist.

Die Hauptprotagonisten sind trotz ihres wahren Ursprungs (Anmerkung des Autors am Anfang des Buchs) sehr gut ausgearbeitet und sind sehr facettenreich und real. Allen voran natürlich Darren, ein ganz  normaler Teenager, in den man sich aufgrund der Perspektive des Ich-Erzählers sehr gut hineinversetzen kann. Aber auch die Nebencharaktere in diesem Buch sind sehr interessant. Vor allem der Vampir Mr. Crepsley, von dem es bestimmt noch das eine oder andere Geheimnis zu entdecken gibt.

Mein Fazit

Die Geschichten von Darren Shan haben schon lange Kultstatus unter den Jugendlichen. Das dürfte an der hervorragend ausgearbeiteten Geschichte mit unheimlicher Atmosphäre liegen, die den Leser fesselt und süchtig nach mehr macht. Ich bin mir sicher, dass diese Reihe jeden Fantasyfan begeistern wird, der sich für dieses Genre interessiert. Ich selber wurde in eine komplett andere Welt entführt und freue mich sowohl auf den Kinofilm, der am 07. Januar in den deutschen Kinos anläuft, als auch auf das nächste Buch dass im Februar 2010 erscheint und den Titel „Mitternachtszirkus 2 – Die dunklen Geheimnisse der Vampire“ trägt und der Sammelband den vierten, fünften und sechsten Teil dieser Reihe beinhaltet. Von mir bekommt dieses Buch „nur“ 4,5 Sterne, da ich sicher bin, dass die Reihe noch Potential nach oben hat und der Höhepunkt der Reihe noch nicht erreicht ist.

Vielen Dank dem PAN- Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Meine Bewertung


Verwandte Artikel:


Gideon – Jacquelyn Frank

Schattenwandler-Reihe, Teil 2

Verlag: LYX | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-8025-8237-0
Seiten: 352
Ausgabe: Kartoniert, Klappbroschur
Preis: € 9,95
ET: 12.2009

Seit tausend Jahren dient der Schattenwandler Gideon seinem Volk als Heiler und wurde stets für seine Weisheit und Besonnenheit geachtet. Doch er verfiel Magdalegna, der Schwester des Dämonenkönigs, und bedrängte sie mit seiner Leidenschaft. Beschämt über seinen Mangel an Beherrschung zog sich Gideon von seinem Volk zurück. Als jedoch Nekromanten Magdalegnas Leben bedrohen, muss Gideon erneut ihr Vertrauen gewinnen, um sie und sein Volk zu retten …

Meine Rezension

Das Buch „Gideon“ ist im Taschenbuch-Format erhältlich, wobei das Cover eindeutig auf eine Romantic Fantasy Geschichte hindeutet. Es ist für weibliche Leser sehr ansprechend, da es einen Mann mit nacktem Oberkörper zeigt, dessen Farben in verschiedene Hauttönen gehalten wurde. In der Mitte des Covers, unter den Schriftzügen des Titels und des Autorennamens,  ist ein feines Pentagramm abgebildet.

Schon der Titel „Schattenwandler“ beschreibt genau, um welche Art von Fantasywesen es sich im gleichnamigen Zyklus von Jacquelyn Frank handelt. Hierbei geht es um Dämonen, die weder vom Teufel höchstpersönlich geschickt wurden oder böse sind, sondern vielmehr um eine Rasse, die am Rand unseres Bewusstseins verborgen in einer eigenen Parallelwelt leben. Mit diesen Wesen hat die Autorin eine neue erfrischende Fantasytüre geöffnet, bei dem es in jedem Teil um einen anderen Dämonen geht. Nachdem der ersten Teil „Jacob“ gewidmet war, geht es in diesem Band um den Heiler „Gideon“. Dies soll aber nicht heißen, dass Jacob und seine Partnerin Isabelle nicht mehr auftauchen. Auch die beiden wurden in die Geschichte um Gideon und seine Magdalena eingebettet. Dabei gibt es am Anfang von „Gideon“ eine kleine Rückblende auf den ersten Band, um dem Leser die Ereignisse und Geschehnisse ins Gedächtnis zurück zu Rufen. Für Einsteiger ist es daher kein Problem der Geschichte zu folgen. Lediglich der Schreibstil und die Charaktere haben es mir sehr schwer gemacht mich in der Geschichte zurecht zu finden und ich hatte anfänglich das Gefühl nicht über das 2. Kapitel hinaus lesen zu können. Dann hab ich mich aber irgendwie durchgebissen und ich muss sagen, dass mir die Geschichte doch noch gefallen und nicht mehr losgelassen hat. Während des Lesens hab ich mit den beiden Hauptprotagonisten mitgefiebert und mitgelacht. Sehr schön fand ich, dass sich die Gefühle der beiden erst füreinander entwickelte, ehe sie leidenschaftlich entfacht wurde. Auch spielt das Thema Prägung und Besitzanspruch eine Rolle. Obwohl der Fantasyleser diese Themen sehr gut kennt, werden sie hier sehr schön beschrieben. Neben der ganzen Romantik bietet das Buch aber auch sehr viel Action und Spannung, die den Leser nicht mehr loslassen.

Der Schreibstil von Jacquelyn Frank ist sehr schön. Sämtliche Eindrücke werden aus der 3. Person beschrieben. Die Handlungsstränge in diesem Buch sind von Anfang bis Ende sehr gut ausgearbeitet. Sie verweben sich während der Geschichte und ziehen sich bis zum Ende durch, so dass es nie während des Lesens langweilig wird. Ebenfalls kommt der Humor der Autorin nicht zu kurz. So verwendet sie charmant ihre Ironie, ihren Witz und ihren Humor und hält auch sonst so einige Knalleffekte parat. Trotz alldem muss man sagen, dass ihr Schreibstil dennoch sehr gewöhnungsbedürftig ist. Es ist nicht einfach zu lesen. Einige Stelle in dem Buch ziehen sich sehr in die Länge, genauso wie schwächere Kapitel oder Szenen. Durch die anfänglich vielen Personen, die Kräftebeschreibungen der Dämonen und der eigenen Welt in der sie leben, ist es sehr anstrengend dem Plot zu folgen. Auch hat mich sehr gestört wie oft die Namen der Protagonisten in der direkten Rede fallen. Zum Beispiel: „Wie lange bist du schon hier, Gideon?“ oder „Jacob, schön dich zu sehen“. Die Namensnennungen sind total überflüssig und nerven nach einer Weile. Sie sind leider auch keine Einzelfälle sondern erstrecken sich sehr stark über das ganze Buch. Sehr schade, denn ich gehe doch mal davon aus, dass der Angesprochene weiss wie er heißt.

Die Hauptprotagonisten Gideon und Magdalena sind glaubwürdig dargestellt und der Leser kann durchaus ihre Handlungen in der Geschichte nachvollziehen und ihre Gefühle werden real geschildert. Gideon ist wie in jedem Romantic Fantasy-Roman ein typischer Alphamann, der sehr dominant ist und einen starken Charakter hat. Magdalena ist ebenfalls eine sehr starke Persönlichkeit, auf die jeder weibliche Leser neidisch werden kann, wenn man bedenkt welchen sexy Typen sie zur Seite gestellt bekommt. Auch die Nebencharaktere sind gut dargestellt und die Autorin beschreibt sehr genau, welcher Dämon welche Fähigkeit hat, ohne groß ins Detail zu gehen.

Mein Fazit

Nachdem ich nun das Buch zu Ende gelesen habe, ist es sehr schwer zu sagen ob es mir gefallen hat oder nicht. Es bietet ein ausgewogenes Verhältnis an Erotik, Romantik und Spannung, dessen witzige Story vergnügte Lesestunden bietet. Allerdings ist der Schreibstil nicht einfach und ich hatte Anlaufschwierigkeiten mit dem Buch und bin irgendwie nie so ganz damit warm geworden, so dass mir das Kopfkino gefehlt hat. Das liegt aber an mir. Romantic Fantasy Leser, denen „Jacob“ gefallen hat, werden bestimmt auch „Gideon“ lieben. Ich lass mich mal von dem dritten Band „Elijah“ überraschen und bin gespannt, ob die Autorin ihren Schreib und Erzählstil weiterentwickelt hat.

Vielen Dank an den LYX-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Meine Bewertung


Verwandte Artikel:


Das Siegel des Todes – Licia Troisi

Die Schattenkämpferin-Reihe, Teil 2

Verlag: Heyne | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-453-26564-6
Seiten: 464
Ausgabe: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Preis: € 16,95
ET: 08.2008

Unheil droht der Aufgetauchten Welt: Die Gilde der Assassinen steht vor den Toren und will die Herrschaft übernehmen. Allein Dubhe, die mutige junge Schattenkämpferin, vermag sie aufzuhalten. Gemeinsam mit dem Magier Lonerin macht sie sich auf die Suche nach Verbündeten: Eine Reise voll düsterer Gefahr beginnt.

Meine Rezension

Wie bei der “Drachenkämpfer”-Trilogie hat auch hier bei der “Schattenkämpferin”-Trilogie Paolo Barbieri die Coverillustration des Schutzumschlags gestaltet, und es ist ihm wieder einmal gelungen, ein richtiges Gemälde zu zaubern.

So ist in der Mitte des Bildes eine Frau zu sehen, die zwischen zwei großen Ranken steht und sehr gut die Hauptprotagonistin Dubhe sein könnte, während man ihm Hintergrund schemenhaft eine Kriegerin mit gekreuzten Klingen sehen kann, die für mich die Giftmischerin Rekla darstellt. Im allgemeinen ist das Bild wieder farblich sehr gut abgestimmt und zeigt eine gewisse Düsternis auf, die sich in der Geschichte fortsetzt. Der Name der Autorin sowie der Buchname wurden in weißen Buchstaben gedruckt währen der Name des Zyklus „Die Schattenkämpferin“ in Gold gehalten wurde und deswegen mit ein Blickfang für sich ist.

Klappt man das Buch auf, findet man vorne und hinten jeweils eine Doppelseite mit einer Weltkarte der Aufgetauchten Welt, sowie eine grobe Skizze der unerforschten Länder auf Buchseite 76. Desweiteren gibt es dieses mal am Ende des Buchs ein Glossar, in dem die wichtigsten Begriffe, Orte und Charaktere erläutert werden. Sehr schön finde ich auch, dass diesem Buch ein Lesezeichen beiliegt.

„Die Schattenkämpferin“-Trilogie ist keine Kopie der “Drachenkämpferin”-Trilogie, sondern eine für sich eigenständige Geschichte, die 40 Jahre später spielt, nachdem Nihal und Sennar das Land vor dem Tyrannen Aster befreit haben. Ich finde, dass die Geschichte um Dubhe vielseitiger aufgebaut ist. Das merkt man schon alleine an der gut ausgearbeiteten Handlung, die dunkler und emotionaler als bei den Vorgängern ist.

Am Anfang von „Das Siegel des Todes“ gibt es einen Prolog, der mir persönlich sehr gut gefallen hat. Er ist aus der Sicht des Magiers Lonerin geschrieben und gibt einen kleinen Rückblick auf die vorausgehende Geschichte „Das Erbe der Drachen“. Während die nachfolgenden Kapitel nahtlos an den Vorgängerband anschließen, geht es dann mit der eigentlichen Geschichte los.

Zuviel möchte ich nicht verraten, aber die Charaktere entwickeln sich sehr gut weiter, und es gibt auch eine kleine Liebesromanze zwischen Lonerin und Dubhe, die jedoch nur mit einem leichten Hauch angeschnitten wird.

Sehr schön und lobenswert muss auch erwähnt werden, wie es Licia Troisi erneut geschafft hat, die verschiedenen Handlungsstränge wieder gekonnt zu verweben. So ist das zum einen die Reise von Dubhe und Lonerin in die unerforschten Länder, zum anderen Idos Suche nach Sennars Sohn. Desweiteren hat sie gekonnt die frühere Geschichte der Drachenkämpferin aufgegriffen und die Rückblenden aus Idos und Sennars Sicht gekonnt in die vorliegende neue Handlung eingebracht. Dazu werden endlich wieder die Drachen benannt, die in der Drachenkämpferin vorkamen, und es gibt ein Wiedersehen mit Oarf und dem verstorbenen Drachen Vesna.

Das Ende der Geschichte bleibt wie bei jedem Mittelstück einer Trilogie offen und lässt auf sehr viel hoffen.

Licia Troisis Erzählstil ist wie immer gewohnt locker und fesselnd. Erneut konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, bis ich die letzte Seite der Geschichte gelesen habe. Die Autorin schreibt in einem erzählerischen Tempo, so dass man beim Lesen außer Atem gerät und das Buch dadurch sehr kurzweilig ist. Durch den ständigen Perspektivenwechsel der Erzählform wird es nie langweilig, da es die Autorin versteht, die Charaktere mit ihren Gefühlen und Gedanken zum Leben zu erwecken. Dabei kommen auch die Landschaftsbeschreibungen, vor allem in den unerforschten Ländern, nicht zu kurz. Sie wurden einwandfrei kurz und nicht zu lange gehalten, so dass man sich nicht im Detail verliert, sondern einen durchweg ununterbrochenen Lesefluss genießen kann.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und wirken sehr real und bodenständig. Die Hauptprotagonistin in dieser Reihe ist keine strahlende Heldin so wie in anderen Büchern, und will auch keinen Schutz und vor allem auch kein Mitleid. Sie kämpft nur für ihre eigene Sache und versucht, den ihr aufgezwungenen Fluch und somit ihr Leben unter Kontrolle zu bekommen. Ihr zur Seite steht Lonerin, ein Zauberer, der Dubhe hilft, ihr auferlegtes Siegel loszuwerden. Er ist eine äußerst sympathische Person, und ich habe mit ihm mitgelitten, als Dubhe ihm nach einer kleinen Romanze den Laufpass gegeben hat.

Ebenfalls wird in diesem Buch auch die Geschichte von Rekla vertieft, und der Leser erfährt sehr viel von ihrer Kindheit bis hin zu jenem Tag, als sie der Assassinengilde beigetreten ist. Ebenso mit dem Zwerg Ido. Es ist sehr schön, von seiner Lebensgeschichte zu lesen und beide Charaktere erhalten dadurch in dieser Geschichte endlich den Tiefgang, den ich mir seit dem Vorgängerband „Das Erbe der Drachen“ gewünscht habe.

Fazit

„Die Schattenkämpferin – Das Siegel des Todes“ hat mich mit seiner anknüpfenden Geschichte an „Das Erbe der Drachen“ wieder einmal voll überzeugt. Und das obwohl es sich um eine Mittelgeschichte in einer Trilogie handelt. Ich finde das vorliegende Abenteuer sehr unterhaltsam, und die Trilogie besitzt alle nötigen Eigenschaften und Potenziale, um ein Stern am Fantasyhimmel zu sein. Alle bisherigen Geschichten um die Drachen- und Schattenkämpferin habe ich verschlungen und kann sie wirklich nur jedem Fantasyfan ans Herz legen. Jedoch sollten Neueinsteiger mit dem ersten Teil der Geschichte beginnen. Zwar erleichtert der vorhandene Prolog den Einstieg, dennoch kann es schon sein, dass man im Lauf der Geschichte etwas durcheinander kommt. Den wirklichen Lesegenuss erhält man daher erst, wenn man ganz von vorne beginnt. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt wie es mit Dubhes und Lonerins Reise weitergeht und brenne schon fieberhaft darauf, den letzten Teil der Schattenkämpferin-Trilogie zu lesen.

Vielen Dank an Heyne Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Meine Bewertung


Verwandte Artikel:


Der Fluch der Assassinen – Licia Troisi

Der Fluch der AssassinenDie Schattenkämpferin-Reihe, Teil 3

Verlag: Heyne | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-453-26565-3
Seiten: 528
Ausgabe: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Preis: € 16,95
ET: 03.2009

Zusammen mit der jungen Magierin Theana ist die Schattenkämpferin Dubhe auf dem Weg ins Land der Sonne, um ihre Herkunft zu ergründen und damit den Magier zu finden, der sie mit dem Siegel des Todes belegt hat. Nur dieser Magier kann das Siegel wieder von ihr nehmen. In der Gestalt von Bäuerinnen ziehen sie durch die Kriegsgebiete und werden aus einer Unvorsichtigkeit heraus von Sklavenjägern verschleppt. Kaum noch Hoffnung, aber den festen Willen, die Gilde um jeden Preis aufzuhalten, versuchen die beiden zu entkommen.

Meine Rezension

Wie bei der Drachenkämpfer-Saga hat auch hier bei der Schattenkämpferin-Saga Paolo Barbieri die Coverillustration des Schutzumschlags gestaltet, und es ist ihm wieder einmal gelungen, ein richtiges Gemälde zu zaubern.

So ist in der Mitte des Bildes Dubhe zu sehen, die vermutlich auf König Dohors Thron in Makrat sitzt und ihren Dolch gezückt hat. Im allgemeinen ist das Bild wieder farblich sehr gut abgestimmt und zeigt eine gewisse Düsternis auf, die sich in der Geschichte fortsetzt. Der Name der Autorin, sowie der Buchname wurden in weißen Buchstaben gedruckt, während der Name des Zyklus „Die Schattenkämpferin“ in Gold gehalten wurde und deswegen mit ein Blickfang für sich ist.

Klappt man das Buch auf, findet man vorne und hinten jeweils eine Doppelseite mit einer Weltkarte der Aufgetauchten Welt. Sonstige Skizzen oder Lesezeichen gibt es dieses Mal nicht, dafür aber am Ende des Buchs ein Glossar, indem die wichtigsten Begriffe, Orte und Charaktere erläutert werden.

„Die Schattenkämpferin“-Trilogie ist keine Kopie der “Drachenkämpferin”-Trilogie, sondern eine für sich eigenständige Geschichte, die 40 Jahre später spielt, nachdem Nihal und Sennar das Land von dem Tyrannen Aster befreit haben. Ich finde, dass die Geschichte um Dubhe vielseitiger aufgebaut ist. Das merkt man schon alleine an der gut ausgearbeiteten Handlung, die dunkler und emotionaler als bei den Vorgängern ist.

Am Anfang von „Der Fluch der Assassinen“ gibt es wieder einen Prolog, der mir persönlich sehr gut gefallen hat. Er ist dieses Mal aus der Sicht der Magierin Theana geschrieben. Dieser Prolog gibt nicht nur einen kleinen Rückblick auf die beiden vorausgehende Geschichten, sondern auch einen ersten Einblick in Theanas Gefühle, die dem Leser bisher zum größten Teil verwehrt blieben. Die nachfolgenden Kapitel schließlich schließlich nahtlos an die Vorgängerband an und es geht dann mit der eigentlichen Geschichte los.

Licia Troisi hat mit der vorliegenden Handlung erneut ein mitreißendes Fantasyabenteuer geschaffen, in dem Fantasy, Assassinen, Magie, Freundschaft, als auch ein Hauch von Liebe eine Rolle spielen. Es ist eine spannende Fortsetzung der ersten beiden Sagen um die Schattenkämpferin und hat mir aufgrund des überaus spannenden Endes eine Gänsehaut beschert. Dabei finde ich sehr schön, dass das Ende nicht so schnell wie im dritten Teil der Drachenkämpferin-Saga abgehandelt wurde, sondern sich die nötige Zeit lässt, um es ausreichend zu genießen.

Sehr schön und lobenswert muss auch erwähnt werden, wie es Licia Troisi erneut geschafft hat, drei verschiedenen Handlungsstränge wieder gekonnt zu verweben, um sie gegen Ende des Buches zu einem grandiosen Höhepunkt zusammenzuführen. Aber mehr kann ich nicht verraten, da es sonst den Lesegenuss schmälern würde. Nur noch eins: Es ist sehr schön, dass es ein Wiedersehen mit Ondine gibt und Nihal durch Sennars Gedanken und Erinnerungen wieder präsent wird.

Obwohl ich gerne wissen würde, wie es mit San weitergeht (was wir sicher in dem nächsten Teil der Saga erfahren werden), kann ich „Der Fluch der Assassinen“ guten Gewissens als besten Roman von Licia Troisi bezeichnen.

Licia Troisis Erzählstil ist wie immer gewohnt locker und fesselnd. Erneut konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, bis ich die letzte Seite der Geschichte gelesen habe. Die Autorin schreibt in einem erzählerischen Tempo, so dass man beim Lesen außer Atem gerät und das Buch dadurch sehr kurzweilig ist. Durch den ständigen Perspektivenwechsel der Erzählform wird es nie langweilig, da es die Autorin versteht, die Charaktere mit ihren Gefühlen und Gedanken zum Leben zu erwecken, und sie wirken schließlich so real, dass der Leser die ganze Zeit das Gefühl hat, direkt neben dem Geschehen zu stehen.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und wirken sehr real und bodenständig. Die Hauptprotagonistin erhält in diesem Roman noch mehr Tiefgang, und ich war sehr gefesselt von der inneren Zerrissenheit dieses Charakters. So teilt sie mit Learco viele gemeinsame Gefühle, welche sie als Schwäche ihrerseits erkennt und leidet sehr darunter, denn gerade aufgrund ihrer aufkommende Gefühle für den Sohn ihres Todfeindes weiss sie auch, dass sie nie mehr ohne ihn sein kann.

Doch das Buch enthält noch mehr Hintergrundinformationen, die vor allem Theana und Learco beschreiben und somit diese Nebenfiguren besser verständlich machen.

So schließt sich Theana am Anfang des Buches ihrer Konkurrentin Dubhe nur an, damit sie nicht alleine beim Rat zurückbleibt, während Lonerin erneut in die Welt zieht. Sie will eine neue Frau werden, die ihr Leben in ihre eigenen Hände nimmt und nun einer „Feindin“ helfen muss, einen Menschen zu töten…

Learco hingegen steht schon sein ganzes Leben im Schatten seines längst verstorbenen Bruders und kann es seinem Vater, dem König Dohor, einfach nie recht machen. Doch nachdem er Dubhe kennen und lieben gelernt hat, will er nicht länger seine Tränen und sein Blut für seinen Vater opfern und dafür nichts als Verachtung erhalten.

Fazit

„Die Schattenkämpferin – Der Fluch der Assassinen“ hat mich mit seiner fantastischen Geschichte wieder voll überzeugt und in seinen Bann gezogen. Alle bisherigen Geschichten um die Drachen- und Schattenkämpferin habe ich verschlungen und kann sie wirklich nur jedem Fantasyfan ans Herz legen, egal welches Alter er hat. Wenn man diese Saga nicht liest, hat man wirklich eine phantastische High-Fantasy-Sage verpasst. Jedoch sollten Neueinsteiger mit dem ersten Teil der Geschichte beginnen. Zwar Erleichtert der vorhandene Prolog den Einstieg, dennoch kann es schon sein, dass man im Lauf der Geschichte etwas durcheinander kommt. Den wirklichen Lesegenuss erhält man daher erst, wenn man ganz von vorne beginnt. Licia Troisi hat wieder ein phänomenales Meisterwerk geschaffen, dessen Fortsetzung (obwohl man den vorliegende Teil als abgeschlossen betrachten kann) im ersten Teil der Feuerkämpferin-Saga „Im Bann der Wächter“ weitergeht.

Vielen Dank an Heyne Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Meine Bewertung


Verwandte Artikel:


Buchcouch-Suche
Buchcouch-Rezensionen

Alphabetisch nach Autor:

[A] [B] [C] [D] [E] [F] [G] [H] [I]
[J] [K] [L] [M] [N] [O] [P] [Q]
[R] [S] [T] [U] [V] [W] [XY] [Z]

Buchcouch-Aktuell

Aus gegebenen Anlass weist die Buchcouch darauf hin, dass Bücher, die ohne vorherige Absprache zur Rezension zugesendet werden, keinen Anspruch auf eine Rezension unsererseits haben. Wir sind nur ein kleines Team und nicht jedes Thema findet einen Abnehmer. Gerne können Sie uns per Email kontaktieren und mit uns Ihre Rezensionswünsche besprechen.

Auch wenn wir am Aufarbeiten sind, einige alte Inhalte von der ursprünglichen Buchcouch-Homepage fehlen noch.

Zum Mitnehmen gibt es auch einige Buchcouch-Banner.

Letztes Update: 18. September 2011

Autor des Artikels

Yvonne Staller
Rezensentin

Buchcouch-Tipp

Aktueller Lese-Tipp

zur Rezension

Neuerscheinungen September

Buchcouch-Leserunden

Seit 24.08.2011 mit Autorin:

Seit 15.09.2011 mit Autorin:

Buchcouch-Freunde
Bücher-Blogs
Autoren-Blogs